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Das Verzweiflungstheater der Etablierten: Wie die Angst vor der AfD plötzlich „Heimatliebe“ heuchelt

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Martin Sichert
Kündigung wegen politischem Engagement
HAINTZ.media und HAINTZ
Jahrelang galt die Verbundenheit zum eigenen Land in gewissen Kreisen als verpönt und gestrig. Kaum geraten jedoch die gewohnten Machtstrukturen ins Wanken, entdecken dieselben Akteure identitätspolitische Begriffe schlagartig als Schutzschild für ihre Interessen.
Zusammengefasst

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»Die Umfragen« kündigen den Kontrollverlust der alten Eliten an. Am 6. September 2026 wählen die Bürger in Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag, und die jüngsten Zahlen lassen die etablierten Kräfte in Panik geraten. Eine Anfang August veröffentlichte Erhebung des »Meinungsforschungsinstituts Pollytix« weist der AfD 43 Prozent zu, der CDU 23 Prozent und der Linken 13 Prozent. Diese Rekordwerte für die AfD, die der nicht unabhängige Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hat, signalisieren den greifbaren Verlust von Macht und Ressourcen für all jene, die von staatlichen Förderkanälen, eingespielten Versorgungsstrukturen und steuerfinanzierten Netzwerken leben.

Parteien, staatsnahe Organisationen, Medien und ein weitverzweigtes Geflecht geförderter Initiativen sehen ihre finanzielle und machtpolitische Existenz bedroht, sobald eine absolute Mehrheit den Ministerpräsidenten stellt und die Mechanismen drastisch beschneidet. Der Begriff der Vielfalt dient hier nicht als uneigennütziger Kompass, sondern als rhetorisches Schutzschild, um den Kampf um den Erhalt der eigenen Pfründe moralisch aufzuwerten und den politischen Herausforderer als allumfassende Bedrohung zu brandmarken. Genau diese Angst vor dem Verlust der Futtertröge treibt die hektische Mobilisierung an, die den Wählerwillen im Namen der Demokratie zu lenken versucht.

Das organisierte Netzwerk gegen die AfD

Ein ganzes Netz moralischer Kampagnen soll den Souverän bevormundenParallel zur Hauptkampagne haben sich bereits mehrere Bündnisse gebildet, die vor der Wahl von Extremisten warnen und damit ausschließlich die AfD meinen.

»Der Deutsche Gewerkschaftsbund unterstützt« die Kampagne „Wir sind Sachsen-Anhalt: engagiert und weltoffen!“, die Organisation »Campact steckt gezielt 310000 Euro in Werbung« zugunsten der Grünen und der SPD, um eine AfD-Alleinregierung zu verhindern, und die Initiative „Taktisch Wählen 2026“ verfolgt dasselbe Ziel. »Das Bistum Magdeburg startet unter dem Motto „Bewusst wählen“« eine Initiative, die Menschenwürde, Nächstenliebe und Solidarität predigt, während ein Bündnis aus Kultureinrichtungen die »Kampagne „Stolz auf Vielfalt“« ausruft. Migrantenverbände haben für den 26. August zum „Streik gegen Rassismus und Ausgrenzung“ und zu einer Kundgebung vor dem Landtag in Magdeburg aufgerufen, wie der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt mitteilte. Die AfD schüre Rassismus, indem sie Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete und Menschen unterschiedlicher Herkunft für sämtliche gesellschaftlichen Probleme verantwortlich mache und damit Angst erzeuge. Migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg und anderen Städten planten deshalb an jenem Tag freiwillige Betriebsschließungen von 10 bis 15 Uhr. Die Organisatoren legten »in einer Pressemiteilung« ihre Absicht mit einem Satz offen, der die moralische Erpressung auf die Spitze treibt.

„Wir schließen heute unsere Türen, damit sich morgen nicht die Türen zu einer freien und demokratischen Gesellschaft schließen.“

Man wolle in einer Gesellschaft leben, in der Herkunft nicht darüber entscheidet, wer dazugehört, und Menschenwürde, Gleichberechtigung sowie gesellschaftliche Zugehörigkeit seien nicht verhandelbar. Diese geballte Flut an Initiativen entlarvt sich als Versuch unelected Kräfte, den Wähler mit moralischen Hammerschlägen zu erziehen und jede Unzufriedenheit sofort zum Beweis einer existenziellen Gefahr umzudeuten.

