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Die nukleare Abrissreserve
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9/11 – Der WTC-Masterplan im Atomzeitalter

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Von der Madman-Doktrin bis zur Abrissreserve FE-50. Wie absurd war es tatsächlich, Wolkenkratzer mit nuklearer Zerstörungsoption zu konstruieren?
Zusammengefasst

Ein Kommentar von Andreas Pieper. Zuerst veröffentlicht auf Substack.

Der Wahnsinn der nuklearen Gebäudezerstörung

Als das World Trade Center geplant wurde, befand sich die Welt mitten im Kalten Krieg. Neben militärischen Anwendungen untersuchte man auch zivile Nutzungsmöglichkeiten von Kernexplosionen, etwa für großtechnische Erdarbeiten.

Doch wurde tatsächlich auch in Betracht gezogen, bei der Bauplanung ziviler Hochhäuser in Großstädten eine nukleare Zerstörung vorzusehen? Diese These vertritt Dimitri Khalezov, ein russischer Whistleblower, mit Blick auf die Zwillingstürme. Seinen Angaben zufolge sollte damit einer rechtlichen Rückbauanforderung Genüge getan werden. Rückblickend erscheint dieses Motiv absurd, zumal entsprechende Regelungen erst seit den 1990er-Jahren verstärkt Eingang in die Baugesetzgebung fanden.

Welches zeitgenössische Motiv dennoch denkbar wäre und wie eine solche Option technisch umsetzbar ist, sodass sie auch mit dem tatsächlichen Einsturzprozess im Einklang steht, darüber wird in diesem Artikel spekuliert. Als Anhaltspunkte dienen ungewöhnliche Höhenangaben in Bauzeichnungen sowie historische Fotografien, auf denen schachtartige Strukturen zu erkennen sind.

Nuklearer Landschaftsbau

In den 1960er-Jahren galt die Kernenergie als Zukunftstechnologie. Im Rahmen des US-amerikanischen Programms Project Plowshare untersuchte man, ob Kernexplosionen für großtechnische Projekte wie den Bau von Kanälen oder die Erzeugung unterirdischer Hohlräume eingesetzt werden könnten. Diese Programme belegen, dass nukleare Großprojekte damals tatsächlich diskutiert wurden.

Khalezov und die nukleare Hypothese

Dimitri Khalezov sagt, die Zwillingstürme seien bereits bei ihrer Errichtung auf eine spätere nukleare Zerstörung vorbereitet worden. Er diente seit den 1980er-Jahren beim sowjetischen Sonderkontrolldienst zur Aufklärung nuklearer Explosionen. In diesem Zusammenhang habe er durch den gegenseitigen Informationsaustausch über nukleare Explosionen zu Forschungs- und zivilen Zwecken von einer nuklearen Zerstörungsoption für das World Trade Center und andere Gebäude in den USA erfahren.

Der Zweck sei rein bürokratischer Natur gewesen: Für Hochhäuser dieser Größenordnung habe eine Methode nachgewiesen werden müssen, mit der sie später wieder beseitigt werden könnten.

Khalezov belegte beim Interview mit dem Nexus Magazin seine Tätigkeit beim Sonderkontrolldienst, liefert jedoch keinen direkten Nachweis für seine These zum WTC. Auch eine entsprechende baurechtliche Planung lässt sich für die damalige Zeit nicht nachvollziehen.

Eine strategische Abschreckungsfunktion?

Spekulativ ließe sich eine nukleare Zerstörungsoption für hochwertige Prestige-Bauten als Bestandteil einer strategischen Abschreckung im Sinne einer sogenannten „Madman-Doktrin“ interpretieren. Dem Systemgegner würde damit signalisiert, dass man im Ernstfall ebenfalls bereit wäre, nach dem Prinzip der verbrannten Erde zu handeln.

Das Narrativ einer rein rechtlich begründeten Rückbauplanung wäre in dieser Interpretation eine kollektiv akzeptierte Lüge – eine jener offiziellen Geschichten, die Machthaber ihren Untertanen seit jeher in Zeitungen zum Frühstück auftischen.

Ein Absolvent1 der Universität Wien, der später als Sprungexperte tätig wurde, berichtete mir zudem, dass anlässlich der Eröffnung des World Trade Centers ein Seminarvortrag zur nuklearen Gebäudesprengung angeboten worden sei. Dokumente oder Aufzeichnungen, die diese Erinnerung bestätigen könnten, lagen ihm allerdings ebenfalls nicht vor.

In Wien ist auch die IAEA ansässig. In diesem Zusammenhang könnten auch skurrile Abbildungen entstanden sein, wie sie sich nun im Wikipedia-Artikel „Kernwaffentest“ wiederfinden.

