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Kinderfeindliche Gesellschaft
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Die kinderfeindliche Gesellschaft

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Politische Anbetung unter roter und schwarzer Flagge
Wenn Paragrafen zu Waffen werden
Spaltung von außen
Alle beschweren sich über den demografischen Wandel — aber wirklich etwas dagegen unternehmen will offenbar niemand.
Zusammengefasst

Ein Beitrag von Felix Feistel, zuerst erschienen bei »Manova«.

Seit Jahrzehnten wird die demografische Krise an die Wand gemalt: Zu wenige Kinder werden geboren, und die Gesellschaft überaltert. Allerdings scheint keine Regierung wirklich gewillt zu sein, etwas an dieser Situation zu ändern. Denn die Ursachen dafür wurzeln tief in der Struktur der westlichen Industriegesellschaften, die Kinder zu einer Bürde degradieren und sie lediglich als Ressource und Absatzmarkt betrachten. Hinzu kommen ideologische Überzeugungen, die Kinder gar zu einem Schaden für die Welt erklären. Alles in allem hasst unsere moderne Gesellschaft Kinder.

Schon seit Jahrzehnten wird der demografische Wandel skandalisiert. Die Bevölkerungspyramide dreht sich um; in Deutschland steht sie beinahe auf dem Kopf, so sagt man uns schon seit langer Zeit. Das bedeutet im Klartext: Es gibt zu viele alte Menschen auf zu wenig Junge im arbeitsfähigen Alter. Auf diese Weise wird die Belastung mit Sozialkosten für die Jungen immer größer, die Renten sinken, und das Renteneintrittsalter muss steigen. Wer in Zukunft die heute jungen Menschen einmal finanzieren soll steht vollkommen in den Sternen. Wie in allen sogenannten entwickelten Staaten, werden auch in Deutschland zu wenige Kinder geboren, um diesem Trend entgegenzuwirken – ein Trend, der »durch die Coronaspritzen noch verschärft« wurde. Denn die Spritze führte zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten – und das wohl dauerhaft.

»Im Jahr 2023 lag die Geburtenrate bei 1,35 Kindern pro Frau«, in den ersten zehn Monaten 2024 sank diese Rate um weitere 2,2 Prozent, nachdem sie bereits 2023 um »6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken war«.

Damit haben wir bereits den ersten Aspekt des Geburtenrückgangs identifiziert. Aufgrund einer Krankheit, die selbst nach RKI harmloser als die saisonale Grippe war, die ganz und gar keine gefährliche Pandemie darstellte, und die besonders für junge Menschen in der Regel harmlos war, hat man jungen Menschen, auch Schwangeren, giftige mRNA-Substanzen injiziert und damit sehenden Auges – denn die Gefahr für Ungeborene und zukünftige Schwangerschaften war den Herstellern bekannt – Tausende, wenn nicht gar Millionen ungeborener Kinder getötet und junge Frauen unfruchtbar gemacht.

Es ist also kein Wunder, dass die Geburtenrate 2023 und 2024 so stark eingebrochen ist.

Hier haben wir es mit Massenmord an Ungeborenen zu tun – und nebenbei bemerkt auch an erwachsenen Menschen und Kindern, denen man rücksichtslos diese Spritze aufgezwungen hat. Auch diese Menschen fallen dann als zukünftige Eltern, aber auch als Einzahler in das Rentensystem weg – der Kollaps des ökonomischen und sozialen Systems nicht nur Deutschlands, sondern aller Industriestaaten ist absehbar.

Doch die Geninjektionen sind vielleicht nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Denn schon davor waren in allen Industriestaaten die Geburtenraten rückläufig. Und das zu erklären, ist eigentlich sehr simpel. Denn der ökonomische Druck, der auf heranwachsende Menschen ausgeübt wird, macht es für diese schlicht unmöglich, Kinder in die Welt zu setzen. Denn der primäre Fokus der Menschen liegt auf Arbeit und Karriere. Hier muss man sich erst einmal in langen Ausbildungsjahren den richtigen Stand erarbeiten, um dann — so die Vorstellung — irgendwann in ferner Zukunft das Geld für Kinder zu haben. Denn Kinder kosten Geld. Und dieses Geld muss man erst einmal haben.

