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Die Linke: Antizionismus als neue Parteilinie

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Mit der neuen Linie verschiebt sich das ideologische Zentrum der Partei spürbar. Beobachter sehen darin mehr als nur eine Zuspitzung der bisherigen Israelkritik.
Zusammengefasst

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Der jüngste Beschluss des niedersächsischen Landesverbands der Linken markiert einen Einschnitt, der weit über regionale Parteipolitik hinausweist. Mit der Ablehnung des „heute real existierenden Zionismus“ hat erstmals ein Parteitag der Linken eine Position verabschiedet, die von zahlreichen Kritikern als Infragestellung der Existenz Israels interpretiert wird. Der Schritt fällt in eine Phase, in der die Partei stark gewachsen ist, zugleich jedoch ihre inhaltlichen Konflikte offener denn je austrägt.

Der Beschluss von Hannover und seine politische Sprengkraft

Der Parteitag in Hannover verabschiedete mehrere Anträge, die Israel scharf kritisieren und Begriffe wie „Genozid“ und „Apartheid“ verwenden. Dieser Antrag wurde auf dem Parteitag der Linken Niedersachsen mit 104 von 157 Stimmen angenommen. Anschließend zeigte sich die niedersächsische Linkspartei zufrieden mit ihrem Erfolg. In einem Video, das auf 𝕏 geteilt wurde, heißt es:

„Wir […] haben es geschafft. […] Wir […] schaffen es, uns klar vom Zionismus und dessen Folgen zu distanzieren, und sind als erster Landesverband antizionistisch.“

»Frederik Schindler | 𝕏«

Der zentrale Antrag zielte ursprünglich auf eine generelle Ablehnung des Zionismus, »wurde dann sprachlich abgeschwächt«, inhaltlich jedoch kaum verändert. Innerparteiliche Kritiker warnten vergeblich vor den Konsequenzen. Inhaltlich geht der Beschluss über klassische Regierungskritik hinaus. Israel wird nicht nur politisch angegriffen, sondern als strukturell problematisches Staatsprojekt beschrieben. Delegierte, die sich gegen den Antrag stellten, verließen teils demonstrativ den Parteitag.

Quelle: Die Linke | »Michael Thaidigsmann | 𝕏«

Anschließend ließ eine Reaktion der Sicherheitsbehörden nicht lange auf sich warten. Der niedersächsische Verfassungsschutz kündigte auf 𝕏 an, die getroffenen Aussagen zu prüfen und mögliche verfassungsrechtliche Implikationen zu analysieren. Darüber hinaus hieß es:

„Wir haben die Äußerungen im Zusammenhang mit dem Parteitag des niedersächsischen Landesverbandes der Partei „Die Linke“ wahrgenommen. Wir prüfen etwaige antisemitische bzw. auch alle weiteren Tendenzen, die verfassungsschutzrechtlich relevant sein könnten, kontinuierlich. Darüber hinaus sind in Niedersachsen die linksextremistischen Strömungen innerhalb der Partei Die Linke „Kommunistische Plattform“ und „Antikapitalistische Linke“ bereits Beobachtungsobjekte bei uns.“

Anschließend verteidigte der Landesverband seine Position. Thorben Peters, Landesvorsitzender der Linkspartei, erklärte, man nehme zur Kenntnis, dass der Verfassungsschutz einzelne Aussagen des Landesparteitags prüfe. »Er sagte weiter«:

„Wir sind überzeugt, dass eine sachliche Betrachtung bestätigen wird, dass Die Linke Niedersachsen innerhalb des demokratischen Spektrums agiert.“

Zwischen Verteidigung und Kritik: Die Partei im Spagat

Führende Vertreter der Linken bemühen sich um Schadensbegrenzung, ohne eine klare Abgrenzung vorzunehmen. »Parteichef Jan van Aken« ordnete die umstrittenen Aussagen in den bestehenden Beschlussrahmen ein, während Fraktionschefin »Heidi Reichinnek« die Wortwahl kritisierte, den Kern jedoch verteidigte.

