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60.000 Mitglieder setzen ein Zeichen
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60.000 Austritte zwingen ADAC-Präsidenten Hillebrand zum Rücktritt

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Die Basis rebelliert gegen steigende Spritpreise und grüne Moralpredigten. Der ADAC erleidet massiven Imageschaden, Hillebrand tritt zurück, und die politischen Eliten in Berlin bekommen ein deutliches Signal.
Zusammengefasst

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Für die Politiker in Berlin sollten spätestens jetzt die Alarmglocken angehen. Wenn selbst der größte Automobilclub des Landes seine eigene Basis gegen sich aufbringt, weil ein Spitzenfunktionär die grüne Klimapolitik nachplappert, dann zeigt das, wie tief der Riss zwischen Eliten und Normalbürgern geworden ist. »Gerhard Hillebrand«, bis vor wenigen Tagen der Verkehrspräsident des ADAC, hat genau diese Grenze überschritten und die Quittung erhalten.

Der Auslöser: Ein Interview kurz vor Weihnachten

Am 23. Dezember 2025, einen Tag vor Heiligabend, gab Hillebrand der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (NOZ) ein Interview, das wie ein Sprengsatz in die Mitgliedschaft einschlug. »Er plädierte« ausdrücklich für höhere Preise auf Benzin und Diesel und bezeichnete die CO₂-Bepreisung als geeignetes Mittel zur Erreichung der Klimaschutzziele. Aus seiner Sicht seien finanzielle Anreize notwendig, um Verbraucher zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen zu bewegen. Zugleich warnte er eindringlich davor, die Klimaziele der Europäischen Union aufzuweichen:

„Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen. […] Europa muss an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten.“

Stattdessen forderte er, den Ladestrom für E-Autos zu verbilligen, mehr Transparenz bei Ladekosten zu schaffen und Kaufanreize auf Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen zu beschränken. Plug-in-Hybride sollten weiter gefördert werden, Social Leasing dagegen skeptisch betrachtet. Der Tenor war klar: Der Sprit muss teurer werden, damit der Umstieg erzwungen wird.

Die Basis rebelliert: 60.000 Kündigungen in vier Wochen

Die Reaktion kam prompt und brutal. Bereits in den ersten Tagen nach dem Interview kündigten Tausende. Die Welle schwoll an, bis die »BILD-Zeitung« von 60.000 Austritten allein im Januar berichtete. Bei einem Verein mit über 22 Millionen Mitgliedern, von denen 90 Prozent noch Verbrenner fahren, ist das ein Erdbeben. Eine ADAC-Sprecherin sagte »gegenüber der BILD«:

„Die Zahl der Kündigungen zeigt, dass viele Mitglieder den Eindruck hatten, der ADAC habe seine Rolle als Anwalt der Autofahrer verlassen. Das trifft den ADAC und wird sehr ernst genommen.“

Gleichzeitig verzeichnete der Club im Jahr 2025 rund 100.000 Neumitglieder und erreichte damit in etwa das Vorjahresniveau. Der Zuwachs ist vor allem auf den strengen Winter und eine erhöhte Nachfrage nach Pannenhilfe zurückzuführen. Der entstandene Imageschaden jedoch wirkt fort.

Der Rücktritt: Persönliche Verantwortung für den Reputationsschaden

Hillebrand zog daraus nun die Konsequenz und gab sein Amt als Verkehrspräsident auf. Der ADAC betonte, dass er die Verantwortung für den entstandenen Schaden persönlich übernehme. In einer »Pressemitteilung« vom 2. Februar 2026 heißt es dazu:

„Gerhard Hillebrand ist von seinem Amt als ADAC Verkehrspräsident zurückgetreten. Damit zieht Hillebrand die Konsequenz aus Interviewäußerungen, die zum Jahreswechsel zu erheblichen Irritationen bei Mitgliedern sowie zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt hatten. Hillebrand bedauert, dass seine Äußerungen Mitglieder verunsichert und verärgert sowie Glaubwürdigkeit gekostet haben. Mit seinem Schritt übernimmt Hillebrand persönlich Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden. Er sei zu der Überzeugung gekommen, „dass es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen“, so Hillebrand.“

Kommissarisch übernimmt nun Technikpräsident »Karsten Schulze« den Bereich. Der Club ruderte eilig zurück und betonte, man mache sich gegen jede weitere Belastung ohne sozialen Ausgleich stark. »Der Auftrag laute«: Bezahlbare Mobilität für alle.

Die politische Botschaft: Ein Warnsignal für Berlin

Dieser Fall ist aber kein Betriebsunfall eines einzelnen Funktionärs. Er ist der Beweis, dass die arbeitende Bevölkerung, darunter Pendler, Handwerker und Familien auf dem Land, die grüne Moralpredigt mit höheren Preisen nicht mehr hinnehmen will. Während Funktionäre in klimatisierten Büros über CO₂-Ziele philosophieren, kämpfen Millionen mit explodierenden Lebenshaltungskosten.

Der Sprit ist schon überteuert genug, die Energiepreise drücken jeden Haushalt. Und dann kommt ausgerechnet der ADAC und fordert noch mehr Abgaben als Erziehungsmaßnahme. Hillebrand hat die Quittung in Form eines erzwungenen Rücktritts bekommen. Für die Politiker in Berlin sollte das ein unmissverständliches Signal sein: Wer weiterhin mit dem moralischen Zeigefinger und höheren Preisen regiert, wird früher oder später die gleiche Rechnung präsentiert bekommen. Die Basis des Volkes hat gesprochen. Es wird Zeit, dass die ideologischen Eliten endlich zuhören!

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

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