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Friedrich Merz: Selbstlob im Gegenwind

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Die alte Ordnung gerät ins Wanken
Die Zustimmung bricht ein und die Diskrepanz zwischen politischer Selbstinszenierung und öffentlicher Wahrnehmung wird immer offensichtlicher. Parallel dazu verschärfen sich die Spannungen innerhalb der Koalition.
Zusammengefasst

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Die aktuelle »INSA-Umfrage für die BILD« zeichnet ein vernichtendes Bild von der Beliebtheit des amtierenden Bundeskanzlers. Friedrich Merz fällt von Platz 18 auf Platz 20 und landet damit erstmals auf dem letzten Rang mit gerade einmal 2,9 Punkten. Selbst unter den eigenen CDU- und CSU-Wählern rangiert er nur noch auf Platz 5 mit 55,1 Punkten, weit hinter CSU-Chef Markus Söder, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und dem SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius. Lediglich zehn Prozent der Befragten bewerten Merz positiv, während 58 Prozent eine negative Einschätzung abgeben.

Sogar im »ZDF-Politbarometer liegt die Zufriedenheit« mit der Regierung bei nur noch bei 27 Prozent. Jens Spahn kann sich im Ranking wenigstens leicht verbessern und steigt auf Platz 19, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass der Kanzler und seine Mannschaft das Vertrauen der Bürger in atemberaubender Geschwindigkeit verspielen. Drei Landtagswahlen im Herbst stehen bevor, und die Stimmung in den Wahlkreisen ist entsprechend vergiftet.

Merz feiert seine Politik als Triumph

Bundeskanzler Friedrich Merz trat auf der Unionsklausur im EUREF-Campus vor seine Fraktion und verteilte sich selbst Bestnoten. Er nutzte die Bühne für eine selbstgefällige Bilanz. Ein Jahr nach Amtsantritt erklärt er die Migrationsfrage in großen Teilen für erledigt, als hätte sich ein strukturelles Problem durch bloße Regierungsrhetorik in Luft aufgelöst. Der Ton ist selbstzufrieden, spiegelt die Lage im Land keineswegs wieder. Noch wenige Wochen zuvor hatte derselbe Kanzler im Bundestag von „explodierender Gewalt“ gesprochen und diese mit Migration verknüpft. Nun gilt plötzlich das Gegenteil, zumindest rhetorisch.»Er sagte wortwörtlich«:

„Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Die Zahlen sind so klar und so deutlich zurückgegangen, dass man davon sprechen kann, dass wir große Teile des Problems jetzt gelöst haben.“

»Die Zahlen« liefern ihm die argumentative Grundlage. Tatsächlich sind die Asylanträge nach dem Höchststand 2023 jährlich um rund 100.000 gesunken. Für 2025 werden knapp 170.000 Anträge ausgewiesen, im ersten Quartal des laufenden Jahres rund 33.000. Historisch bleibt das Niveau hoch, mit einem Hoch von über 745.000 im Jahr 2016.

Der Kanzler inszeniert den Rückgang als direkten Erfolg seiner Politik, verschweigt jedoch die strukturellen Altlasten. Hunderttausende Ausreisepflichtige verbleiben im Land, oft durch Duldungen faktisch geschützt. Mitte 2025 waren rund »226.500 Menschen ausreisepflichtig«, davon knapp 185.000 mit ausgesetzter Abschiebung. Parallel wurden etwa 110.000 Visa für den Familiennachzug erteilt. Die Bilanz wirkt weniger wie eine Lösung als wie eine Verschiebung. Die angebliche Lösung großer Teile des Problems erweist sich bei genauerem Hinsehen als teils kosmetisch und teils fremdbestimmt. Der politische Anspruch kollidiert mit einer Realität, die sich nicht dauerhaft kontrollieren lässt.

Reformdruck und fiskalische Härte

Während sich die Regierung rhetorisch entlastet, steigt der Druck bei den zentralen Reformprojekten. Gesundheitswesen, Rente, Steuern und Haushalt bilden ein Bündel an Konfliktfeldern, das die Koalition in ihre bislang schwierigste Phase zwingt. Der »Entwurf zur Gesundheitsreform« liegt nahezu fertig vor, »Einsparungen von bis zu 20 Milliarden Euro« stehen im Raum. Diese Entlastung wird jedoch durch höhere Zuzahlungen, Einschränkungen bei Mitversicherungen und Kostendruck auf Praxen, Kliniken und Pharmaunternehmen erkauft.