Das bedeutet: Es ist überhaupt erst notwendig, eine stabile, ökonomische Basis zu erreichen, auf der man sich Kinder dann leisten kann. Und diese zu erreichen, dauert, je weiter der Kapitalismus in seinem Endstadium voranschreitet, immer länger.

Junge Menschen finden sich lange in unterbezahlten und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen wieder, die keine Planbarkeit für die Zukunft erlauben.

Der Staat greift hier nur bedingt unter die Arme, und stets sind es die Leistungen für Eltern und Kinder, an denen auch zuerst gespart wird, wie die neue Bundesregierung einmal mehr »unter Beweis stellt«. Nicht nur lastet er den jungen Menschen große Steuer- und Sozialabgabenlasten auf, er hat auch nur wenig für junge Eltern übrig. Denn klar gibt es Kindergeld, aber davon ein Kind tatsächlich zu versorgen, ist schlicht unmöglich. Hinzu tritt das Elterngeld, das sich aber am Einkommen des jeweiligen Elternteiles orientiert. Und wenn dieses aufgrund der ökonomischen Umstände eben gering ist, dann fällt auch das Elterngeld entsprechend gering aus. Gewährt wird es ohnehin nur wenige Jahre. Dann, so die Vorstellung, können die Eltern ja wieder ganz normal arbeiten gehen und das Kind in Krippe und Kindergarten abschieben.

Damit kommen wir zum nächsten Punkt der kinderfeindlichen Gesellschaft. Denn Kinder brauchen – vor allem in den ersten drei Jahren – ihre Eltern, insbesondere ihre Mutter. Sie zu trennen und die Kinder in den Kindergarten oder die Krippe abzuschieben ist ein sicherer Weg in die frühkindliche Traumatisierung. Das soll keine Verurteilung derjenigen Eltern bedeuten, die schlicht nicht anders können, als genau das zu tun. Stattdessen liegt hier ein Systemfehler vor, der Kinder zielsicher traumatisiert. Diese Traumatisierung geht dann in den Schulen weiter. Hier werden Kinder nach militärischen Erfordernissen gedrillt — denn genau aus diesem Grund sind die staatliche Schule und die Schulpflicht entstanden. Die Schule sollte gehorsame Untertanen und fähige Soldaten erziehen, Untertanen für den ehemals preußischen Staat. Dieser Staat nutzte die staatliche Schule zudem dazu, in den östlichen Provinzen im heutigen Polen und Kaliningrad, den Menschen ihre Zugehörigkeit zu ihrer jeweiligen Heimat auszutreiben und sie zu preußischen Nationalbürgern zu erziehen.

Schule dient also hauptsächlich der Indoktrination und Unterwerfung der Kinder.

Dabei setzt sie auf traumatisierende Methoden der schwarzen Pädagogik. Dazu gehören die Unterwerfung unter den Willen der Schulbehörde in Gestalt des Lehrers, die ständige Bewertung, die auch durch psychische Gewalt durchgesetzte Unterdrückung der eigenen Impulse und Antriebe der Kinder, sowie der Zwang zum Stillsitzen und zum Einverleiben der von außen aufgezwungenen Unterrichtsinhalte. Auf diese Weise wird Kindern ihre eigene, natürliche Neugier, ihr Wille und ihre Bereitschaft zu lernen zerstört, sie werden zu psychisch von Autoritäten und deren Bewertung abhängigen Menschen degradiert — und damit zu guten Arbeitern, willigen Konsumenten und nützlichen Soldaten.

Im unterschiedlichen Maße gebrochen werden diese Menschen dann auf die Arbeitswelt losgelassen, wo die meisten keine Aussicht mehr haben, eine irgendwie geartete Sicherheit zu erreichen oder auch nur einen halbwegs angenehmen Lebensstandard, den noch ihre Eltern erreichen konnten. Und dann wundert man sich, dass diese Kinder selbst keine Kinder mehr bekommen wollen.