„Aus meiner Sicht wird der Beschluss der komplexen Lage in Israel und Palästina nicht gerecht.“

Gleichzeitig betont die Parteiführung, es gehe um Kritik an konkreter Regierungspolitik. Der niedersächsische Landesvorsitzende Thorben Peters weist Antisemitismusvorwürfe zurück und »fordert eine differenzierte Betrachtung« der Formulierungen. Peters betonte mit Blick auf den Begriff „real existierender Zionismus“, dass der Partei die unterschiedlichen Deutungen bewusst seien. Aus Sicht der Linken gehe es dabei aber um „konkrete politische Ausprägungen und Entwicklungen“, nicht um „eine abstrakte oder allgemeine Definition von Zionismus“. Die Passage müsse daher im „Kontext des gesamten Beschlusses gesehen werden“, erklärte er. Zugleich nehme man die „öffentliche und innerparteiliche Diskussion sehr ernst“ und wolle sie im Landesverband „sorgfältig auswerten“.

Diese Argumentation steht jedoch im Widerspruch zur Wahrnehmung vieler externer Beobachter, die im Beschluss eine ideologische Verschiebung erkennen.

Historische Linien: Antizionismus in der linken Tradition

»Die aktuelle Entwicklung« lässt sich nicht isoliert betrachten. Bereits in der DDR, als die Partei noch unter dem Namen SED auftrat, und später in der PDS existierten antiisraelische Narrative. Zwar versuchte die Parteiführung um Gregor Gysi nach der Wiedervereinigung, dieses Erbe zu korrigieren und eine proisraelische Position zu etablieren, doch der Einfluss anderer Strömungen blieb bestehen.

Mit dem Zusammenschluss zur gesamtdeutschen Partei verstärkten sich diese Spannungen. Westdeutsche Linke brachten tradierte antiimperialistische Deutungsmuster ein, in denen Israel häufig als koloniales Projekt interpretiert wurde.

Der jüdische Publizist Henryk M. Broder beschrieb diese Entwicklung in »Antisemitismus von Links« bereits früh und sah in der Delegitimierung Israels eine moderne Form des Antisemitismus. In seiner Analyse schreibt er:

„Das antizionistische Engagement — die Gegnerschaft zum Staat Israel und der Bewegung, aus der er entstanden ist — ist in allen politischen Gruppen links der SPD. […] Der Antizionismus ist in seinem Wesen […] mit dem Antisemitismus identisch. Wer den Zionismus angreift, aber beileibe nichts gegen die Juden sagen möchte, macht sich oder anderen etwas vor. Der Staat Israel ist ein Judenstaat – wer ihn zerstören möchte, betreibt den Judenhaß von einst und von jeher.“

Neue Mitglieder, neue Dynamiken

Der »massive Mitgliederzuwachs« der vergangenen Jahre hat die Partei strukturell verändert. Viele neue Mitglieder stammen aus jüngeren und migrantischen Milieus, in denen der Nahostkonflikt eine größere Rolle spielt. Innerhalb der Partei führt dies zu neuen Allianzen und Konfliktlinien. »Ein offener Brief an Gregor Gysi« zeigt, wie sensibel diese Debatten geführt werden. In dem von vielen Parteimitgliedern unterstützten Schreiben heißt es, Gysi stelle Migrantinnen und Migranten unter Generalverdacht und verknüpfe dies mit einem „angeblich zunehmenden Antisemitismus-Problem“. Seine Hinweise auf problematische Israelbilder unter neuen Mitgliedern wurden zudem als „rassistisch“ zurückgewiesen.

Parallel radikalisiert sich die Parteijugend. Beschlüsse der Linksjugend stellen nicht nur die israelische Politik infrage, sondern beschreiben den Staat selbst als koloniales Projekt. »Sie fordern«:

„Es ist unsere Aufgabe als Sozialist:innen in Deutschland, die revolutionären Bewegungen in der Region zu unterstützen und den deutschen Staat daran zu hindern, die Revolution mithilfe seiner Verbündeten in der Region niederzuwerfen und demokratische und sozialistische Ansätze zu unterdrücken.“

Nach Darstellung der Linksjugend wird mit dem Beschluss ein „historisches Versagen“ anerkannt.

