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Der kalte Strahl der Staatsgewalt
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Netzfund | 𝕏

2020 Wasserwerfer in Berlin: Nur Beregnung, also heul nicht

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Zustand der Politik in Deutschland
Markus Haintz
Frankreich im Niedergang
Friedliche Menschen standen unter Beschuss, während Politiker und Medien sie diffamierten. Die Absurdität und Brutalität der Maßnahme offenbarten, dass Bürgerrechte nur Störfaktoren im Machtspiel waren.
Zusammengefasst

Fünf Jahre nach dem 18. November 2020. Das Bild der Wasserwerfer hat sich in die kollektive Erinnerung eingebrannt. Es war der Tag, an dem der Staat seine Bürger mit eiskaltem Wasser traktierte, um Proteste gegen das Infektionsschutzgesetz niederzuringen.

Tausende hatten sich vor dem Reichstag versammelt, ein bunter Mix aus Querdenkern, Konservativen, Kritikern, Friedensbewegten, Esoterikern und vor allem normalen Familien mit Kindern, die um ihre Grundrechte bangten. Sie skandierten Frieden, Freiheit, Demokratie, schwenkten Herzchen-Luftballons. Medien diffamierten sie als Reichsbürger-Horde, doch das entpuppte sich als blanker Unsinn. Der Bundestag hatte sich abgeriegelt, um die Mini-Debatte ohne Störung durchzuziehen, während 2000 Beamte aus neun Bundesländern anrückten, gepanzerte Fahrzeuge der Bundespolizei positionierten und die WaWe 10 von Rosenbauer mit laufenden Motoren bereitstellten. »Diese Monster«, vom Bundesinnenministerium bestellt, maßen gut zehn Meter Länge, 3,70 Meter Höhe, verfügten über einen 408-PS-Motor und einen 10000-Liter-Tank, der mehrere Tausend Liter pro Minute bei 20 Bar spuckt, abschwächbar je nach Situation, etwa bei Älteren oder Kindern.

»euronews YouTube«

Zynische Verniedlichung als Waffe

Polizeisprecherin Anja Dierschke verharmloste den Einsatz als sanfte Beregnung, was nach harmloser Gartenpflege klang, doch in Wahrheit prasselte bei unter fünf Grad Celsius Temperatur ein brutaler Strahl auf die Menge nieder, der Augen brennen ließ und Kleidung in Sekunden durchnässte.

Die Polizei postete ebenfalls spöttisch von Beregnung, ein Ton, der in keiner Demokratie Platz haben sollte und der die Betroffenen verhöhnte.

Screenshot »Polizei Berlin | 𝕏«

Innensenator Geisel rechtfertigte die Maßnahme mit angeblichen Regelbrüchen und dem Ziel, zum Reichstag vorzudringen, doch Augenzeugen vor Ort, hinter Absperrungen positioniert, bestätigten durchweg Friedlichkeit ohne derartige Absichten. Der Strahl war schwenkbar, das Wasser verursachte höllisches Brennen, dennoch hielt die Menge stand und trotzte der Willkür. Andreas Geisel (SPD), Berlins Innensenator 2020, erklärte, der Wasserwerfereinsatz gegen die Proteste der Corona-Maßnahmenkritiker sei notwendig gewesen:

„Erkennbar war das deutliche Ziel der Demonstrierenden, die Regeln zu brechen und zum Reichstag zu kommen. […] Heute hatten wir aber keine andere Wahl als mit diesen technischen Mitteln den Platz vor dem Brandenburger Tor zu räumen.

»Innensenator Andreas Geisel (2020) | DIE ZEIT«

Es habe keinen harten Wasserstrahl gegeben, sondern lediglich „ein Sprühen, um es ungemütlich zu machen“. Dieser bösartige Zynismus erklärt sich nur durch Geisels DDR-Herkunft, ein verbales Spucken ins Gesicht der Durchnässten. Der Einsatz war demonstrativ brutal, unnötig und diente der Einschüchterung, mit Wasserwerfern, die bereits im August des selben Jahres geplant wurden, wie polizeiliche Rücksprachen mit Arbeitsmedizinern enthüllten.