Die große Promi-Kampagne unter dem Deckmantel angeblicher Heimatliebe

Im Zentrum steht »der Verein „Mehr als uns trennt“«, der sich selbst als unabhängig und überparteilich bezeichnet und die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist“ gestartet hat.

»Er versammelt Akteure aus Sport, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft«, darunter die Schauspieler Sandra Hüller, die für ihren Film „Anatomie eines Falls“ für einen Oscar nominiert wurde, Christian Friedel, Anna Schudt und Max Simonischek, den Vizepräsidenten des SC Magdeburg René Bethke, den Getec-Gründer und CDU-Politiker Karl Gerhold, der frühere Leiter der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts und Geschäftsführer der Getec-Gruppe ist, den Archäologen Harald Meller, die ehemalige Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal Anne Lequy sowie den Teamchef des BMW-Motorsportteams Torsten Schubert.

»Der Verein hat Spenden gesammelt, eine Multimedia-Kampagne entwickelt und plant eine Tour« mit einem Bus durch Sachsen-Anhalt, bei der Menschen eingeladen werden, den Satz „Wahre Heimatliebe ist …“ zu vervollständigen. Mit Plakatmotiven soll aufgezeigt werden, welche Konsequenzen eine Umsetzung des AfD-Wahlprogramms hätte, etwa Kürzungen in der Pflege oder der Kunst, Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben.

Der Verein wird dabei aus dem AfD-Programm zitieren, in dem die Partei angibt, den wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene De-Industrialisierung stoppen und einen wirtschaftlichen Aufschwung sowie einen Re-Industrialisierungsprozess einleiten zu wollen, lässt aber unklar, was das konkret mit Sachsen-Anhalt zu tun hat. Man wolle »die Heimat nicht denen überlassen, die hetzen und spalten«, und sich dafür einsetzen, dass Menschen über Milieus und Meinungen hinweg im Gespräch bleiben. Der Verein ruft dazu auf, eine Partei der Mitte zu wählen, und übernimmt damit eine überwiegend von linken Politikern genutzte Wortwahl. Die Bürgerinnen und Bürger sollten am 6. September von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und mit ihrer Stimme für eine „demokratische Partei“ Verantwortung für die Zukunft Sachsen-Anhalts übernehmen. »Der Verein formuliert gegenüber WELT« seine zentrale Warnung mit dringenden Worten, die die angeblichen Folgen in den Mittelpunkt rücken:

„Sollte die AfD bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit erreichen und den Ministerpräsidenten stellen, hätte das gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen – nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern weit darüber hinaus.“

Diese Mahnung steht im direkten Widerspruch zu den realen Zuständen, die die AfD in den Umfragen nach oben getrieben haben, und entlarvt die Kampagne als Versuch, den Wähler von den tatsächlichen Problemen abzulenken.

Lächerliche Eiferer machen sich zu den besten Wahlkampfhelfern der AfD

Ausgerechnet »in der einst konservativen „WELT“ findet sich nun dieser wohlwollender Bericht« über diese Möchtegern-Prominente, von denen viele ihre eingebildete Bedeutung dem Zwangsgebührensystem verdanken und die nun „Heimatliebe“ predigen.

Bis vor kurzem, genauer gesagt bis zum Wachküssen durch die AfD, galt Heimatliebe in diesen Kreisen noch als Schimpfwort, als reaktionär, Nazi und faschistisch, während man „Wir sind bunt!“ skandierte. Mit der Linken, die identisch mit der Diktatur-Partei SED ist, scheinen sie hingegen keinerlei Problem zu haben. Die Besessenheit, mit der die dem Zeitgeist Verfallenen die AfD als Inbegriff des Bösen sehen und in die Rolle von Sittenwächtern schlüpfen, macht sie lächerlich und zu den besten Wahlkampfhelfern der AfD. »Der Spiegel erklärte den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund« zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“, woraufhin »Siegmund die Cover wie ein Popstar signierte«. Die Kommentare unter dem wohlwollenden Artikel verraten jedoch, was die Menschen wirklich denken, »wie Reitschuster berichtet« und ein besonders klarer Kommentar bringt die tatsächliche Bedeutung von Heimatliebe auf den Punkt.