»Merz drängt auf Tempo«. Bereits am kommenden Mittwoch soll das Kabinett die GKV-Reform und die Eckpunkte für den Haushalt 2027 beschließen. »Dazu äußerte er am Montag«:

„Wir sind in der Schlussphase der Abstimmung in der Koalition. Die Gesundheitsreform ist heute Morgen praktisch abgeschlossen worden. […] Der ist praktisch fertig und verabschiedungsreif.“

Unionsfraktionschef Jens Spahn nennt zusätzlich die Steuerreform ab 2027 und die Rentenreform als zentrale Vorhaben. Die Koalition will sich bis zum Beginn der parlamentarischen Sommerpause über die Rentenreform verständigen, die Gegenfinanzierung der Steuerreform soll vor allem durch Einsparungen erfolgen. In einem Positionspapier, das der Fraktionsvorstand »am Dienstag beschließen« will, fordert die Union mutige Strukturreformen und ein Absenken der Sozialabgaben mittelfristig unter 40 Prozent. Parallel hält die Union vorerst an der Schuldenbremse fest. Forderungen aus der SPD nach Lockerungen werden zurückgewiesen, teils mit offener Verachtung. CDU-Generalsekretär »Carsten Linnemann spricht von« „politischer Denkfaulheit“, während Jens Spahn nüchtern feststellt, die vielbeschworene Bazooka sei leer. Die neue Doktrin lautet Sparen um jeden Preis, selbst wenn die wirtschaftliche Lage brüchig bleibt.

In der Koalition brodelt es

Hinter der Fassade gemeinsamer Regierungsarbeit brodelt ein permanenter Konflikt. Die Union betrachtet die SPD zunehmend als Bremsklotz, während die Sozialdemokraten ihrerseits rote Linien definieren und öffentlich markieren. Parallel veranstalten SPD-Landesverbände eigene Klausuren und formulieren unverhandelbare Positionen, ein demonstrativer Affront gegen die Koalitionsharmonie. Vor rund einem Jahr inszenierte sich an genau diesem Ort, dem einstigen Gasometer in Schöneberg und heutigen EUREF-Campus, noch die große politische Selbstvergewisserung: feierliche Unterschriften, ambitionierte Versprechen, der Anspruch auf Aufbruch. Das Gelände trägt den wohlklingenden Titel „Fortschrittsort“. Doch zwölf Monate später steht dort »Jens Spahn« der Fraktionschef der Union und sieht sich mit einer ernüchternden Realität konfrontiert:

„Pressekonferenzen, Reden und Gastbeiträge reichen nicht. Wir müssen zu Entscheidungen kommen.“

Wenn das Fortschritt sein soll, dann bewegt er sich im Tempo einer schwerfälligen Schildkröte. Die Atmosphäre ist angespannt, geprägt von Misstrauen und taktischem Kalkül. Merz reagierte auf die Frage, ob nach dieser schwierigsten Phase alles wieder gut sei, nur mit einem spöttischen Lächeln und dem Wort „süß“. Das ist ein klares Signal, dass die Probleme bleiben werden. Selbst symbolische Gesten wie gemeinsame Kneipenabende bei Currywurst und Bier wirken eher wie verzweifelte Versuche, politische Bruchlinien zu übertünchen.

Vertrauensverlust trotz Macht

Während die Regierung Reformpakete schnürt und sich rhetorisch stabilisiert, bricht ihr politisches Fundament weg. Umfragen zeigen ein drastisches Bild. Union und SPD erreichen zusammen nur noch 36 bis 42 Prozent. Die Zufriedenheit mit der Regierung liegt bei mageren 27 Prozent.

Quelle: »INSA«

Merz ruft den Deutschen zu, sich nicht in eine schlechte Stimmung hineintreiben zu lassen, denn das Land sei stark. Doch genau diese Kluft zwischen politischem Zweckoptimismus und der Realität der Bürger wird immer unübersehbarer. Während die Regierung Reformen verspricht und sich selbst auf die Schulter klopft, bröckelt die Basis. Umso bemerkenswerter wirkt ein Satz, den Friedrich Merz einst über Olaf Scholz formulierte und der heute wie ein politisches Echo auf ihn selbst zurückfällt:

»Friedrich Merz | 𝕏«

Die schwarz-rote Koalition hat ein Jahr Zeit gehabt, zu liefern. Statt Verbesserungen liefert sie Selbstlob, interne Grabenkämpfe und den bitteren Beweis, dass Macht ohne Vertrauen nur noch eine leere Hülle ist. Die Wähler haben das längst erkannt.

