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Wind of Change: Astana – das neue Wirtschaftswunder Eurasiens

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Bärbel Bas
Große Versprechen, kleine Bilanz
Nach den vorausgegangenen Artikeln über das Zustandekommen von Alexanders Teilnahme an einer Wirtschaftsmission nach Kasachstan unter Leitung von Mitglied des Bundestages Saskia Ludwig (CDU) und über Kasachstan im Allgemeinen befasst sich unser Korrespondent Alexander Ehrlich im dritten Teil seiner Artikelserie mit seinen Eindrücken von der kasachischen Hauptstadt Astana, einer Millionenmetropole mit gigantischem Zukunftspotenzial.
Zusammengefasst

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Wind of Change: warum Kasachstan für Deutschland eine Chance ist

Im ersten Teil seiner Artikelserie hat Alexander die Frage beantwortet, was ihn dazu veranlasst hat, an einer offiziellen Wirtschaftsmission unter Leitung einer CDU-Abgeordneten teilzunehmen. Im zweiten Teil hat er erklärt, warum er ausgerechnet in Kasachstan gute Perspektiven für deutsche Interessen sieht. In diesem Teil beschreibt er seine Eindrücke von der Hauptstadt Astana.

Ich muss zugeben: bevor ich die Einladung erhielt, an der Wirtschaftsmission der Bundesrepublik Deutschland unter Leitung von Dr. Saskia Ludwig (CDU) teilzunehmen, hatte ich den Namen „Astana“ nur sehr selten gehört. Zwar hatte ich auch vorher bereits gelegentlich »Bustransfers und Busrundfahrten in Astana« arrangiert und einige dortige Unternehmen in meiner Datenbank, aber mein Wissen über die Stadt war praktisch gleich null. Ich hätte mich natürlich schlau machen und vorbereiten können, aber es war mir lieber, mich überraschen zu lassen. Daher wusste ich, als ich am frühen Morgen des 27.04.2026 von Istanbul kommend in Astana landete, genau gar nichts darüber, was mich hier erwarten würde.

Mein erster Eindruck? Ich hatte bisher immer geglaubt, die Chinesinnen seien die schönsten Frauen der Welt; das musste ich schon kurz nach meiner Ankunft am Flughafen Astana revidieren – es sind die Kasachinnen. Lange konnte ich diese Erkenntnis aber nicht genießen, denn mich erwartete bereits mein Fahrer, der mich zu seinem ausgesprochen luxuriösen Minivan auf dem Parkplatz außerhalb des Flughafens geleitete. Und hier erwartete mich die nächste positive Überraschung: kaum hatte ich einen Schritt aus dem Flughafengebäude getan, atmete ich die frischeste, sauberste Luft, die ich je woanders als auf einem 3000er in den Alpen eingeatmet hatte. Ich war so überwältigt, dass ich nicht mehr daran dachte, Fotos vom beeindruckend sauberen Flughafenareal zu schießen.

Eine Großstadt mitten in der Steppe

Auch während der anschließenden, dreiviertelstündigen Fahrt zum Hotel sah ich nicht ein einziges weggeworfenes Papier oder auch nur einen Zigarettenstummel herumliegen. Die Stadt wirkte, als wäre sie erst vor ein paar Minuten durch eine Waschstraße geschoben worden. Aber neben dieser für einen Mitteleuropäer geradezu unglaublichen Sauberkeit faszinierte mich auch die Architektur an sich: ein modernes Hochhaus nach dem anderen zog an den Fenstern vorbei, jedes ein liebevoll designtes und nagelneu wirkendes Kunstwerk. Auf meine Frage, ob wir denn auch durch die Altstadt fahren würden, antwortete mein Fahrer, dass wir hier bereits in der Altstadt seien, denn die Gebäude rund um uns seien schließlich über 30 Jahre alt und stammen noch aus der Sowjetzeit.

In diesem Augenblick wurde mir klar: Astana muss etwas Ähnliches wie Dubai sein (nur ohne die drückende Hitze!); eine am Reißbrett durchgeplante Stadt in einer zuvor unbesiedelten Gegend, die rasend schnell aus dem Boden gestampft wurde. Spätere Recherchen bestätigten mir: es ist tatsächlich eine der jüngsten Millionenstädte der Welt. Erst 1997 hatte der erste kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew beschlossen, die Hauptstadt seines Landes von Almaty hierher zu verlegen, an einen Ort an dem zuvor so gut wie nichts zu finden war, und die fleißigen Kasachinnen hatten in weniger als 30 Jahren daraus ein kleines Weltwunder gemacht.

Architektonische Superlative am laufenden Band

Sehenswürdigkeiten? Wahrzeichen? Ja, die gibt es auch, und zwar in einer Liga, die selbst Dubai Respekt abnötigen dürfte. Astana hat das größte Zelt der Welt, den höchsten Turm Zentralasiens und eine der größten Moscheen Asiens. Das wohl berühmteste Wahrzeichen ist der Bayterek-Turm; ein 105 Meter hoher Turm in Form eines mythischen Baums des Lebens, gekrönt von einem goldenen Ei. Wer mit dem Aufzug in die Aussichtskugel fährt, kann dort – nach endlosem Warten in der Schlange von Nasarbajew-Verehrerinnen – ehrfurchtsvoll seine Hand in einen vergoldeten Handabdruck des Stadtgründers legen. Ich habe mir das nicht gegönnt, denn mir ist jeder Personenkult zuwider. Dennoch habe ich den Ausblick über Astana vom Bayterek-Turm aus sehr genossen; zumal man erst von hier oben erkennt, dass der Turm in der Mitte einer Straßenachse von wichtigen Gebäuden und Denkmälern steht.

