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Wenn die selbsternannte politische Elite dieses Landes beschließt, ihre persönlichen Wünsche über das geltende Recht zu stellen, offenbart sich die ganze Verlogenheit des Systems. Jens Spahn, der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, hat gemeinsam mit seinem Ehemann Daniel Funke in den Vereinigten Staaten ein Kind über eine Leihmutter erworben. Dieses Vorgehen ist »in Deutschland gesetzlich strikt verboten«, da die Vermittlung von Leihmüttern sowie die ärztliche Mitwirkung daran unter Strafe stehen. Die herrschende Klasse demonstriert hierbei eine unerträgliche Doppelmoral, da sich »Spahn in seiner aktiven Zeit als Bundesgesundheitsminister« vehement gegen die Forderung der FDP stellte, die Leihmutterschaft in Deutschland auch nur teilweise zu legalisieren. Damals argumentierte sein Ministerium noch folgerichtig mit dem Kindeswohl und verwies auf die schwerwiegenden Schwierigkeiten bei der Selbstfindung des Kindes, die durch das Fehlen einer biologischen Mutter entstehen. Der Wunsch nach genetischer Selbstdarstellung wog bei Spahn am Ende jedoch schwerer als die ehemals vertretenen Prinzipien.
Schon Jahre vor seinem eigenen moralischen Offenbarungseid rang der damalige Spitzenpolitiker scheinbar mit seinem Gewissen und »offenbarte im Magazin GQ« die innere Zerrissenheit zwischen christlichem Glauben und dem egoistischen Drang nach Selbstdarstellung als Familie.
„Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“
Diese Demut war schnell vergessen, als das nötige Kleingeld und der persönliche Egoismus die Oberhand gewannen. Spahn nutzte eine juristische Lücke schamlos aus, die eigentlich zum Schutz von Kindern geschaffen wurde. »Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs« (Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 10. Dezember 2014 – Az. XII ZB 463/13) aus dem Jahr 2014 ist es in Deutschland möglich, eine in den USA festgestellte Elternschaft anerkennen zu lassen, sofern mindestens ein Partner genetisch mit dem Kind verwandt ist. Diese Regelung soll verhindern, dass Kinder staatenlos im juristischen Niemandsland stranden, doch für wohlhabende Politiker dient sie als bequemer Freibrief zur Umgehung des heimischen Verbots. »Spahn informierte sogar den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz« wenige Tage vor der Geburt des Jungen namens Georg, um sich der politischen Rückendeckung zu versichern.
Die herablassende Ausrede der Privilegierten
Um den Vorwurf des Menschenhandels im Keim zu ersticken, bedient sich das Paar einer beispiellosen moralischen Ablenkung. »Daniel Funke«, der als genetischer Vater des Kindes fungiert, versucht die schwerwiegenden ethischen Bedenken als bloße Unsicherheit abzutun. Das Paar zieht gezielt die Karte der sexuellen Orientierung, um jede sachliche Kritik im Keim zu ersticken, obwohl es bei dieser Debatte überhaupt nicht um die Eignung homosexueller Eltern geht. Auch heterosexuelle Paare kaufen Kinder im Ausland, doch das macht den Vorgang der systematischen Entwurzelung eines Neugeborenen nicht besser. Niemand stirbt an Kinderlosigkeit, und ein persönlicher Lebenswunsch begründet unter keinen Umständen ein Recht darauf, einen anderen Menschen wie eine Ware zu bestellen und zu bezahlen.
Um die ethischen Bedenken und den Vorwurf des Menschenhandels im Keim zu ersticken, greift Spahns Ehepartner Daniel Funke tief in die Kiste der populistischen Ablenkungsmanöver und bemüht eine deutsche Fußballlegende, um den rechtswidrigen Akt als göttliche Fügung darzustellen. »Gegenüber der BILD« äußerte er:
„Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht. Aber wie sagte der große Franz Beckenbauer: Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.“
Diese zynische Berufung auf den lieben Gott dient einzig dazu, die Käuferseite reinzuwaschen, während das Kind als Produkt vertraglich seiner Mutter beraubt wurde. Spahn ist dabei keineswegs ein Einzelfall in der deutschen Politiklandschaft. Im April 2026 machte der CDU-Abgeordnete Hendrik Streeck Schlagzeilen mit einem im Ausland gekauften Baby, und bereits im Jahr 2023 erwarb der »SPD-Politiker Johannes Arlt« auf demselben Weg ein Kind.