Der Bruch mit bisherigen Standards

Eine entscheidende Weichenstellung erfolgte 2025, als die Partei beim Bundesparteitag die Antisemitismusdefinition der »International Holocaust Remembrance Alliance« verwarf und sich stattdessen der »Jerusalemer Erklärung« zuwandte, die 2021 eine neue Definition für Antisemitismus vorlegte. Diese erlaubt deutlich weitergehende Israelkritik, ohne sie automatisch als antisemitisch einzuordnen. In ihrem Beschluss heißt es:

„In ihrem Kampf gegen Antisemitismus stellt sich Die Linke hinter die Forderung von hunderten Wissenschaftlerinnen und Antisemitismusexpertinnen nach einer tragfähigen Antisemitismusdefinition und schließt sich gemeinsam mit ihnen der Jerusalemer Erklärung an. Diese Definition verschließt sich dem Missbrauch des Antisemitismusbegriffs von rechts.“

Kritiker sehen darin eine bewusste Öffnung für antizionistische Positionen. Der »Zentralrat der Juden reagierte« entsprechend scharf. Dort hieß es, dass die Linkspartei gegenüber der jüdischen Gemeinschaft, in der die IHRA-Definition international anerkannt ist, Ignoranz zeige. »Und weiter«:

„Die Linke zeigt, wo sie steht – und das ist nicht an der Seite der Jüdinnen und Juden in Deutschland. Die I[…] Linkspartei […] zeigt einen radikalen Kern der Partei, der – getrieben von Israelhass – dazu beiträgt, den Antisemitismus unserer Zeit zu verschweigen.“

Dass sich der Raum für migrantische und linke Israelgegner deutlich erweitert hat, zeigt sich unter anderem in Berlin. Dort äußern palästinensische Unterstützer bei Demonstrationen immer wieder offen ihre Feindseligkeit gegenüber Israel.

Politische und gesellschaftliche Reaktionen

Die Reaktionen auf den niedersächsischen Beschluss fallen ungewöhnlich breit und scharf aus und reichen weit über parteipolitische Konkurrenz hinaus. Vertreter unterschiedlicher politischer Lager sehen in der verabschiedeten Position nicht lediglich eine zugespitzte Form der Israelkritik, sondern eine Grenzüberschreitung, die grundlegende Prinzipien des demokratischen Diskurses berührt. Insbesondere aus den Reihen von CDU und Grünen wird der Vorwurf erhoben, dass hier ein politisches Signal gesetzt werde, das mit den Maßstäben einer demokratischen Partei nicht vereinbar sei. Dabei wird betont, dass Kritik an der israelischen Regierung legitim sei, die pauschale Delegitimierung zentraler Begriffe wie Zionismus jedoch eine andere Qualität erreiche. In diesem Zusammenhang äußerte sich Karin Prien besonders deutlich.

„Wohlstandsverwahrloste Kommentare voller Ignoranz und Antisemitismus. Es geht um die Existenz des Volkes Israel, es geht um die Zukunft jüdischen Lebens weltweit.“

Der Parteitagsbeschluss der Linken stößt bei den niedersächsischen Grünen ebenfalls auf Ablehnung. Landeschef »Maximilian Strautmann erklärte«, Angriffe dieser Art hätten im demokratischen Spektrum keinen Platz. Kritik an der als völkerrechtswidrig bewerteten Siedlungspolitik der Regierung Netanjahu sowie das Thematisieren palästinensischen Leids seien legitim – antisemitische Parteitagsentscheidungen seien dafür jedoch nicht erforderlich.