Anspruch und Wirklichkeit

Die Diskrepanz zwischen politischer Selbstdarstellung und gesellschaftlicher Wahrnehmung könnte kaum größer sein. Die Regierung steht vor entscheidenden Wochen, doch die interne Geschlossenheit fehlt, ebenso wie das Vertrauen der Bevölkerung. Die Diagnose ist klar: Diese Regierung kann es nicht. Zwischen Reformdruck, Koalitionsstreit und schwindender Zustimmung entsteht ein politisches Vakuum, das sich nicht durch optimistische Rhetorik schließen lässt. Der Versuch, Probleme für gelöst zu erklären, ersetzt keine echten Lösungen.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

5 Antworten

  1. Berechtigte Frage und Meinung eines Kollegen mit deutschen Wurzeln:

    +++ Ist ein Misstrauensvotum gegen den Kanzler möglich..?! +++

    Aktuell blicke ich mit Sorge auf die politische Situation in Deutschland.
    Die CDU – angeführt von Merz – führt einen massiven Angriff auf die Demokratie, das Deutsche Volk und unseren Sozialstaat aus und macht autoritäre Strukturen, wie Polizeigewalt, Unterdrückung der Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit (siehe pro-palästinensiche Stimmen) zur Norm.
    Auf letztere macht sogar die UN Aufmerksam.

    Weiterhin verstößt sie mit Ihren Attacken gegen das Grundgesetzt – als fiktive Verfassung – und die Grund- & Menschenrechte, wie:
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – indem eben diese Würde vom Kapital abhängig gemacht wird.

    Es ist klar dass dieser Bundeskanzler kein Volksvertreter ist, sondern ein menschenfeindlicher „Vertreter von BlackRock“ und seinem Klientel, welcher Kapital über alles stellt, vor allem über Menschenleben, wie man mit der Stimmungsmache zur Wehrpflicht sieht…

    BROT & SPIELE seit 1950..!
    Weitergehen kann es so nicht…

    Wo genau der Punkt liegt, an dem eine Gesellschaft zerbricht,
    weiß niemand, doch viele Anzeichen sprechen dafür, dass Deutschland diesem Punkt bedrohlich nahegekommen ist…

    Es ist höchste Zeit innezuhalten, zu deeskalieren und den sprichwörtlichen Rückwärtsgang einzulegen. Hat man sich erstmal den Vorsatz gesetzt, die Wunden zu heilen und die Risse, die durch die Gesellschaft gehen, zu kitten, wird es keiner Hexenküche bedürfen, auf die dafür erforderlichen Maßnahmen zu kommen. – Diesen Vorsatz zu fassen, ist der schwerste Schritt.
    Er setzt die Bereitschaft der Politik, von Regierung wie Opposition, voraus, Einsicht ins Versagen zu haben.
    Daran fehlt es vor allem, weil die meisten im Mainstream damit ein Ende ihrer dubiosen Karrieren verbinden…
    #
    Unsere Erkenntnis & Meinung seit 1990:

    +++ WANN DER UNTERGANG EINER GESELLSCHAFT BEGINNT:

    * Wenn die Dummen lauter sind als die Klugen,
    * Wenn die Faulen mehr haben als die Fleißigen,
    * Wenn die Ehrlosen respektierter sind als die Ehrlichen,
    * Wenn die Moral predigen, die selbst keine haben,
    * Wenn der Charakter weniger zählt als das Ansehen,
    * Wenn Kinder keine Kinder mehr sein dürfen,
    * Wenn die Täter geschützter werden als die Opfer,
    * Wenn Wahnsinn als „Normal“ gefeiert wird,
    * Wenn der Politiker nicht für das Volk, sondern vom Volk lebt.“ +++

    Bitte aufmerksam studieren/lesen:
    https://deutsche-stimme.de/der-rand-zerstoerungsplan-fuer-deutschland/

    Klardenker–Grüße aus der SCHWEIZ
    Ihr und Euer
    Robert & Team*

    1. Mit
      „Er setzt die Bereitschaft […] damit ein Ende ihrer dubiosen Karrieren verbinden …“
      widersprechen Sie sich selbst.

