Am 26. August 2024 teilte die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit, dass sie Ziel eines Cyberangriffs geworden ist. Amira Mohamed Ali wandte sich im Namen des Parteivorstands an die Mitglieder und Unterstützer der Partei. Correctiv sei im Besitz von gestohlenen Informationen, die personenbezogene Daten von rund 70.000 Personen umfassen, wie der Berliner Zeitung durch eine Parteisprecherin bestätigt wurde. Diese Informationen sollen ohne Zustimmung der Betroffenen genutzt worden sein, um Mitglieder direkt zu kontaktieren und mit Fragen zu konfrontieren.
Wie bereits in früheren Fällen, nutzt Correctiv auch hier wieder zweifelhafte Methoden, um sich in Szene zu setzen. Es dürfte mittlerweile kaum noch Zweifel daran geben, dass Correctiv nicht unabhängig agiert. An die von ihm betonte Neutralität kann wohl kaum noch jemand ernsthaft glauben, vielmehr ist es naheliegend, dass das Investigativmedium als Werkzeug bestimmter politischer und medialer Interessen fungiert.
Eine Fortsetzung fragwürdiger Methoden
Bereits im Januar 2024 geriet das „Recherche“-Kollektiv Correctiv in die Schlagzeilen, als es mit einem dubiosen Bericht über ein Treffen in Potsdam für mediale Empörung sorgte. Der Artikel, der unbelegte Vorwürfe und historische Parallelen zu NS-Vertreibungsplänen zog, löste eine Welle der Entrüstung aus und führte zu massiven Protesten, die jedoch maßgeblich von politischen Akteuren und nicht von der Zivilgesellschaft organisiert wurden.
Diese Vorfälle zeigen ein beunruhigendes Muster: Correctiv agiert wiederholt als Katalysator für aufgeladene öffentliche Kampagnen, die oft auf zweifelhaften oder einseitigen Darstellungen beruhen. In diesem Kontext ist auch der aktuelle Cyberangriff auf die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und Correctivs Rolle zu deuten, ist auch sie ganz klar Opposition und stellt eine ernstzunehmende Herausforderung für die etablierten Parteien dar.
Wahl im Osten – Soll die Opposition um jeden Preis geschwächt werden?
Die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg stellen eine erhebliche Herausforderung für die Ampel-Koalition und die CDU dar. In diesen östlichen Bundesländern sind sowohl die AfD als auch die BSW besonders stark, was sie zu dominierenden Kräften macht, die alle etablierten Parteien überflügeln. Diese Situation erschwert die Bildung von Koalitionen erheblich, da keine dieser Parteien bereit ist, eine Zusammenarbeit mit der AfD einzugehen. „In diesem Kontext könnte die von Merz angedeutete Bereitschaft, im Notfall mit dem ebenfalls starken BSW auf Landesebene zusammenzuarbeiten, entscheidend sein, um überhaupt mehrheitsfähige Regierungsbündnisse zu ermöglichen.“
Allerdings hatte der CDU-Chef dies im Juni noch weit von sich gewiesen und die Parteivorsitzende Wagenknecht sogar massiv beleidigt, als er von ihr als sowohl „rechtsextrem“ als auch „linksextrem“ sprach.
Beide Parteien sind also alles andere als ein Wunsch-Partner für die CDU.
Die Rolle von Correctiv
Damit, dass nun auch das BSW ins Visier gerät, bestätigt sich der Eindruck, dass Correctiv nicht davor zurückschreckt, polarisierende Themen und skandalträchtige Schlagzeilen zu nutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren – selbst auf Kosten der Integrität und des Vertrauens in den investigativen Journalismus.
So verfestigt sich das Bild, dass Correctiv mehr daran interessiert ist, Narrative zu formen und öffentliches Aufsehen zu erregen, als eine ausgewogene und sachliche Berichterstattung zu gewährleisten. Die Methoden des angeblich unabhängigen Recherche-Portals sind alles andere als seriös, Profiteure immer die Altparteien und deren Ideologien, Ziel der Attacken grundsätzlich Oppositionelle.