Der venezolanische Oppositionsführer Edmundo González ist am Sonntagabend in Spanien eingetroffen, wo ihm politisches Asyl gewährt wurde. González, der als Kandidat der venezolanischen Opposition gilt und laut vieler internationaler Beobachter die Präsidentschaftswahl gegen Nicolás Maduro gewonnen hat, war nach massiven Drohungen und Repressionen durch die venezolanische Regierung gezwungen, das Land zu verlassen. In einer Erklärung sprach er von „Drohungen, Erpressungen und Einschüchterungen“, die seine Flucht begleiteten, so El País.
Die diplomatischen Verhandlungen zur Evakuierung González’ liefen seit zwei Wochen, wobei Spanien eine entscheidende Rolle spielte. González hatte sich zunächst in der niederländischen Botschaft in Caracas versteckt, bevor er in die spanische Botschaft wechselte. Der spanische Ex-Präsident Zapatero war maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt, die zur sicheren Ausreise des Oppositionsführers führten.
Am Samstag bezeichnete Spaniens Premierminister Pedro Sánchez González als „Helden“ und betonte, dass Spanien ihn nicht im Stich lassen werde. Währenddessen bestätigte der spanische Außenminister Albares, dass González um Asyl gebeten habe und Spanien diesem Gesuch nachkommen werde. Albares verneinte jedoch Verhandlungen mit der Regierung Maduro.
González, begleitet von seiner Ehefrau, wurde mit einem Flugzeug der spanischen Luftwaffe von Caracas nach Madrid geflogen. Nun beginnt der Asylprozess für ihn in Spanien.
Eine Antwort
Warum kann man die Kommentare zu diesem Artikel auf Telegram nicht lesen?