Auch außerhalb der parteipolitischen Arena wird die Entwicklung mit wachsender Besorgnis verfolgt. Jüdische Organisationen und Verbände sehen in dem Beschluss ein alarmierendes Signal, das über innerparteiliche Debatten hinausreicht und konkrete Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima haben könnte. Diese Einschätzung findet sich auch in der Berichterstattung der Jüdischen Allgemeinen wieder. Dort heißt es:

„Der jüngste Beschluss aus Niedersachsen ist deshalb mehr als nur eine regionale Parteitagsentscheidung. Er ist eine Offenbarung. Er zeigt nicht, dass die Linke plötzlich ihr Gesicht verändert hat. Er zeigt vielmehr, dass sie es immer weniger versteckt. Der Antizionismus ist innerhalb der Linken längst kein Randphänomen mehr. Oder war es nie. Er ist Teil ihres ideologischen Selbstverständnisses geworden. Oder war es schon immer.“

Gleichzeitig zeigt sich »eine deutliche Distanzierung« im Umgang mit der Partei. Vertreter jüdischer Gemeinden machen unmissverständlich klar, dass sie unter den gegebenen Umständen nicht zu Gesprächen bereit sind und einen Austausch ablehnen.

Austritte und Erosion innerparteilicher Kritik

Die innerparteilichen Entwicklungen bleiben nicht folgenlos, sondern schlagen sich zunehmend in personellen Konsequenzen nieder. In den vergangenen Monaten haben mehrere profilierte Vertreter die Partei verlassen, darunter der brandenburgische Antisemitismusbeauftragte »Andreas Büttner«, der seiner Partei anlastete, antisemitische Vorfälle in den eigenen Reihen zu verschleiern., sowie die ehemaligen Berliner Senatoren »Klaus Lederer« und »Elke Breitenbach«. Diese Austritte sind keine isolierten Einzelfälle, sondern Ausdruck einer tiefergehenden Entfremdung zwischen unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Partei. Die Betroffenen begründen ihren Schritt übereinstimmend mit einer aus ihrer Sicht unzureichenden Abgrenzung gegenüber antisemitischen und antizionistischen Positionen sowie mit einer politischen Kultur, die entsprechende Tendenzen dulde oder relativiere.

Besonders deutlich »formulierte diese Kritik« der frühere Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte. Dabei wird nicht nur ein punktuelles Problem beschrieben, sondern eine strukturelle Entwicklung, die sich über Jahre hinweg verfestigt habe.

„In der Linken gibt es ein massives Antisemitismusproblem.“

Mit dem Weggang dieser Akteure verliert die Partei zugleich einen Teil jener Stimmen, die über lange Zeit hinweg als internes Korrektiv fungierten. Ihr Rückzug verschiebt die innerparteilichen Kräfteverhältnisse weiter zugunsten jener Gruppen, die in der Israelpolitik eine deutlich konfrontativere Linie vertreten. Damit geht jedoch nicht nur personelle Erfahrung verloren, sondern auch die Fähigkeit zur inneren Selbstkritik.

Eine Partei im strategischen Dilemma

Die Linke befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen wachsender Mobilisierung und politischer Isolation. Einerseits steigende Mitgliederzahlen und Wahlergebnisse, andererseits zunehmende Zweifel an ihrer Koalitionsfähigkeit. Selbst innerparteilich wird gewarnt, dass der Kurs langfristig in die politische Bedeutungslosigkeit führen wird. Bemerkenswerterweise äußert selbst die dezidiert linke taz ihre Kritik und fasst die Problematik treffend zusammen:

„Eine Partei, deren Kurs zunehmend von radikalen An­ti­zio­nis­t:in­nen bestimmt wird, der wiederholt durch antisemitische Ausfälle für Skandale sorgt, ist kein ernstzunehmender politischer Verbündeter und kein potenzieller Koalitionspartner. Erst recht nicht, wenn es um das Thema Antisemitismus geht.“

Die Entwicklung der Linken zeigt eine deutliche Verschiebung ihrer politischen Schwerpunkte. Antizionistische Positionen sind längst kein Randphänomen mehr, sondern prägen zentrale Debatten und Beschlüsse. Ob es der Parteiführung gelingt, diese Dynamik zu kontrollieren oder ob sich der eingeschlagene Kurs weiter verfestigt, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass der Konflikt um Israel zum Lackmustest für die politische Ausrichtung der Partei geworden ist.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

8 Antworten

  1. Wir lernen sehen und Lückenmedien enttarnen. Mit der Frage:
    Was fehlt?

    Es fehlt hier die Frage:
    Was denken die kritisierten Linken und die kritisierte Israel-Führung jeweils über die seit x Jahrzehnten ausgesessene Zwei-Staaten-Lösung?
    Und es fehlt die Frage:
    Ist der internationale Strafgerichtshof mit seinem Haftbefehlantrag gegen Benjamin N. ein Instrument der Linken, dass schnellstens neutralisiert werden muss?