Risiken für die Gesundheit

Die Berliner Polizei erklärte auf Anfrage, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gebe, ob der Einsatz von Wasserwerfern die Ansteckungsgefahr erhöhe. Sie verwies auf Gespräche mit Arbeitsmedizinern aus dem August 2020 und argumentierte, Starkregen drücke Aerosole eher nach unten, wodurch die Übertragung eher sinke. Diese Aussage verwirrte, weil eine Bewertung von Augusthitze mit dem nasskalten November verglichen wurde, obwohl die Unterschiede offenkundig waren. Gleichzeitig räumte die Polizei ein, dass keine wissenschaftliche Entwarnung existierte. Die Entscheidung für den Einsatz wurde dennoch getroffen, obwohl der Staat seit Monaten alles unter das Motto stellte, im Zweifel für die Gesundheit handeln zu wollen.

Die Schlussfolgerung der Polizei, dass der Wasserwerfereinsatz die Ansteckungsgefahr verringern könne, zeigte die innere Absurdität des staatlichen Vorgehens. Wenn eine Regierung bereit war, Menschen im November vollständig durchnässen zu lassen, während sie sie gleichzeitig vor einem Virus schützen wollte, offenbarte sich ein autoritäres Verständnis von Fürsorge. Der Einsatz sollte laut Geisel ungemütlich sein, er war ungemütlich, er war einschüchternd und er war das sichtbare Zeichen dafür, dass Bürgerrechte für die Regierenden nur noch Störfaktoren waren. Dr. David Berger fand deutliche Worte:

»David Berger | 𝕏«

Politische Billigung der Unterdrückung

Die damalige Justizministerin Christine Lambrecht billigte den Einsatz vollumfänglich und forderte den Staat auf, sein Gewaltmonopol zu demonstrieren. Sie erklärte, dass eine Auflösung der Veranstaltung erforderlich sei, sobald Teilnehmer bewusst Regeln wie Maskenpflicht oder Abstandsgebote ignorierten.

„Der Staat muss zeigen, wer in diesem Land das Gewaltmonopol hat. Es kann nicht sein, dass der Staat resigniert, wenn viele Demonstranten kommen, um bewusst die Regeln zu verletzen.“

»Christine Lambrecht | WeLT«

Auch die damalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken, die bereits im Sommer zuvor Demonstranten als Covididioten diffamiert hatte, lobte die Polizei für ihr frühzeitiges und konsequentes Vorgehen. Sie merkte zudem an, dass man, wäre die Lage nicht so ernst, fast von einem Treppenwitz sprechen könnte: Während im Bundestag über mehr demokratische Beteiligung bei Corona-Maßnahmen beraten worden sei, die dem Schutz von Menschenleben dienen sollten, habe die Polizei draußen eine Versammlung mit Wasserwerfern auflösen müssen. Unter dem Vorwand, Freiheitsrechte zu verteidigen, seien dort zahlreiche Rechtsextremisten aufgetreten, die genau diese Demokratie attackiert hätten, Abgeordneten den Zugang zum Parlament habe versperren wollen und für sich in Anspruch genommen hätten, das Volk zu repräsentieren.

„Ich begrüße es, dass die Polizei hier frühzeitig und konsequent zum Schutz von Demokratie und Gesundheit gehandelt hat.“

»Saskia Esken | RND«

Diese Aussagen sind und waren ein Offenbarungseid: Esken zeigte damit, dass jene, die angeblich lautstark die Demokratie verteidigen, im Kern bereit sind, sie für ihre eigenen Machtinteressen zu missbrauchen.

Innere Zerrissenheit der Exekutivorgane

Mitten im Geschehen offenbarten sogar einige ausführende Beamte Entsetzen: Ein Polizist stand mit Tränen in den Augen da, sein Blick sprach Bände, Widerspruch war greifbar, doch Befehle zwangen zur Fügsamkeit. Andere wirkten schockiert, ihre Mimik verriet mehr als Worte. Der Einsatz spaltete die eigenen Reihen, unterstrich die Absurdität staatlicher Gewalt gegen friedliche Bürger. Stunden des sogenannten „Sprühregens“, der unentwegt auf die Menge niederging. »Intern brodelte es«: Fachleute in der Polizeiführung bezweifelten die Angemessenheit, da Verstöße gegen Masken- und Abstandsregeln bloße Ordnungswidrigkeiten darstellten, keine Straftaten, die Zwangsmittel wie Wasserwerfer rechtfertigten, und der Infektionsschutz als Begründung absurd wirkte, weil das Virus sich längst in der dichten Menge hätte ausbreiten können.