Denn tatsächlich erleben wir gleichzeitig auch eine »Infantilisierung der Gesellschaft«. Letztlich sind auch viele äußerlich erwachsenen Menschen innerlich noch Kinder — vollkommen abhängig vom Willen und der Bewertung von Vater Staat, dem Arbeitgeber oder anderen Autoritäten — etwa sogenannten „Wissenschaftlern“. Sie können keine Verantwortung für sich selbst und ihr Leben übernehmen, sondern machen sich darin davon abhängig, was andere, etwa „die Nachbarn“ oder „die Gesellschaft“ erwarten, und richten sich danach aus. Im Ergebnis führt das zu einer Unterwerfung unter den ökonomischen Apparat und staatliche Gewalt.

Diese innerlich kindlichen Erwachsenen können aber selbst keine Kinder erziehen — und sollten das auch nicht. Sie werden sich im Zweifelsfall aber auch nie wirklich bereit dafür fühlen, sondern bleiben in einer Art des ewig kindlichen Spiels stecken — in Form eines Strebens nach Geld, Macht und hierarchischer Stellung. Das ganze Wettbewerbs- und Konkurrenzstreben ist im Grunde nichts anderes als die kindlichen Rangkämpfe im Spiel. Hinzu kommt noch ein Bestreben, eine Art Recht auf Abtreibung einführen zu wollen.

Vor allem Pseudofeministinnen, die sich der männlich dominierten Wettbewerbsgesellschaft bereits voll und ganz untergeordnet haben und dabei mehr oder weniger zu Männern geworden sind, fordern, Abtreibung vollkommen zu legalisieren und für alle Frauen einfach zugänglich zu machen.

Einige der Argumente für diese Position sind nachvollziehbar, andere wiederum sind wenig überzeugend. Letztlich läuft es für viele dieser sich links gebenden Aktivistinnen darauf hinaus, die Folgen ihres eigenen rücksichtslosen und unbewussten Verhaltens problemlos beseitigen zu können — anstatt Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, was diese Menschen grundsätzlich eher nicht zu tun bereit sind. Auch hier bleiben sie auf der Stufe des Kindes stecken.

In den vergangenen Jahren ging eine kleine, extremistische Gruppe sogar noch über diesen ohnehin schon pervertierten Feminismus hinaus und strebte gar an, die Geschlechter letztlich abzuschaffen, und damit auch Operationen zur Veränderung des Geschlechtes zu legalisieren und einfacher zugänglich zu machen. Die Folge ist auch hier: Unfruchtbarkeit. Zugleich wurde und wird teilweise noch immer bereits Kindern diese absurde Ideologie eingetrichtert, indem sie in Schulen und Kindergärten vermittelt wird. Damit werden Kinder in ihrem eigenen Sein vollkommen verwirrt, ihnen wird die klare Orientierung genommen, und sie werden damit in die vollkommene Unsicherheit gestürzt — mit schweren Folgen für ihre Entwicklung. Man darf gerade die ersten sechs Jahre der Kindheit nicht unterschätzen, denn das, was das Kind in dieser Zeit lernt, prägt es für sein ganzes Leben.

Auch wurden Kinder immer wieder zur Belastung erklärt. Die einen sehen Nachwuchs als eine Belastung für das Klima.

Kinder, so die Überzeugung, seien extrem klimaschädlich. Wer auf ein Kind verzichte, tue daher mehr für das Klima, als jeder, der auf Flugreisen verzichtet. Von daher verzichtet eine kleine, ideologisch verkorkste Minderheit zugunsten ihrer Flugreisen auf das Kinderkriegen.