    Lackmustest haben wir jetzt nicht nur für diese kleine Partei, sondern die ganze Welt, Frau Beicht!
    Z. B. müssen wir die EU-Außenpolitikbeauftragte Kaja Kallas fragen, wie sie die Staatsräson mit ihrer Kritik am Waffen- und Munitionsverbrauch unter einen Hut bzw. eine Kippa bringen will.
    https://rtde.press/meinung/273775-europas-chance-zum-beenden-seiner-geistigen-umnachtung-trumps-iran-krieg/

    Und Benjamin Netanjahu müssen wir zur Vergleichbarkeit von Religionsfiguren mit Fakten befragen. Und auch zum Barbarei-Nachweis und zur Barbarei-Definition! Was wollen wir mit denen machen, für die Barbarei schon beim Aufschlitzen lebender Tiere und der Genitialverstümmelung an Kindern beginnt? Alle ausweisen? Oder wegen Hyperempfindlichkeit psychiatrisieren? Oder wegen Antijudaismus inhaftieren?

    „Jesus Christus war Dschingis Khan nicht überlegen“, berichtet
    Rumble.com/v77dip2-netanjahu-jesus-christus-war-dschingis-khan-nicht-berlegen.html
    Was sagen die internationalistischen Blasphemie-Gesetzgeber*innen dazu?

  2. Gratulation!

    Nachdem „Die Linke“ in klaren deutschen Worten mit vier Unterpunkten differenziert dargelegt hat, welche ideologische Praxis innerhalb des real existiernden Zionismus aus ihrer Sicht abzulehnen ist, bedient sich „haintz.media“ derselben Methoden, die das Portal andernorts bei politischen Gegnern zurecht kritisiert. Schnipsel und Wortmeldungen, die auf einer Metaebene die inhaltliche Auseinandersetzung vermeiden und die von Vertretern des korrupten Marketing-Polit-Betriebs abgesondert wurden, werden zusammengekratzt, um (auf längst nicht mehr subtile Weise) die Diskussion abzuwürgen und gleichzeitig den politischen Feind zu diskreditieren. – Da möchte man glatt seinen Weimarer Hut vor Euch ziehen!

    Jeder angesprochene Unterpunkt betrifft die Notwendigkeit zur Strafverfolgung hochkrimineller Täterkreise, die seit über hundert Jahren den vielleicht zu Beginn der Bewegung noch verständlichen Zionismus-Gedanken usurpiert haben. Und auf einem Portal, dem zumindest juristischer Hintergrund attestiert werden muss, schafft Ihr es, ein solches Elaborat zu publizieren, das nichts Konstruktives zur Lösung irgendeines Problems beiträgt. – Wenn Ihr die Waffe des Rechts, als einzige Schranke zur Barbarei, nur noch selektiven Interessen unterordnet, dann verkehrt Ihr sie in ihr Gegenteil.

    Eine Frage sei gestattet: Verteidigt Ihr neuerdings einen des Mordes Angeklagten mit dem Argument, dass die Staatsanwaltschaft die existenzielle Vernichtung Eures Klienten anstrebt?

    Die gesamte deutsche Politik, wie augenscheinlich auch die gesamte deutsche Rechtspflege, ist wahrlich zu einer grotesken Clownshow verkommen. Beide sind unfähig, auch nur die elementarsten Errungenschaften zivilisatorischer Grundübereinkünfte zu garantieren.

    Auch schafft es niemand, den Fokus der Öffentlichkeit auf jene Täter zu lenken, die in einem Rechtsstaat als gesetzliche Garanten dazu verpflichtet wären, die Lehren aus der Geschichte durch Strafverfolgung in die Tat umzusetzen, und die stattdessen den moströsesten Menschheitsverbrechen durch Mittäterschaft sekundieren, indem sie unechte Unterlassungsdelikte begehen.

