Haintz.Media

Bild:
PAUL BRANDENBURG – ZWEI WOCHEN WEITER IN HAFT
Quelle:
KI-generiert

RA Markus Haintz zur Haftprüfung von Paul Brandenburg: 2 Wochen länger hinter Gittern

Bild:
Quelle:

Beitrag teilen:

Mehr aus der Kategorie:

Paul Brandenburg
HAINTZ.media und HAINTZ
Krall stellt Wegner zur Rede
Die Verteidigung hat zahlreiche Argumente gegen eine Fluchtgefahr vorgebracht. Doch weder die familiären Verhältnisse noch die angebotenen Sicherungsmaßnahmen konnten die Richterin umstimmen.
Zusammengefasst

Die Haftprüfung von Paul Brandenburg endete mit einer weiteren Verlängerung der Untersuchungshaft um zwei Wochen. Rechtsanwalt Markus Haintz von der Kanzlei HAINTZ legal, der Brandenburg vertritt, zeigt sich über die Entscheidung wenig überrascht. Seiner Einschätzung nach ist das Verfahren offenkundig politisch geprägt. Die Verteidigung habe umfassend gegen den angenommenen Haftgrund der Fluchtgefahr argumentiert: Bestehende familiäre Bindungen in Berlin, ein zehnjähriges Kind und regelmäßige Aufenthalte in der Hauptstadt sprächen gegen eine Fluchtabsicht. Zudem habe sie konkrete mildere Maßnahmen vorgeschlagen, darunter Meldeauflagen und zuletzt sogar eine elektronische Fußfessel.

Besonders fragwürdig erscheint Haintz die Begründung des Gerichts: Eine Fußfessel sei grundsätzlich eine mögliche Alternative, könne in Berlin allerdings erst nach zwei bis vier Tagen angebracht werden. Daraus leite die Richterin offenbar die Gefahr ab, Brandenburg könne bis dahin fliehen. Selbst der Vorschlag, er könne freiwillig bis zur Anbringung der Fußfessel in Haft bleiben, sei nicht aufgegriffen worden.

Besonders bemerkenswert sei zudem die Einschätzung der Staatsanwaltschaft, dass die vorgeworfenen Delikte im Zweifel nicht einmal die Voraussetzungen für einen Europäischen Haftbefehl erfüllen würden. Andere europäische Staaten würden eine entsprechende Festnahme und Auslieferung demnach nicht mittragen. Für Haintz steht damit die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme grundsätzlich infrage. Über den Verlauf der Haftprüfung, die Argumentation der Verteidigung und die aus seiner Sicht fehlenden überzeugenden Gründe für die weitere Inhaftierung berichtet Rechtsanwalt Markus Haintz im folgenden Interview.

AUF1 | 𝕏

Beitrag teilen:

Unterstützen Sie uns!

Helfen Sie mit, freien Journalismus zu erhalten

5

€

10

€

25

€

50

€

No posts found
Picture of Redaktion

Redaktion

Redaktionelle Beiträge aller Art z.B. von Agenturen, Lesern oder anderweitigen Quellen außerhalb unserer Redaktion, markieren wir entsprechend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No posts found

Buch-Empfehlung

990300