Befehle aus dem Innensenat machte den einstigen Freund und Helfer plötzlich zu Handlangern einer Politik, die Grundrechte mit Gewaltmaßnahmen gleichsetzte. Die Absurdität und das totalitäre Potential einer herrschenden Klasse wurden greifbar, als Wasserwerfer, die gegen Linke oder Antifa üblich waren, nun gegen Familien und Normalbürger gerichtet wurden, was die Identität der Polizei als Schutzinstanz untergrub und das Vertrauen in die Exekutive für immer zerstörte.

Vermächtnis eines übergriffigen Systems

Der 18. November 2020 markierte den Tiefpunkt, als der Staat Tausende, darunter über 600 Kilometer Gereiste, mit Kälte und brutaler Niederwerfung konfrontierte. Bilder der herangekarrten Wasserwerfer brannten sich ein, ihr Einsatz nach Durchsagen war unfassbar. Fünf Jahre später stellt sich die Frage nach der Legitimität: Ein System, das Grundrechte suspendiert, Proteste mit Gesundheitsargumenten erstickt und innere Konflikte ignoriert, untergräbt seine eigene demokratische Fassade. Die Herrschenden priorisierten Machtausübung über Bürgerrechte, enthüllten Kontrolle als Kern statt Schutz.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

2 Antworten

  1. Ich wiederhole:
    Mit Ihrer Fünf-Jahre-Obsession der spät aufgewachten Corona-Schockierten, aber weiterhin das uralte Wurzelproblem [W] Ausblendenden, gehören auch Sie noch zu sehr zum Problem. Offensichtlich kritikresistent und vorsätzlich.

    Die im Hintergrund die Fäden ziehende Haupttätergruppe [1] muss mit ihren drei Hauptwaffen Geld + Geschichtsfälschung + Gehirnwäsche beleuchtet und mit ihrer eigenen Forderung konfrontiert werden: Streitkultur ohne tiny.cc/Hirngift (H GROß tippen!).

    Das einzige Redaktionsmitglied, dass sich dazu halbwegs deutlich andeutend aus dem Fenster gelehnt hat, ist RA Christian Moser.
    Haintz.media/author/chris/

    Sie und vermutl. die [halbe] Redaktion scheinen keine Ahnung zu haben, wozu die … [2] fähig ist. Bessere Erinnerungskultur- und Kriegsfotos von und für gesunde Menschenwürdevertreter ohne (vorgetäuschte) Demenz:
    TheGuardian.com/world/gallery/2010/oct/01/protest-germany-stuttgart-21

    Noch eine Erinnerungs- und Anti-MATRIX-Pille passend zu Ihrem Halbwahrheitsartikel: Mikrowellen-Kanone namens Silent Sheriff – EuroTV2012 aus
    Haintz.media/artikel/international/serbien-zwischen-protest-und-geopolitik/#comment-1664

    Und was sonst noch in den Geheimlaboren der Neo-Stasi und Globalistensekte auf uns wartet, weiß auch ich nicht.
    ScienceFiles.org/2025/11/16/zu-viele-tote-uk-regierung-verweigert-veroeffentlichung-von-sterbedaten-der-covid-19-gespritzten/

    Nochmal (gemäß 18. Oktober 2024 in Digitale Zensoren):
    Erst dann, wenn uns der Dr. Josef Schuster vom Zentralrat erlaubt quell- und ergebnisoffen (gemeinsam mit ihm), also _ absolut _ unbeschnitten und unzensiert wie seriöse Kriminalbeamte, darüber nachzudenken (Ermittlungshypothese/Verschwörungstheorie), was C. Kirk, Zombie-Babys (uncutnews.ch/hier-ist-das-neueste-unternehmen-das-genmanipulierte-babys-plant/), die Links-Staat-Waffe Zinseszins und die „Achse des/der Guten“ (USA-Israel) miteinander zu tun haben [könnten], erst dann können systemrelevanter Widerstand, Kurskorrektur, Frieden, Gesundheit, Gerechtigkeit, Rechtsstaat und echte Demokratie entstehen.
    uncutnews.ch/ai-hasbara-israel-investiert-millionen-in-einflussnahme-in-den-usa-und-richtet-sich-dabei-an-evangelikale-in-kirchen-und-chatgpt/