Für die anderen, vor allem Frauen, wiederum ist das Kind ein Hindernis in der eigenen Selbstentfaltung. Die Selbstentfaltung wurde ideologisch mit der ökonomischen Selbstverwertung gleichgesetzt und macht daher lediglich Karriere und Business zum Ziel der eigenen Persönlichkeit und individuellen Entfaltung. Und hier steht ein Kind natürlich im Wege, da ein Kind die Frauen dazu zwingen würde, ihre Karrierebestreben zu pausieren. Daher wird zugunsten des ökonomischen Leistungszwangs und der vermeintlichen Selbstentfaltung auf das Kind verzichtet.

Hier ist auch der mediale Hype um das „regretting motherhood“-Phänomen zu verorten. Frauen, die Kinder bekommen haben, stellen plötzlich fest, dass dies ihr Karrierestreben beeinträchtigt hat, und bereuen daher ihre Kinder. Das ist auch die Folge eines strukturellen Problems, nämlich der Postulierung der Selbstentfaltung durch Karriere und die Glorifizierung der eigenen, ökonomischen Ausbeutung als höchsten Wert unserer degenerierten Gesellschaft.

Aus all dem lässt sich nur eines folgern: Unsere postmoderne und durchindustrialisierte Gesellschaft hasst Kinder. Denn an erster Stelle stehen hier Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Leistung und Konkurrenz, gefolgt von Ideologien, die all das im Zweifelsfall noch verschärfen. Unsere Gesellschaft hat nichts übrig für die natürlichen Bedürfnisse und Anforderungen von Kindern, aber auch jungen Eltern, sondern setzt auch sie dem ökonomischen Konkurrenzdruck aus und hält sie zudem in einem Zustand permanenter Kindlichkeit. Zudem zwingt sie den Menschen immer neue Gifte und schädliche Einflüsse auf – etwa Geninjektionen, aber auch Zusatzstoffe im Essen, Pestizide und elektromagnetische Strahlung, welche die Fruchtbarkeit verringern und die Entwicklung von Kindern stören.

Schon ganz junge Kinder werden außerdem mit allen möglichen Impfungen traktiert – und damit für ihr Leben geschädigt. »Denn schon die klassischen Impfungen« haben nicht nur keinen Nutzen, »sondern schädigen die Kinder enorm« – mit Folgen wie Autismus, Autoimmunerkrankungen und Tod. Kinder sind in dieser Rechnung nichts weiter als Konsumenten von Pharmaprodukten — und das für ihr ganzes Leben. Auch der Wert der Kinderkrankheiten als entwicklungsfördernd wird bei der Impfmanie vollkommen unterschätzt — was wiederum ein Grund für die Infantilisierung der Gesellschaft sein könnte.

Unsere Gesellschaft hasst Kinder also, sieht sie bestenfalls als Ressource und Absatzmarkt, und tut nur wenig, um junge Eltern zu fördern und ihnen unter die Arme zu greifen.

Kinder werden in ihrer Entwicklung überall behindert und gestört, um sie zu willigen Untertanen zu machen. Dafür werden sie für ihr ganzes Leben schwer traumatisiert. Dass die Geburtenrate also immer weiter sinkt, ist keine Überraschung. Niemand will sich die Bürde des Nachwuchses wirklich antun. Denn Kinder werden lediglich als Belastung empfunden — entweder ökonomisch, für das Klima oder die eigene Selbstentfaltung.

Dagegen könnte man sehr schnell Maßnahmen ergreifen, etwa die Unterstützung für junge Eltern erhöhen, die Elternzeit verlängern, sodass die Kinder so lange wie nötig bei ihren Eltern bleiben können, und den Ruf der Elternschaft und der Kinder verbessern – etwa indem die schwachsinnige Klimaideologie oder die menschenfeindliche Transideologie beendet werden. Zudem müsste das Bildungssystem reformiert – eher revolutioniert – werden, sodass die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt stehen, und aus Kindern verantwortungsvolle, aber auch selbstbewusste Erwachsene werden. Auf diese Weise könnte man eine Gesellschaft erschaffen, welche echte Probleme tatsächlich angeht, Ideologien überwindet und das Leben in den Mittelpunkt rückt, anstatt die Profite einiger Weniger. Danach sieht es aber derzeit nicht aus.