    Ihr habt verloren. Eure Gegner haben verloren. Deutschland hat verloren.

    Das Spiel ist aus.

    P.S.: Kommt noch ein Arikel, in dem Ihr über den friedliebenden, sich nach Monarchokratie verzehrenden Demonstranten berichtet, den die mongolischen Horden des Hitler-Mullah-Regimes im Iran zum Tode verurteilt haben? – Denn dabei könntet Ihr nämlich bequemerweise vergessen, dass dieser moderate Rebell zwei Polizisten mit einer Machete zerstückelt hat, nachdem er großisraelische Stimmen aus einer Suppenschüssel namens „Starlink“ zu hören glaubte.

    1. „Nachdem „Die Linke“ in klaren deutschen Worten mit vier Unterpunkten differenziert dargelegt hat, welche ideologische Praxis innerhalb des real existiernden Zionismus aus ihrer Sicht abzulehnen ist, bedient sich „haintz.media“ derselben Methoden, die das Portal andernorts bei politischen Gegnern zurecht kritisiert. Schnipsel … „
      Punkt.
      Damit ist im Kern alles gesagt.
      Aber ich tu mich ebenfalls schwer beim Kürzen, wie man auch wieder an diesem Kommentar sehen kann.

      Haintz-Media hat wider besseren Wissens [1] zumindest suggestiv einen neuen Tiefpunkt erreicht mit der übelst selektiven, einseitigen, pauschalen Gehirnwasch-Propaganda Worthülsen- und Lügenkette a la Broder und Zentralrat:
      Antizionismus = Antisemitismus = Antijudaismus = Gewalt = Judenvernichtungsziel.

      Statt klipp und kar zu sagen:

      „Wir lieben Juden. Aber nicht alle!“

      Aber dann hätte man sich entscheiden müssen, welche Juden man (zusammen mit Redaktionsmitglied Plutz) weniger mag und welche mehr.

      Mehr oder weniger … z. B. den Gewaltbehaupter, Spalt- und „Brandmauer“-Wächter Josef Schuster? ( archive.md/rfVSR )
      Oder Evelyn Hecht-Galinski? (»Das elfte Gebot: Israel darf alles« archive.md/pF4BR )
      Oder Shlomo Sand?
      Oder Norman Finkelstein? ( archive.md/NKeON )
      Oder Rabbi Eliezer Kaschtiel? („Ja, wir sind Rassisten, natürlich sind wir das. Es gibt Rassen und Nationen auf der Welt, die genetische Attribute haben, […]“)
      Oder Bildungsminister Rafi Peretz? (Nennt Mischehen „zweiten Holocaust“)
      RTde.online/der-nahe-osten/91219-israelischer-rabbi-zu-palaestinenser-seid/

      Oder den ebenfalls angenehm ehrlichen, gut gelaunten Rabbi ab Minute 20 im Video bei DerDritteBlickwinkel.com/projekte/folge-6-rassenrealismus

      Oder Moshe Zuckermann?:

      „Als der renommierte israelische Schriftsteller (irakischer Provenienz) Sami Michael jüngst auf einer Konferenz der Universität Haifa sagte, die israelische Kultur sei nicht weniger vergiftet als die extremistischen Strömungen im Islam, […] zudem noch hinzufügte, Israel könne mit Recht als „rassistischster Staat in der entwickelten Welt“ gelten, kam es zum Eklat.“
      Krass-und-konkret.de/autorenblogs/kritische-intelligenz-in-israel/

      [1]
      https://www.guidograndt.de/2014/08/07/antisemitismus-debatte-darf-eine-deutsche-juedin-israel-kriegsverbrechen-im-gaza-vorwerfen/
      WikiReal.info/wiki/Täuschende_Argumentationen
      VDS-eV.de/infobriefe2021/infobrief-vom-5-september-2021-politische-kampfbegriffe-und-sprachmissbrauch/

  3. Wir helfen dem Lückenmedium.
    Kennen Sie Joe Kent?
    Ein hohes Tier, dass von den Anti-Antizionisten totgeschwiegen wird.
    Weil er die Staatsräson verweigert.