Arten von Kernwaffentests

Arten von Kernwaffentests:

1. atmosphärischer Test auf einen Turm

2. unterirdischer Test unter einem Turmgebäude

3. Höhentest in der oberen Atmosphäre mit einer Rakete

4. Unterwassertest unter Schiffen

Doch wie könnte sich eine solche Abrissreserve überhaupt in der Konstruktion eines Hochhauses widerspiegeln?

Der Turm auf dem potenziellen Geysir

Es ist brutal einfach. Damit man die radioaktive Kontamination möglichst gering hält und die zerstörerische Energie gut fokussiert wird, kommen nur rein unterirdische Explosionen infrage. Wichtig: Eine kraterbildende Explosion, wie sie noch in Khalezovs These angenommen wird, würde zu Widersprüchen mit den Beobachtungen führen. Die Fundament-Ebene muss bei der Explosion intakt bleiben.

Man bohrt ein tiefes Loch, in dem man bei Bedarf ein hinreichendes Modul2 platzieren kann, und baut darüber den Turm. So wirkt die zerstörende Strahlung hauptsächlich wie ein umgekehrter Kegel nach oben, gefolgt von einer mächtigen Gasfontäne, die den Turm zum Platzen bringt. Idealerweise schneidet man den Turm zuvor im oberen Drittel seitlich auf, damit er an dieser Sollbruchstelle anfängt aufzureißen und sich die Zerstörung nach unten fortsetzt. (Weiter unten ist eine schematische Darstellung)

Von außen ist ein fontänenartiger Top-down-Zerstörungsprozess zu beobachten, wie ihn Heinz Pommer im Ground-Zero-Model darlegt. Da hierbei der wesentliche Teil des Turms pulverisiert und der Rest seitlich ausgeworfen wird, fällt kaum Masse auf den Grundriss, was sogar das Überleben von Menschen im Turminneren ermöglicht. Die Überlebenden des Wunders von Treppenhaus B von WTC 1 sind die Kronzeugen dieser Kinematik.

Beim Bau sollte zuvor das Loch gebohrt bzw. der vertikale Schacht angelegt werden, da sich dieser nachträglich nur sehr umständlich nachrüsten lässt. Der Schacht sollte im Turm fortgesetzt werden, damit die Arbeitsgase ungehindert bis unter das Dach aufsteigen können.


Bisher ist alles Theorie. Was lässt sich konkret bei der Planung und beim Bau wiederfinden?

1963 – Der Masterplan

Der Architekt des WTC war Minoru Yamasaki. Im Dezember 1963 wurde der Masterplan fertiggestellt. Dieser ist bereits eine sehr detaillierte Vorlage, die festlegt, wo welche Gebäude mit welchen Abmessungen entstehen sollten und auf der die späteren konkreten Blaupausen aufbauen.

Eine direkte Beschreibung eines der oben angesprochenen Nuklearschächte findet sich in all diesen Plänen nicht. Dies wäre auch nicht zu erwarten, wenn das tatsächliche Motiv militärischer Natur gewesen wäre, deren Details der Geheimhaltung unterliegen. Eine vertikale Ansicht von Norden zeigt jedoch eine bemerkenswerte Auffälligkeit.

Bereits hier wird zentral ein exklusiver, durchgängiger Aufzugsschacht dargestellt, der sogar eine Vertiefung im Grundgestein aufweist, damit er auch das unterste Kellergeschoss bedienen kann. Während andere Aufzugsschächte in den Turm integriert sind, ist dieser Schacht so dargestellt, dass der Turm um ihn herum konstruiert wurde. Dies mag noch reine Interpretation sein.

Außergewöhnlich ist jedoch die Höhenangabe. Das unterste Kellergeschoss liegt nicht nahe der Höhe Null, sondern bereits auf 246 Fuß (75 Meter). Dies würde zu Khalezovs Erinnerung passen, dass sich „Zero-Boxen“ tief unter den Türmen befunden hätten. Das Dach ist in der späteren Bauzeichnung auf einer Höhe von 1673′ 6″ angelegt.

Nuklearexperten wie Edward Teller aus Los Alamos rechnen weniger mit Dezimalstellen als vielmehr mit Größenordnungen im metrischen System. Minoru Yamasaki könnte mitgeteilt worden sein:

Für eine nukleare Abrissoption eines solchen Turms benötigt man, ausgehend von der „Elevation Zero“ eine Granit-Mächtigkeit von 75 Metern, ab der das Fundament beginnt. Der Turm kann bis zu einer Höhe errichtet werden, die der Steighöhe bei einer Anfangsgeschwindigkeit von 100 Metern pro Sekunde entspricht.