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Felix Feistel, Jahrgang 1992, studierte Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht. Schon während seines Studiums war er als Journalist tätig; seit seinem Staatsexamen arbeitet er hauptberuflich als freier Journalist und Autor. So schreibt er für »manova.news«, »apolut.net«, die »freie-medienakademie« sowie auf seinem eigenen Telegram-Kanal. Eine Ausbildung zum Traumatherapeuten nach der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und -therapie (IoPT) erweiterte sein Verständnis von den Hintergründen der Geschehnisse auf der Welt.

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5 Antworten

  1. Ich stimme Felix Feistel zu wie er die demographische Entwicklung beurteilt, aber er stützt vorbehaltlos das herrschende Dogma der staatlichen Sozialkassen und des Rentensystems. Ich sehe das anders. Die umlagefinanzierte Rente gehörte in dieser Demographie ehestmöglich abgeschafft, das ist meine Meinung.
    Bei Formulierungen wie „Massenmord and Ungeborenen“ mag ich auch nicht mitgehen, das finde ich unseriös.
    Einerseits deutet der Autor Kritik an dem Dogma der Ökonomisierung der Gesellschaft an, repetiert aber dann auch das Klischee, junge Menschen könnten sich Kinder aufgrund der wirtschaftlichen Umstände nicht mehr leisten. Das sind linkspopulistische Bilder. Sozialhilfeempfänger leben heute objektiv luxuriöser als Vollerwerbstätige vor 50 Jahren, und zwar in absoluten Begriffen, nicht nach relativen Maßstäben. Dickleibigkeit gilt hierzulande nun als Armutsrisiko, das ist einmalig in der Menschheitsgeschichte. Nein, es fehlt nicht an Kindern, weil die Menschen mittellos sind. Im Gegenteil.
    Der Autor schließt zu meinem Entsetzen seinen Aufsatz sogar mit Forderungen nach noch mehr staatlicher Alimentierung von jungen Familien („Unterstützung für junge Eltern erhöhen“, „Elternzeit verlängern“).
    Ich denke, sämtliche Kritikansätze von Felix Feistel an unserem Regime (Corona- und Impfideologie, Klimaideologie, Transideologie, Bildungssystem) versanden in der Bedeutungslosigkeit, solange auch er die sozialistische Fackel hochhält, in welcher es der Staat sein müsse, der Eltern „unter die Arme greifen“ und bessere Rahmenbedingungen für Familien schaffen sollte, in welchem „die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt stehen“.
    Ich finde, der Staat sollte sich aus den Familien raushalten. Es sollte nicht der Staat sein, der nach ideologischer Wetterlage und Lobbyeinfluss beschließt und durchsetzt, was nun berechtigte Bedürfnisse von Kindern seien und wie diese durchzusetzen wären. Das sollte alleinig den Familien selbst überlassen sein.
    Felix Feistel kritisiert völlig zu Recht die zunehmende Infantilisierung der Gesellschaft, fordert aber selbst noch mehr staatliche Betreuung und Umlage. Das halte ich für nicht schlüssig und für zu infantil und bequem. Selbstverantwortung hieße doch, nicht immer auf eine Betreuung und Versorgung durch den „nun endlich richtigen‘ Staat zu warten, sondern selbst zu denken und zu handeln.

  2. Auch ich stimme Feistel nur in ganz wenigen Punkten zu. Dem Vorkommentator Moon aber auch nur etwas. Vor 16 Jahren veröffentlichte Thilo Sarrazin seine präzise Problembeschreibung „Deutschland schafft sich ab“.
    Damals kalkulierte ich grob, dass man für jährlich 50 Mrd. € die Demografie hätte rumreissen können. Heute weiss ich, dass nicht die Gesellschaft kinderfeindlich ist, und auch Deutschland sich nur bedingt selbst abschafft, es wird abgeschafft! Die Player sind dabei aber keine Teile der Gesellschaft, dort finden sich nur blinde Trottel und nützliche Idioten. Ich für meinen Teil habe genau deshalb drei Kinder mit meiner Frau, die wir selbst erziehen. Vielleicht ist es hier bald nicht mehr auszuhalten. Dann gehen wir, denn wir sind keine Büttel und Sklaven. Wer sich von der Umwelt den Sinn des Lebens, Kinder zu haben(!), nehmen lässt, ist fürwahr überflüssig.