    „Wo man auch hinsieht: Die wertewestlichen Fassaden der einst von Altkanzler Helmut Kohl versprochenen „blühenden Landschaften“ bröckeln an allen Ecken und Enden. Das konnte auch nicht anders kommen im kapitalistischen Krisenzyklus, in dem wir alle sparen, kürzertreten und ackern sollen, um die sporadisch schwächelnden Profitraten der Besitzenden wieder auf Vordermann zu bringen.
    Es bleibt zu hoffen, dass es irgendwann einmal vielen auffällt, dass es [ seit x-hundert Jahren! ] nur darum geht – und man das durchaus ändern könnte.“

    https://rtde.org/meinung/260780-deutschland-36-jahre-nach-mauerfall/

    Und dieses viel zu langsame Auffallen kann man beschleunigen. Nämlich durch Erhöhung des Schmerzpegels für die temporär Zurückgelassenen:
    Haintz.media/artikel/deutschland/deutschland-ein-land-das-seine-besten-vertreibt/

    Seit fast 30 Jahren steht das im zum Himmel stinkenden BRD-Raum:

    „1997 wurde im Prozeß gegen Günter Deckert sogar dessen Verteidiger, Ludwig Bock, zu 9000,- Euro Geldstrafe rechtskräftig verurteilt, weil er das Selbstverständlichste eines Verteidigers getan hatte: er hatte einen Beweisantrag gestellt.“

    HeuRein.wordpress.com/2023/03/29/der-kampf-um-die-meinungsfreiheit/#comment-1679

    Allein nur wegen dieser einen, einzigen Ungeheurlichkeit [3] müssten in der angeblichen Demokratie- und Solidargemeinschaft jeden Montag die Straßen rappelvoll sein mit Leuten die fragen:

    „Moment mal! Was ist hier los? Beweis ist Beweis oder ein Versuch, basta! Wieso muss so etwas überhaupt beantragt, voreingenommen, vorverurteilend, aburteilend, zensiert und verdunkelt werden? Wenn da jemand Blödsinn oder tatsächlich Rufmord per Beweisvortäuschung versucht, dann entzieht man ihm (befristet) mit großem Medien-Tamtam die Anwaltszulassung und dann ist das Problem radikal, pädagogisch wertvoll für immer flächendeckend gelöst!

    [W] Monneta.org/media/monneta-fehler-im-geldsystem//

    [1] Notwehr- und Abwehrmaterial im Kampf gegen Verschwörungsleugner in meinem Kommentar zu:
    ScienceFiles.org/2025/11/12/un-freiheit-orchestrierte-weltweite-zerstoerung-von-meinungsfreiheit/#comment-257336

    [2] Zu starker Klartext für die mit Wokeness-Scheiße infizierte und infantilisierte Flenn- und Heulsusenrepublik.

    [3] Frei nach Martin Luther King:
    „Eine kleine Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit und Menschheit weltweit wie ein Virus oder eine Krebszelle.“

  2. Frau Beicht,
    ich muss meine Kritik bissle dahingehend relativieren,
    dass die erstklassige Video-Dokumentation von RT-Deutsch zur Brutalität der staatsgewaltätigen und -tätlichen Bü… Bü…, — nein, Büttenredner meine ich nicht — also der Vollstrecker mit den stahlharten Helmen, Gehirnen und Herzen, die der Zentralrat so unwidersprochen zu lieben scheint, erstklassig ist.

    Dass die Wortbenutzung Ermächtigung / -smissbrauch zur Staatsfeind-Deklarierung reichte, habe ich gar nicht so richtig mitbekommen oder schon wieder vergessen. Schlimm, wie einseitig unsere Erinnerungskultur im Rahmen der Lücken-, Lügen-, Ausblend- und Blendmedien geworden ist. Das müssen wir ändern. Stimmt’s, Herr Dr. Josef Schuster?

    Dank an Bernhard Loyen und
    https://rtde.org/meinung/262104-5-jahrestag-18-november-2020/

    Antidemenz-Hilfe und Zugabe zu denen, die früher in der DDR mal Volkspolizisten waren:
    ScienceFiles.org/2022/02/13/polizisten-muessen-sich-entscheiden-staatssicherheit-oder-buergerpolizist/

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