    Schöne Formulierung als Ersatz für *zion*:
    „… Druck der mächtigen US-israelischen Lobby …“
    Aus
    Trumps Anti-Terror-Chef tritt zurück: Iran war nie eine Bedrohung, sterben für „Israel-First“
    https://rtde.press/meinung/273794-trumps-anti-terror-chef-tritt-aus-protest-zurueck/
    “ … eine neue Ära ohne ständige US- und zionistische militärische Interventionen …“

    Bleibt es hier in der BRD bei der Pflicht zum „Sterben für Israel am Brandenburger Tor“? Wann kommt das große Lexikon für erlaubte Kritik- und Meinungsfreiheitssprache?

    1. Die kleine Anfrage zur extrem solitären und pauschalen Staatsräson ( archive.ph/KOgqN ) wurde mit Erinnerung an die Kommentatoren Solution und RM, siehe
      https://sezession.de/64285/israel-und-demographie-3
      in den letzten Stunden wie folgt relativiert und aktualisiert:

      „Weidel setzt gegen Lucassen US-kritischen AfD-Kurs zum Iran-Krieg durch … Nach dem Beginn der Aggression gegen Iran geht nun die Parteispitze zunehmend auf Distanz zu den USA und kritisitert den US-Präsidenten …“
      RTde.press/international/274113-weidel-setzt-gegen-lucassen-us-kritischen-afd-kurs-zum-iran-krieg-durch/

  4. Tatmuster- und Erinnerungskultur-Rückblick zum Stand: 10.09.2025, Zitate aus der Taz:

    „Das türkische Außenministerium [sehr wichtiger NATO-Partner — I. N.] spricht Israel [1] ab, an einem Frieden im Nahost-Krieg interessiert zu sein. „Dass das Verhandlungsteam der Hamas angegriffen wird, während die Waffenstillstandsverhandlungen noch andauern, zeigt, dass Israel den Krieg fortsetzen und nicht Frieden erreichen will“, heißt es in einer Stellungnahme.

    Katar [extremi wichtiger US-Militärstützpunkt, x-tausend Kilometer entfernt vom US-Defense-Ministerium — I. N.] sei als Land, das sich aktiv als Vermittler für einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas eingesetzt hat, „zu einem weiteren Ziel Israels in der Region“ geworden. „Dies ist ein klarer Beweis für die Expansionspolitik Israels in der Region und für die Übernahme des Terrorismus als Staatspolitik.“
    Tz.de/politik/angriff-israel-attackiert-katar-internationale-reaktionen-auf-den-zr-93925458.html ( archive.md/jOc78 )

    [1] Kein NATO-Mitglied, obwohl die Trommel der „christlich-jüdischen Wertegemeinschaft“ fleißig getrommelt wird, vereint mit dem offiziellen Freund Donald Trump! Und die Alibi-Seite // en. wikipedia.org/wiki/Israel–NATO_relations gibt es nur in drei Sprachen!
    Superkoscher. // archive.md/ppb7o
    Unser Wikihausen.de, wie es leibt und lebt und klebt in den Gehirnen der Sklaven und leider auch schon tief verankert in den politisch „korrekt“ programmierten KI-Maschinen.
    https://netzwerkkrista.de/2026/03/09/kuenstliche-intelligenz-als-teil-der-kommunikationsueberwachungsbuerokratie-des-digital-services-act/#comment-27663

    Tja, so sieht sie aus, die extreme Dysbalance der demokratischen Transparenz im „besten Deutschland aller Zeiten“. Ein riesiges Kartenhaus aus Lügen. Wenn du wissen willst wer dich beherrscht, so brauchst du nur herauszufinden, wen du niemals systemrelevant kritisieren darfst.

  5. Tja, die Frau Beicht und der schweigende Herr Plutz,
    hier brav im Gleichschritt mit dem feinen ZentralratDerJuden und sonstigen Systemmedien, müssen noch viel lernen. Mehr als ich.