  3. Meinen Glückwunsch zu Ihrer Familie, Kai, und danke für Ihren Kommentar, welcher mir zahlreiche Rätsel aufgibt. Vermutlich, weil auch ich ein „blinder Trottel“ oder „nützlicher Idiot“ bin. Bitte teilen Sie mit Ihren Lesern nicht nur Polemik, sondern lassen Sie uns doch auch an Ihren Erkenntnissen teilhaben. Wie hätte „man für jährlich 50 Mrd. € die Demografie“ rumreissen können? Sie meinen damit vermutlich auch Staatsgeld, also staatliche Umverteilung, richtig? Wie hätte man mit immer noch mehr sog. „staatliche Familienförderung“ die Geburtenraten hier erhöhen können? Ist es nicht so, dass es in den meisten Ländern, in welchen es noch hohe Geburtenraten gibt, überhaupt keine staatliche Familienförderung gibt? Ist es denn nicht vielmehr so, dass die Geburtenraten überall mit zunehmendem materiellen Wohlstand sinken? Und wie könnte man Deutschland abschaffen? Und wann wäre das schlecht? Deutschland ist eine juristische Gebietskörperschaft auf der Landkarte, nicht mehr und nicht weniger. Die DDR wurde wirklich abgeschafft, indem das Gebiet 1990 formal in BRD umbenannt wurde. War es schlimm, dass die DDR abgeschafft wurde? Die Menschen auf dem Gebiet blieben die Gleichen, die neue Regierung brachte bloß zwischen Treuhand und Kapitalismus neue Vor- und Nachteile. Dafür hätte das Gebiet nicht umbenannt werden müssen. Böhmen wurde 1945 aufgelöst, kurze Zeit später änderte sich aber auch die Bevölkerung. Das ist doch ein großer Unterschied, ob sich nur der Name ihrer Straße ändert, oder ob Sie mit Gewalt aus ihrem Haus vertrieben werden. Und wenn in die Wohnung nebenan neue Bewohner einziehen, nachdem die alten Bewohner kinderlos verstorben sind, dann wurden die alten Nachbarn auch nicht von jemand anderem „abgeschafft“, sondern sie sind von selbst gegangen. Nochmals Glückwunsch an Ihre Frau und Sie zu Ihren drei Kindern. Bitte verlassen Sie dieses Gebiet hier nicht, sonst wird es hier tatsächlich noch kinderfeindlicher.

  4. «No kids»-Ferien boomen in der Schweiz. Offene Diskriminierung oder ein Geniestreich..?!?
    WIR HABEN ÄHNLICHE PROBLEME in unserem kleinen Land – Gruß aus der SCHWEIZ..!
    Wir müssen mehrere Perspektiven haben
    01. Die Gesellschaft im Niedergang ist von Stereotypen betroffen, die ihre Entwicklung bewerten. Aus diesem Grund versucht die Gesellschaft, sich so weit wie möglich von Kritik und Schuldzuweisungen fernzuhalten. Schließlich fehlt es Europa an einer jungen Bevölkerung, die Kinder haben möchte.
    02. Das Rechnungsargument für dieses Modell macht es attraktiver und kostspieliger für einen großen Sektor mit nicht so vielen aktuellen Ressourcen.
    03. es müssen strenge politische Maßnahmen ergriffen werden, damit die Bevölkerung begreift, dass sie eine Generation der Erleichterung und des Bewusstseins haben muss, dass die Jugend vergeht. Und in der letzten Phase des Lebens eines jeden Einzelnen ist die Nachhaltigkeit der Familie gefragt…
    Autor sagt Dankeschön
    Franklin Sierra / Forscher der Gesellschaft im Niedergang.

