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Der Umfallkanzler in der Kritik
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Kollektive Demenz
HAINTZ.media und HAINTZ
Wenn der Staat an sich selbst scheitert
Was sagt es über Deutschland aus, wenn ein Kanzler unser Land zugrunde richten kann, ohne dass es eine Konsequenz hat, aber die Balken wackeln, wenn er Kritik an Israel übt?
Zusammengefasst

Friedrich Merz hatte schon vor seiner Wahl zum Bundeskanzler den Ruf eines Unfallers. Er hat keines seiner Versprechen gehalten. Er hat versprochen, dass Linksgrün vorbei sei, und brachte uns Linksgrün. Er hat uns eine vernünftige Wirtschaftspolitik versprochen und macht weiter mit der Energiewende. Er hat versprochen, die Grenzen zu schließen, doch die Invasion geht weiter. Er hat versprochen, das Messerstechen in Deutschland zu unterbinden, doch es geht weiter. Er lässt uns auf außenpolitischer Bühne nackt dastehen, als den dummen August, der den Amerikanern ihre Rechnungen bezahlt. 

Nichts davon lässt ihn stürzen. Er wird kritisiert, aber er sitzt fest im Sattel. 

Dann schränkt er die Waffenlieferungen nach Israel ein und wirft Hilfsgüter über Gaza ab und siehe da, plötzlich steht seine Regierung auf der Kippe. 

Was sagt das über Deutschland aus? 

Was sagt es über Deutschland aus, wenn ein Kanzler unser Land zugrunde richten kann, ohne dass es eine Konsequenz hat, aber die Balken wackeln, wenn er Kritik an Israel übt? 

Der Krieg in Israel ist ein kompliziertes Thema. Er hat eine lange Vorgeschichte wechselseitiger Gewalt. Die Hamas wurde von Israel aufgebaut und der Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 durch offene Grenzsicherungen begünstigt. Israel führt Krieg, auch gegen den Iran und andere Nachbarn. Israel führt seit seiner Errichtung permanent Krieg. Israel sei angeblich die einzige Demokratie im Nahen Osten. Gleichzeitig protestieren in Israel tausende Israelis gegen eine Regierung, die sie als totalitär, apokalyptisch und verbrecherisch empfinden. Ihr Regierungschef wird per internationalem Haftbefehl gesucht. 

Gleichzeitig hält die Hamas israelische Geiseln gefangen und es gibt Vorwürfe, dass die Hamas die eigene Bevölkerung aushungere.

Ich weiß nicht, was dort tatsächlich passiert. Mit Sicherheit wissen 80 Millionen Deutsche es nicht, weil wir eben nicht dabei sind. Wenn wir es aber nicht wissen, warum sollten wir dann einseitig eine Seite unterstützen? Ich kann mir schwer vorstellen, dass Israel auf die deutschen Waffen angewiesen ist.

Worum geht es also wirklich? 

Ich werde das Gefühl nicht los, dass es weder um die Waffen, noch um die Hamas geht. In der »Jüdischen Allgemeinen« lese ich, Merz habe das „wesentliche Fundament des Verhältnisses zwischen dem Post-Nazi-Deutschland und dem Judenstaat angegriffen.“. 

Deutschland ist demnach also „Post-Nazi-Deutschland“. Was genau ist das wesentliche Element des Verhältnisses dieses „Post-Nazi-Deutschlands“ zu Israel? Waffenlieferungen? Die Abwesenheit von Kritik? Bedingungslose Nibelungentreue? Wie soll ich ein Verhältnis nennen, das ein von vorherigen Generationen begangenes Verbrechen zum Anlass nimmt, die Staatsräson der Enkel an die bedingungslose Unterstützung eines Staates zu ketten, der sich als Staat der damaligen Opfer versteht? Schulddienst?

In dem Artikel wird auch einmal wieder die Kritik an Israel und seinem Krieg gleichgesetzt mit Antisemitismus, diesem allzu falschen Wort für Hass auf Juden. Wieso gibt es dann tausende von Juden, die dieselbe Kritik üben? Dürfen wir die israelische Politik nicht kritisieren, wenn wir keine Juden, wenn wir Deutsche sind? Dürfen wir die israelische Politik nicht kritisieren, weil es die Araber auch tun? Haben wir vielleicht deshalb alle Flüchtlingsströme abbekommen und rechte Parteien in Europa, die die “Jerusalemer Erklärung” unterzeichnet haben, damit wir uns vor den anti-islamischen Karren spannen lassen? 

Ich wünsche mir Heilung für das Volk der Juden, für die mohammedanischen Völker und für mein eigenes Volk. Vielleicht mögen wir einmal gemeinsam darüber nachdenken, was Heilung bedeutet, ob sie einen gemeinsamen Feind braucht und ob sie mit Waffengewalt zu erzwingen ist.

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Chris Moser

Christian Moser ist Rechtsanwalt und Steuerberater und seit 2004 im Bereich Betriebsprüfungen, Finanzstreitverfahren und Steuerstrafrecht tätig. Er ist seit 2020 in der Bürgerrechtsbewegung aktiv und Mitgründer und ehemaliger Schatzmeister der Anwälte für Aufklärung.

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