    Nämlich das, was Kippaträger Stasi-Maas [1] von der inzwischen tiefst gesunkenen SPD [2] mal in einem richtigen Moment rechtens und richtig gesagt hat:

    Nicht pauschalisieren!

    Wir machen den Lügner-, Leugner-, Demokratie- und Integrationstest. Finde den Fehler in
    „… an der Seite der Jüdinnen und Juden in Deutschland.“

    Es gibt ihn nicht! DEN Juden!
    Ebensowenig wie „den Deutschen“ oder „den Eskimo“ oder den sonstigen Gruppenstandard.
    Deshalb schasst und hasst der Zentralrat die Juden in der AfD, azionistische und antizionistische Juden und alle systemrelevanten Kritiker und — nicht nur, aber auch deshalb — werden Sätze wie „Der ewige Bube.“, „Der ewige Friedman“, … als Straftat verfolgt. Siehe z. B. trtdeutsch.com/article/2535428; aber Friedman öffentlich ein Riesenarschloch nennen darf man, wenn man Jude ist). Und deshalb gibt es Juden, die sich bei Nichtjuden über die Antisemitismuskeule von Juden beschweren.
    // netzwerkkrista.de/2023/04/29/die-antisemitismuskeule/
    Ja, so irre sind die Zeiten in denen wir leben. Aber nicht zufällig, sondern weil es jemand gibt, der das orchestrierte Spalt- und Desorientierungschaos will.

    Nichtjude Uwe B. fordert Verbot von Juden. Politisch sortierte „Vielfalt“: Hessischer Staatsbeamter fordert Verbot von jüdischem Verein:
    RTde.online/meinung/269397-politisch-sortierte-vielfalt-hessischer-staatsbeamter/

    Und weil auch die Haintz-Media-Redaktion noch das Differenzieren lernen muss, zwischen guten Juden und bösen Juden, deshalb sind sie jetzt da, die

    Bomben auf Juden von Juden

    https://rtde.online/kurzclips/video/276361-us-israelische-angriffe-zerstoeren-synagoge-in-teheran/

    Na, Frau Beicht,
    mal ganz ehrlich, wussten Sie, dass der Iran die Heimat der zweitgrößten jüdischen Gemeinde im Nahen Osten ist? Sie sind doch KI-Kennerin. Wie entscheiden Sie, wann Sie das Werkzeug nutzen und wann nicht?

    [1] // sciencefiles.org/2017/06/17/maas-gruendlich-blamiert-bundestags-gutachten-erklaert-netzwerkdurchsetzungsgesetz-fuer-verfassungswidrig/
    // pi-news.net/2017/03/maas-laeuft-amok-50-mio-fuer-hasskommentar/
    // geopolitiker.wordpress.com/2016/07/15/im-sinne-des-betruges-und-meinungs-manipulation-anetta-kahane-heiko-maas-und-die-amadeu-antonio-stiftung/
    // ktla.com/news/nationworld/chancellor-merkel-stresses-germanys-need-to-protect-jews-wearing-skullcaps-nationwide/
    [2] Z-Versand.shop/produkt/ruw-zeitschrift-sonderausgabe-spd/

    1. Und nun Stellungnahme + ewiges Tatmuster — Lückenmedium — vom lieben Benjamin N. zum bedauerlichen Vorfall

      Bomben auf Juden von Juden = Kollateralschaden.
      Immer Opfer, niemals Täter.

      Dazu bissle Erinnerungskultur:

      „Erinnern wir uns daran, dass die israelischen Streitkräfte (IDF) zuvor, als Synagogen in Israel selbst angegriffen wurden, behaupteten, der Iran nehme gezielt religiöse Hochburgen ins Visier.“

      Quelle:
      https://de.topwar.ru/280642-v-izraile-prokommentirovali-svoj-udar-po-sinagoge-v-tegerane.html

      Siehe auch Bitte um Strafanzeigen in
      Haintz.media/artikel/recht/ausnahmsweise-staatsanwalt-pro-meinungsfreiheit/#comments

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