    Unsere Meinung:
    Eine Gesellschaft, die bereits jetzt massive Umbrüche bewältigen und Krisen meistern muss und dabei demokratisch stabil bleiben will, braucht Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich haben. Kinder sind kein Luxus, sie sind die Essenz einer Gesellschaft, die überhaupt eine Zukunft haben möchte. Insofern können wir uns Kinderfeindlichkeit eigentlich gar nicht leisten. Nur leider ist sie heute – zum Teil auch politisch gewollt – einfach noch zu lukrativ. Das wirklich klar zu benennen und zu kritisieren ist neben der Analyse dessen, was in Deutschland gerade schief läuft, meiner Meinung nach essentiell. Nathalie Klüvers Buch ist ein erster Schritt dazu. Bei der Analyse und dem Appell allein darf es aber nicht bleiben…

    BUCH ZUM THEMA:
    Nathalie Klüver: „Deutschland, ein kinderfeindliches Land? Worunter Familien leiden und was sich ändern muss“, Kösel-Verlag, 18,00€ (ISBN: 978-3-466-37291-1).

    Herzliche Grüße
    Ihr und Euer
    Georg & Team

  5. Habe drei Kinder und ein Enkelkind. Ich hätte mich über weitere Enkelkinder gefreut.
    In meinem Lebensentwurf waren Kinder vorgesehen und gewünscht. Für viele Frauen evtl., wenn der richtige Partner kommt oder bei manchen Frauen waren Kinder grundsätzlich ausgeschlossen. Warum? Das Erleben der eigenen Kindheit, die Verantwortung oft alleine zu tragen, wie es die Mutter gemacht hatte. Die eigene berufliche Entwicklung war wichtig und die Arbeitswelt hat trotz Gesetze und Rahmenbedingungen wenig Unterstützung gewährt.
    Arbeit/ Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen ist eine große Anstrengung.
    Getrennte Familien und die eigene Entwicklung, alles ist schwer unter zu bringen, wenn dann noch die Finanzen knapp sind.
    Vorbilder und Unterstützung sind oft nicht in der Nähe zu finden.
    Ich habe in meinem Mutterleben und Arbeitsleben viele Facetten erlebt/ erfahren, ohne einen eigenen Kompass und Ziel verliert sich die Kraft.
    Kinder brauchen Zeit, Kinder wollen gesehen und geliebt werden, das braucht Zeit, Kraft und Geld. Wie kann ohne Vorbereitung von Lebensplanung das so gut gelingen, dass das Leben mit Kindern eine Freude ist, die Schulzeit ohne Druck und Stress , jedoch mit Freude und Zukunftspläne gelingt?
    Da braucht es die Unterstützung! Wo kommt diese Unterstützung her, wer leistet sie?
    Die Verantwortung von jedem Menschen seinem Kind, seinen Kindern über viele Jahre helfen groß zu werden, die Verantwortung zu tragen und das mit Freude.
    Wenn alle Menschen zusammen etwas großzügiger und gelassener sind, mit Humor die schwierigen Momente nehmen oder ertragen kann ein schönes Klima schaffen.
    Nicht jammern, sondern sehen, was kann ich selbst in diesem Moment mit meinem kleinen Beitrag/ Aufmerksamkeit schenken, damit es dem Gegenüber leichter wird?

    Hat der Autor Felix Ferstel Kinder?

    Ja, es tut weh, dass so wenige Kinder geboren werden, wir dürfen darüber sprechen und nachdenken wo es hätte anders sein können.
    Meine Sicht ist auch „Leben mit Kindern“ und nicht „Leben für Kinder“.
    „Leben für Kinder“ hat viele Eltern enttäuscht, das bekomme ich auch vermittelt, dann kommt der Vorwurf von Undankbarkeit. Die Eltern hatten doch alles getan…… und mit großen Erwartungen ihre Kinder belastet.

    Auch spüre ich, dass die Generationen auseinander driften. Die Erfahrungen werden sind alt/ überflüssig und unerwünscht. Nicht überall, aber auch.

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