Ground Zero: Karten-Ursprung einer nuklearen Explosion

Elevation Zero: Höhe-Ursprung einer nuklearen Explosion

Das Doppel-Artefakt auf dem Baufeld

Aber wurden nun solche Schächte unter den Zwillingstürmen angelegt? Diese Spekulation wird durch zahlreiche Aufnahmen aus den Jahren 1967 und 1968 erhärtet. Der Bau selbst war ein Spektakel und es entstanden viele Aufnahmen.

1967 wurde mit dem Bau der „Badewanne“ für die Kellergeschosse begonnen, die das Wasser nicht drinnen, sondern draußen halten sollte. Für den Bauablauf wäre es jedoch unpraktisch gewesen, zunächst die Badewanne auszuheben und erst danach den Schacht anzulegen. Bei einem 75 Meter tiefen Schacht ab Fundamenthöhe spielen zusätzliche 20 Meter ab der Höhe der West-Street keine wesentliche Rolle mehr. Bevor man später umständlich schweres Tiefbaugerät für 75 Meter in die Baugrube schafft und es dadurch zu Verzögerungen kommt, wäre es wirtschaftlicher, parallel zur Einbringung der Badewannenwand von oben einen 95 Meter tiefen Schacht anzulegen, wie dieses Bild vermuten lässt.

Blick nach Norden von Kreuzung West-St./Liberty-St. auf WTC-1-Baufeld mit Bohrkran – Bildlink

Hier ist ein Vergleichsbild mit einem modernen Bohrkran zu finden.

Beim späteren Aushub der Badewanne erscheint die Schalung dieser Schächte wie zuvor errichteter Brunnenschächte, die nach und nach freigelegt und zurückgebaut werden.

Und genau solche Brunnenartefakte sind als „Markierungen“ zu finden, damit auch jeder Fotograf weiß, wo die Türme später errichtet werden:

1967: Blick nach Nordwesten auf WTC-Baufeld von Kreuzung Greenwich-St./Liberty-St. – Bildlink.

Die besten Aufnahmen der Brunnenmarkierungen stammen von AP Photo/Robert Kradin:

Blick auf WTC-Baufeld am 16. April 1968 mit Brunnenmarkierungen und Masterplan.

Bevor die Fundamente für die Säulen errichtet wurden, musste der Schacht hinreichend weit gekürzt werden:

Blick nach Südosten auf das nördliche WTC-Baufeld von Kreuzung West-St./Vesey-St. Quelle: Wikimedia

Der Bau wurde vom Bauherrn, der Port Authority of New York and New Jersey, auch filmisch dokumentiert. In den Aufnahmen ist dieses Bild zu sehen, das nach der Errichtung der Säulenfundamente auf dem Grundgestein entstand:

Blick nach Südosten auf Kernsäulen-Fundamente von WTC 1 YouTube „Building the World Trade Center PANYNJ 1983“

In der Mitte ist die neu aufgesetzte Schalung für die Maschinenraumvertiefung des zentralen FE-50-Aufzugsschachts gemäß „Sub-Levels 3-4-5 Core Plan“ zu sehen.

Bauplan „Sub-Levels 3-4-5 Core Plan“ – Quelle: geleakte Baupläne, Zeichnungen mit grünen FE-50-Quadrat: Eben-Darstellungen, Zeichnungen mit aufrechten Rechteck: Vertikal-Darstellung

Für eine „autarke Grundwasserversorgung“ des WTC wäre es allerdings äußerst praktisch gewesen, wenn diese FE-50-Vertiefung genau den „Brunnenschacht“ überbaut hätte.

Die eingeschlossene Tatwaffe am Tatort

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn noch weitere Informationen
verfügbar gemacht werden, die eine derartige eingeplante Abrissoption der Zwillingstürme plausibilisieren oder sogar belegen könnten. Die
Überprüfung dieser Hypothese ist jedoch nicht von der Freigabe geheimer
Akten abhängig, wie es bei vielen anderen historischen Ereignissen der
Fall ist.

Sollte es tatsächlich zur Anwendung dieses verrückten Masterplans gekommen sein, so wären die Isotope der Tatwaffe 75 Meter tief im Grundgestein konserviert.


Autoren-Hinweis: Dieser Artikel behandelt nur, was in der Konstruktionsphase vermutlich geplant wurde und nicht, welche Technik im Jahr 2001 tatsächlich zum Einsatz kam.

Der Absolvent der Universität Wien wird hier nicht namentlich genannt, da ich nur zeitweise über einen Messenger Kontakt zu ihm hatte und unklar ist, ob er namentlich genannt werden möchte.

Das tatsächlich hinreichende Modul, das 2001 tatsächlich eingesetzt wurde, muss keine Nuklearwaffe gewesen sein. Es muss lediglich den Leistungsanforderungen genügen. Möglich wäre auch eine absurd hohe „Nano-Thermit“-Ladung oder eine „Directed-Energy-Waffe“ (DEW) nach Judy Wood.

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