      Wer eine dubiose bzw. verachtens- und hassenswert materialistische Laufbahn zur Übervorteilung seiner Stimmzettel-Abgeber (Wahlvieh) und Ernährer (Steuerzahlvieh) startet, der tut es nicht um dann irgendwann bereitwillig zu gestehen:

      „Tut mir leid, ich hab euch alle lebensgefährlich und wiederholt verarscht (wie meine Ampel-Vorgänger*innen) und ich weiß, dass ich dafür in anderen Jahrhunderten im Steinbruch oder am Galgen verreckt wäre (wie meine Ampel-Vorgänger*innen).
      Aber weil ich jetzt plötzlich ein ehrenwerter, ehrbarer und ehrenhafter Zivilisationshüter bin, deshalb räume ich nun bereit- und freiwillig meinen Stuhl und melde mich beim Arbeitsamt, um noch mal ganz von vorn und unten anzufangen. Mit einem richtigen, volkswirtschaftlich nötigen Umschulungs- u. Handwerksberuf oder mit Wiederholung und Fortsetzung meines damals für die Politiklaufbahn abgebrochenen Studiums.“

      Der Artikel ist mit seinem Volumen weitgehend überflüssig, da er weitgehend ohne große Neuigkeiten die chronisch volkswohlschädigende Agenda bestätigt, an die Sie per RAND-Zerstörungsplan lobenswert erinnern.

      Siehe auch
      Haintz.media/artikel/deutschland/merz-reformtheater-grossspurige-ankuendigungen/ und https://t.me/freiesachsen/9892

      Das Hauptproblem ist nicht fehlende Bereitschaft von Politikern, sondern — wie Markus Haintz und Ingo Weber bei Telegram sinngemäß schrieben — die fehlende Bereitschaft des Restvolkes (antivölkisch: Bevölkerung) die Volks- und Völkerschädiger von ihren Stühlen zu fegen; mit den letzten legalen Mitteln, die wir derzeit noch haben.

  2. Passender Nachtrag zur Diagnose,
    dass nicht die Politnasen die Hauptschuldigen sind, sondern wir selbst, die antivölkische Bevölkerung mit vorsätzlich kognitiver Dissonanz.

    Man kann „unseren“ Kippaträgern der angeblich „christlich-jüdischen Wertegemeinschaft“ nicht hochgradige Heimlichtuerei und maximale Heimtücke vorwerfen, denn sie sind ziemlich offen und ehrlich, also „demokratisch transparent“ — für die, die ihre Sinne zum Sehen und Hören ehrbar und menschenwürdig benutzen wollen:

    https://t.me/RAHaintz/68760 Kulissenriss mit Silberjunge.
    Sicherung: // archive.is/LDmU2

    1. „BRAVO & CHAPEAU..“

      Gebe es doch mehr als eine Mio. Klardenker, wie Sie – müßten sich die fremdgesteuerten Vasallen warm anziehen..!!

      Die meisten Menschen wissen überhaupt nicht was in der politischen Wirklichkeit der Scheindemokratie geschieht. Und das schlimme daran, sie wissen gar nicht dass sie es nicht wissen und glauben mit Wahlen irgendetwas verändern zu können.

      + + + ..Sie lügen..!
      Wir wissen das sie lügen…sie wissen, daß wir wissen das sie lügen…
      und trotzdem lügen sie weiter..!!! + + +

      Bleiben Sie gesund & hellwach…

      Klardenker–Grüße aus der SCHWEIZ
      Ihr und Euer
      Robert & Team*

      1. Danke.
        Zur Wirksamkeit von Wahlen:

        Da habe ich noch keine gefestigte Meinung, weil mir im Kopf Informationen fehlen. Ich weiß, dass sie existieren, aber Verarbeitung ist noch nicht geschafft [1]. Den platten Spruch anderer (falscher Patrioten mit Lähmungsauftrag) lehne ich wie alle Plattheiten ab:
        „Man kann mit Wahlen nichts verändern.“

        Mein aktueller Standpunkt kurz:
        Zweigleisig fahren, AfD als Zwischenschritt, als eine Partei deren Kopf man wie bei jeder Partei auf Standfestigkeit immer wieder, aber nicht täglich rund um die Uhr, überprüfen muss.

        [1] Ein derzeit noch unverarbeitetes Beispiel von x, 4,5 Stunden:
        Juden an Björn Höcke:

        „Herr Höcke, ich bin Jude. Ich bete für Sie.“

        2.878.688 Aufrufe vor 4 Tagen bei @ben_ungeskriptet:
        https://www.youtube.com/watch?v=VO3QuFZ5rFg

        Plus Kulissenriss vom Silberjungen:
        youtube.com/watch?v=5a0dOcHSygM

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