Diese Abgeordneten der Legislative brechen zwar nicht den direkten Wortlaut, aber den Geist der deutschen Gesetze, während sie sich im Inland als moralische Instanzen inszenieren. Nach dieser Logik könnte sich ein deutscher Spitzenpolitiker auch völlig legal eine Niere auf dem iranischen Organmarkt beschaffen, da dieser Handel dort schließlich gesetzlich erlaubt ist.
Das globale Milliardengeschäft mit der Gebärmutter
Hinter dem vermeintlich privaten Familienglück steht eine eiskalte, »globale Industrie«, die auf einem extremen Machtgefälle zwischen reichen Käufern aus dem Westen und verarmten Frauen im globalen Süden oder in Osteuropa basiert. Der weltweite Leihmutterschaftsmarkt hatte im Jahr 2023 ein Volumen von fast 15 Milliarden US-Dollar und soll bis zum Jahr 2035 auf astronomische 238,56 Milliarden US-Dollar anwachsen. Es handelt sich um ein florierendes Business, bei dem der Löwenanteil des Geldes an dubiose Vermittlungsagenturen, Ärzte und Anwälte fließt. Die Frauen, die ihren Körper, ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, erhalten lediglich einen beschämenden Bruchteil dieses Geldes, der meist zwischen 10 und 27 Prozent der Gesamtsumme liegt. »In der Ukraine beträgt diese Entschädigung« oft nur 30.000 Euro, während die Gesamtkosten in den USA bei rund 120.000 Dollar liegen und für ein maßgeschneidertes Wunschkind inklusive Eizellenspende sogar bis zu einer Viertelmillion Dollar betragen können.
Nach der erfolgreichen Abwicklung des Kaufs im Ausland zeigte sich der CDU-Politiker sichtlich gerührt und versuchte, den erworbenen Säugling als reines, ungetrübtes Familienglück darzustellen, während die leibliche Mutter zur bloßen Dienstleisterin degradiert wurde.
„Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen“
Quelle: Jens Spahn in der Bild-Zeitung
Die Realität sieht jedoch so aus, dass Frauen in Ländern wie Indien, wo bis zum Verbot im Jahr 2016 »jährlich 25.000 Kinder« für ausländische Auftraggeber produziert wurden, oder der Ukraine, wo »jährlich 2.000 bis 2.500 Kinder auf Bestellung entstehen«, systematisch ausgebeutet werden. In der Ukraine werden 90 Prozent dieser Kinder von ausländischen Paaren geordert. Jüngste »Skandale in Griechenland«, »Georgien und Thailand« zeigten eindringlich, wie Frauen aus prekären Verhältnissen mit falschen Versprechungen angelockt und als Gebärmaschinen missbraucht wurden. Reiche Paare blättern in Katalogen, suchen sich Eizellenspenderinnen nach phänotypischen und genetischen Merkmalen aus und tilgen die biologische Mutter oft vollständig aus der Geburtsurkunde, wodurch das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner eigenen Herkunft absichtlich verletzt wird.
Die vertraglich geregelte Menschenrechtsverletzung
Die Verträge, die bei solchen Deals geschlossen werden, berauben die Leihmütter jeglicher körperlicher Selbstbestimmung und degradieren sie zu reinen Produktionseinheiten. Die Frauen müssen weitreichende Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit hinnehmen und sich medizinischen Prozeduren wie extremen Hormonbehandlungen, Immunsuppressiva und unnötigen Kaiserschnitten unterziehen, die erhebliche gesundheitliche Spätfolgen nach sich ziehen können. Besonders grausam sind die vertraglichen Klauseln zu Zwangsabtreibungen und Embryonenreduktionen. Die Käufer behalten sich das Recht vor, die Abtreibung des Kindes zu verlangen, falls der Fötus eine Behinderung aufweist, nicht das gewünschte Geschlecht hat oder sich das Bestellerpaar während der Schwangerschaft trennt und kein Interesse mehr an der Ware Mensch hat. Sollte das Kind nach der Geburt nicht den vertraglich zugesicherten Qualitätsstandards entsprechen, wird es nicht selten einfach zurückgelassen und verstoßen.