Eines davon ist das schon erwähnte größte Zeltdach der Welt: es bedeckt ein Einkaufszentrum namens Khan Shatyr („Zelt des Königs“), das unter anderem einen Wasserpark beherbergt, in dem man bei tropischen Temperaturen baden und echten Malediven-Sand unter den Füßen spüren kann. Leider hatte ich für dieses Vergnügen keine Zeit, ebenso wenig wie für einen Besuch in der gigantischen Hazrat-Sultan-Moschee, in der zehntausende Gläubige zugleich beten können, oder in der etwas kleineren Nur-Astana-Moschee. Was ich mir hingegen als Friedensaktivist nicht entgehen lassen konnte und wollte war ein Besuch beim „Palast des Friedens und der Versöhnung“ – einer gläsernen Pyramide, die den Anspruch erhebt, alle Religionen und Kulturen unter einem Dach zu versöhnen, und die regelmäßig für Friedensverhandlungen zwischen allerlei verfeindeten Parteien angeboten und auch genutzt wird.

Neben diesen Superlativen hat Astana noch deutlich mehr zu bieten. Da wäre zum Beispiel die riesige gläserne Kugel Nur Alem, das Wahrzeichen der EXPO 2017; ein futuristisches Energiemuseum, das aussieht, als wäre es direkt aus einem Science-Fiction-Film in die Steppe gebeamt worden. Oder das beeindruckende Nationalmuseum Kasachstans, das mit seiner Architektur und seinen Ausstellungen den gesamten Weg der Kasachen von nomadischen Reiterkriegern bis hin zur modernen Hochtechnologie-Nation erzählt. Am Ishim-Fluss entlang ziehen sich gepflegte Promenaden, moderne Skulpturen und Parkanlagen, die mit jedem europäischen Park mithalten können.

Astana: eine Stadt im Aufschwung

Astana ist keine Stadt, die gewachsen ist. Astana ist eine Stadt, die entschieden wurde. Mit einem klaren Willen, mit Tempo und mit dem unbedingten Anspruch, zu den Gewinnerinnen der Zukunft zu gehören. Und genau darin liegt die eigentliche Lektion dieses Ortes. Während die Deutschen seit Jahrzehnten vor allem mit ihrem Abstieg befasst sind (Energie verteuern, Industrie vertreiben, Bürokratie aufblähen, Sozialsystem zugrunde richten, Steuern erhöhen, „kriegstüchtig“ werden…), zeigt Astana das genaue Gegenteil: Es geht voran. Schnell. Mutig. Ohne ständiges Jammern und ohne bürokratisch-ideologische Selbstfesselung. Hier wird gebaut, investiert, geträumt und umgesetzt. Mitten in der Steppe, unter extremen klimatischen Bedingungen, entsteht eine neue Weltmetropole des 3. Jahrtausends. Und sie hat ihren Aufschwung gerade erst begonnen, denn in Astana herrscht vor allem eines: Wirtschaftswunderstimmung!

Mehr über Kasachstan, meine konkreten Erlebnisse, die Ergebnisse der Wirtschaftsmission unter Leitung von MdB Saskia Ludwig und die sich daraus ergebenden Zukunftsperspektiven, berichte ich in den folgenden Teilen dieser Artikelserie, exklusiv bei haintz.media.

Khan Shatyr (Zelt des Königs) / Nur-Astana-Moschee / Alexander Ehrlich vor dem eiförmigen kasachischen Nationalarchiv / Khan Shatyr Innenansicht

Bayterek-Aussichtsturm / mit dem kasachischen Tourguide Olzhas vor der Friedenspyramide / Regierungsgebäude in Astana

Skyline von Astana

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Anmerkung: wie in allen meinen Veröffentlichungen nutze ich »aus dargelegten Gründen« auch in dieser Artikelserie ein „generisches Femininum“.
Alexander Ehrlich ist Mehrheitseigentümer und Geschäftsführer der »City Tours Unternehmensgruppe« mit Standorten in Österreich, Deutschland, Italien und Polen. Seit 2020 ist er einer der aktivsten Protagonisten der Außerparlamentarischen Opposition (APO) in Europa und hat über 1500 Demonstrationen für Rechtsstaatlichkeit und Verhältnismäßigkeit organisiert, darunter in Deutschland am 03.10.2020 die Friedenskette am Bodensee und am 18.11.2020 die Kundgebung gegen das 3. Infektionsschutzgesetz vor dem Berliner Bundestag. Seit Ende 2024 konzentriert er sich wieder hauptsächlich auf sein Tourismusunternehmen, insbesondere auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze für Grundrechtsaktivistinnen in Deutschland, Österreich und aller Welt.

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