„Heimatliebe ist – dass sich Frauen am Abend wieder allein auf die Straßen trauen – dass man wieder ohne Angst davor, abgestochen zu werden, in einen Zug steigen kann – dass Kontrolleure in Bus und Bahn nicht mehr Angst haben müssen totgeprügelt zu werden – dass verurteilte Straftäter abgeschoben werden, anstatt frei herumzulaufen, voll alimentiert mit Bürgergeld und allen Extras – dass die deutsche Staatsbürgerschaft nicht an jeden Dahergelaufenen verschleudert wird, der auf unsere Werte spuckt Das alles und viel mehr ist Heimatliebe, ihr gratismutigen Laiendarsteller und Z-Promis.“

Weitere Kommentare zeigen Plakate mit abrissreifen Brücken, Schlangen vor dem Arbeits- und Sozialamt, Städten voller Kopftücher, den Opfern terroristischer Attentate, gestiegenen Lebenshaltungskosten wie den Spritkosten, den Mauertoten als Erinnerung an den letzten Sozialismus, kaputten Schultoiletten, den Steuergeldern sämtlicher NGOs und den Summen von Steuerverschwendungen und fragen, wo man spenden könne. Andere verlangen einfach vernünftige Politik, damit die Menschen selbst denken können und kein betreutes Wählen benötigen, und fragen, was diese sogenannten Prominenten eigentlich qualifiziert, den im realen Leben stehenden Normalbürger zu beraten, nämlich nichts, denn sie leben größtenteils von Steuergeldern.

Auch die Kirchen mischen mit und ähneln Jägern, die ihren eigenen Schatten für das Wild halten. Je panischer sie um sich schießen, desto mehr Gespenster erschaffen sie und sichern sich so ihren weltlichen Auftrag der politischen Säuberung. Wer nur noch mit dem Hammer der Moral hantiert, für den wird jede gesellschaftliche Unzufriedenheit sofort zum Nagel.

Die zweite, nicht gewählte, Macht und das amerikanische Desaster als Vorbild

Sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern ringen längst nicht mehr nur Parteien um die Macht. Hinter ihnen ist eine zweite politische Macht entstanden, sogenannte Nichtregierungsorganisationen (NGOs), von denen viele im Dunstkreis der Regierungen stehen und die niemand gewählt hat. Sie nehmen Einfluss auf Wahlen mit Millionen aus Spenden und möglicherweise zumindest indirekt durch Steuergelder, versuchen den Wählerwillen in ihrem Sinne zu manipulieren und tun so, als täten sie all das für die Demokratie.

Dabei untergraben sie die Fairness demokratischer Wahlen und erzeugen Ekel, weil sie sich mit viel Geld einmischen. Die Mobilisierung gegen die AfD zeigt deutliche »Parallelen zum Wahlkampf in den Vereinigten Staaten vor zwei Jahren«. Damals stellten sich zahlreiche Prominente auf die Seite von Kamala Harris und Tim Walz, um eine erneute Wahl von Donald Trump zu verhindern. Neben den Hollywoodstars Kerry Washington und Tony Goldwyn gehörten auch Mindy Kaling, Eva Longoria und Oprah Winfrey zu den Unterstützern der Demokraten. Dutzende Sänger, Schauspieler und andere Prominente traten bei Kundgebungen auf, organisierten Zoom-Konferenzen und virtuelle Veranstaltungen und sammelten Spenden für die Demokraten.

Genützt hat das am Ende bekanntermaßen nichts. Ein Glück nur, dass die heutigen Akteure im Gegensatz zu den Eiferern von einst auf körperliche Folter oder öffentliche Pranger verzichten und es bei Bustouren, Plakaten und Werbekampagnen belassen. Gemessen an historischen Abgründen wirken die heutigen politischen Erziehungsversuche wie eine fast harmlose Variante, das zugrundeliegende Muster bleibt jedoch dasselbe.

Das Volk lacht über die Darsteller und behält seinen Verstand

Doch während Prominente, Organisationen und Medien im Dauerfeuer der Betroffenheit rotieren und eine Kampagne nach der anderen ins Feld führen, durchschauen immer mehr Menschen das Motiv hinter der moralischen Dauerbeschallung. Die Zunahme politischer Erziehungsversuche entlarvt nicht die Gefährlichkeit des Gegners, sondern vielmehr die Panik jener Netzwerke, die ihre angestammte Macht, Deutungshoheit und staatliche Versorgungsstrukturen schwinden sehen.

Am Ende wird sich der mündige Bürger weder von prominenten Begleitmusikern noch von betreuten Wahlaufrufen bevormunden lassen. Er blickt gelassen auf die Inszenierung, zieht seine eigenen Schlüsse aus der realen Lebenswirklichkeit und setzt am Wahltag schlicht und eigenständig sein Kreuz nach eigenem Verstand.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

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