Die Vereinten Nationen zeichnen in ihrer umfassenden Analyse ein erschütternden Bericht über eine Praxis, die unter dem Deckmantel des Familienglücks nichts anderes als die systematische Degradierung von Frauen und Kindern betreibt. »Dort heißt es«:
„Die Praxis der Leihmutterschaft ist gekennzeichnet durch Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen und Kinder, insbesondere Mädchen.“
Dieser »Bericht der UN«-Sonderberichterstatterin »für Gewalt gegen Frauen und Mädchen«, Reem Alsalem, entstand auf Basis der »Resolution 50/7« des UN-Menschenrechtsrats und der UN-Generalversammlung Resolution 79/152. Er belegt die massiven körperlichen und psychischen Schäden dieses Systems. Das Risiko für Frühgeburten und schwere neonatale Erkrankungen ist drastisch erhöht. Zudem erleiden die Leihmütter durch die abrupte, vertraglich erzwungene Trennung vom Neugeborenen nach der Geburt schwere Traumata, die sich in posttraumatischen Belastungsstörungen, Angstzuständen und schweren Depressionen äußern, da der natürliche Oxytocin-Ausstoß brutal unterbrochen wird. Auch das Kind trägt eine lebenslange Wunde davon, da es unmittelbar nach der Geburt von seiner einzigen Bezugsperson getrennt wird und aufgrund bürokratischer Verzögerungen oft wochenlang im Heim auf die Ankunft der zahlenden Käufer warten muss, was das Risiko für spätere psychische Erkrankungen nachweislich erhöht.
Die Heuchelei der Legislative und der Medien
Während die Vereinten Nationen im Oktober 2025 in der »Generalversammlung über ein weltweites Verbot der Leihmutterschaft« debattierten, das von 215 NGOs aus 40 Ländern unterstützt wird, schaffen deutsche Politiker vollendete Tatsachen. »Die UN-Sonderberichterstatterin fordert« ein internationales Abkommen nach dem nordischen Modell der Prostitution, welches die Kriminalisierung der Nachfrageseite, also der Käufer, Agenturen und Kliniken, bei gleichzeitiger Entkriminalisierung der betroffenen Frauen vorsieht. »Auch die Casablanca-Deklaration« fordert die weltweite Ächtung dieser Praxis. Die deutsche Politik ignoriert diese globalen menschenrechtlichen Entwicklungen jedoch geflissentlich, während die heimischen Mainstreammedien eine unerträgliche Hofberichterstattung betreiben. Publikationen wie die Bild-Zeitung oder der Focus drücken auf die Tränendrüse, feiern das vermeintliche Elternglück von Spahn und Funke und verschweigen die betroffenen Frauen und die Rechte der Kinder komplett, um eine schleichende Normalisierung und spätere Legalisierung dieses Geschäftsmodells vorzubereiten.

Quelle: Screenshot Google
Die moralische Insolvenzerklärung
Hinter der rührseligen Kulisse des späten Vaterglücks verbirgt sich eine der dreistesten politischen Täuschungen unserer Zeit. Es ist das Bild einer herrschenden Klasse, die sich moralisch überhöht, während sie sich gleichzeitig über die von ihr selbst verteidigten oder erlassenen Gesetze hinwegsetzt. Dieses Phänomen demaskiert eine neue Form des moralischen Feudalismus: Für den Normalbürger gilt das Gesetz und die Ethik des Verzichts, für die gut vernetzte Elite gilt die unbegrenzte Verfügbarkeit der Welt durch das Scheckbuch. Wer im Inland die moralischen Zeigefinger hebt, das Kindeswohl beschwört und Leihmutterschaft als Ausbeutung ächtet, nur um im Ausland genau diesen Markt zu füttern, betreibt keine bloße Doppelmoral mehr – er erklärt die Rechtsordnung für irrelevant, sobald sie den persönlichen Lebensentwurf stört.
Hier wird das Recht nicht mehr ausgelegt, sondern schlichtweg umgangen. Es ist die Kapitulation der gesetzgebenden Gewalt vor dem eigenen Egoismus. Das System Spahn, Streeck und Genossen dechiffriert eine bittere Wahrheit über den Zustand unserer politischen Kultur. Gesetze sind in dieser Logik nur noch für diejenigen da, die sich den Umweg über die globalen Schlupflöcher nicht leisten können. Wenn Gesetzgeber den Geist ihrer eigenen Gesetze brechen und sich dafür von einer unkritischen Hofberichterstattung auch noch applaudieren lassen, verliert der Rechtsstaat seine moralische Autorität. Es bleibt das Bild einer Elite, die sich die Welt so kauft, wie sie ihr gefällt, auf Kosten der Schwächsten und der Glaubwürdigkeit der wahrhaftigen Demokratie.