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„Gewalttat“ in Grevesmühlen: Wie ein Vorfall zur politischen Propaganda wird

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Annalena Baerbock
Am Freitagabend wurde laut Medienberichten eine Gruppe von Jugendlichen beschuldigt, zwei ghanaische Mädchen in Mecklenburg-Vorpommern angegriffen zu haben. Eines der Mädchen soll laut Polizei eine Gesichtsverletzung erlitten haben. Der Vorfall wurde von Medien und Politik als rassistisch motivierte Tat dargestellt, doch aktuelle Ermittlungen zeichnen ein anderes Bild.
Zusammengefasst

Von einem „rassistischen Mob“, „bodenlosem Hass“ und „Hass und Hetze, die unsere Gesellschaft vergiften“, war die Rede. Die ersten Meldungen lösten Entsetzen und heftige Reaktionen seitens der Politik aus. Doch zu diesem Zeitpunkt fehlten noch gesicherte Erkenntnisse zum tatsächlichen Ablauf des Vorfalls. Erste Berichte sprachen von leichten Verletzungen eines achtjährigen Mädchens und ihres Vaters, die mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurden. Eine neue Auswertung von Videoaufnahmen des Tathergangs zeigt jedoch, dass sich der Vorfall mit zwei Mädchen aus Ghana in Mecklenburg-Vorpommern anders darstellt als zunächst berichtet.

Die Berichterstattung über das Ereignis in Grevesmühlen nahm trotz anfänglicher Unklarheiten über die genauen Umstände und Motive der Tat schnell Fahrt auf. Medien unterstellten schnell einen rassistischen Hintergrund. Der Vorfall in Grevesmühlen wurde auch von Politikern schnell für ihre Agenda gegen Rechts genutzt. Sie zeigten besondere Betroffenheit und richteten sich mit Floskeln des Aufstehens gegen Rassismus an die Öffentlichkeit. Trotz unvollständiger Informationen stellte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf der Plattform 𝕏 einen Zusammenhang zwischen der Tat und rechtsextremistischen Hintergründen her und verurteilte Rassismus als menschenverachtend und spalterisch.

Annalena Baerbock / 𝕏

Auch Katrin Göring-Eckardt (Grüne) kommentierte den Vorfall umgehend auf 𝕏 und ging von rassistischen Hintergründen aus. Zu diesem Zeitpunkt sprach das Presseportal des Polizeipräsidiums in Rostock jedoch lediglich von ersten Erkenntnissen und erwähnte keinen rassistischen Zusammenhang. Die Polizei teilte mit, dass Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung und Beleidigung eingeleitet wurden. Göring-Eckardt erläuterte, dass dieser Vorfall niederen Menschenhass offenbart.

Katrin Göring-Eckardt / 𝕏

SPD-Politikerin und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig zeigte sich genauso entsetzt über den brutalen Angriff von Jugendlichen auf zwei ghanaische Mädchen in Grevesmühlen. Sie betonte, dass Hass und Hetze die Gesellschaft nicht vergiften und Gewalt Kinder nicht bedrohen darf. Auf Ihrem Kanal bei X forderte sie direkt Konsequenzen für diese abscheuliche rassistische Tat. 

Manuela Schwesig / 𝕏

Trotz mehrerer schrecklicher Taten am Wochenende, darunter Messergewalt und zwei Todesopfer, äußerte sich Innenministerin Nancy Faser nicht zu diesen Ereignissen und ließ sie unkommentiert. Ihr einziges öffentliches Entsetzen bezog sich auf die vermeintlich rassistisch motivierte Gewalttat in Grevesmühlen. Faser konzentriert sich politisch besonders auf repressive und präventive Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, wie auf der Presseseite des Innenministeriums zu lesen ist und wo betont wird, dass sie „unsere offene Gesellschaft gegen ihre Feinde verteidigen“ möchte. 

Die Amadeu Antonio Stiftung geht noch einen Schritt weiter und veröffentlicht auf ihrer Internetseite, dass dort, wo einige ihren Rassismus als Popkultur ausleben, indem sie „Ausländer raus“ zu Gigi D’Agostino singen, andere sich darin bestärkt fühlen, diese Forderung tatsächlich umzusetzen. Sie verweist darauf, dass die AfD in Grevesmühlen bei der Kreiswahl und der EU-Wahl mit 26,6 Prozent bzw. 28,34 Prozent die stärkste Kraft war und argumentiert, dass dies völkische und rassistische Weltbilder unterstützt – notfalls auch mit Gewalt.

„Es ist besonders perfide und widerlich, dass der Fraktionsvorsitzende der AfD in Mecklenburg-Vorpommern den Gewaltexzess in Grevesmühlen der Landesregierung in die Schuhe schiebt, wegen deren Politik „Gewalttaten in alle Richtungen zunehmen“ würden. Er kündigt an, „dass eine zukünftige AfD-Regierung Gewalt konsequent bekämpfen wird.“ Was damit damit gemeint ist, muss allen klar sein: Die AfD steht für willkürliche Abschiebephantasien. Und Rechtsextreme begreifen das als Anleitung.“

Amadeu Antonio Stiftung

Tathergang stellt sich vollkommen anders dar

Die Ermittlungen zum Vorfall haben sich nach Auswertung von Videoaufnahmen anders entwickelt als ursprünglich berichtet. Das Polizeipräsidium Rostock stellte fest, dass nach derzeitigem Ermittlungsstand das achtjährige Mädchen keine körperlichen Verletzungen erlitten hat, die auf die in der Erstmeldung geschilderte Tathandlung hindeuten. Anfangs hatte die Polizei angegeben, das Mädchen sei unter anderem ins Gesicht getreten worden. Der aktuelle Sachverhalt zeigt, dass die Achtjährige versuchte, mit ihrem Roller an einem Jugendlichen vorbeizufahren. Dieser blockierte ihr den Weg, indem er sein Bein ausstreckte und sie mit der Fußspitze traf. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine größere Gruppe Jugendlicher in der Umgebung. Die Kinder reagierten darauf verängstigt und weinend und suchten dann ihre Eltern auf. Dabei seien auch fremdenfeindliche Beleidigungen geäußert worden.

Das Video, obwohl nicht angenehm anzusehen, zeigt deutlich, dass weder gewalttätige Nazis noch ein verletztes Kind beteiligt waren. Nachdem der vermeintliche Vorfall in Mecklenburg-Vorpommern tagelang für Entsetzen und öffentliche Empörung aus Politik und Medien gesorgt hatte, herrscht nun plötzlich Stille. In einem kürzlich im Nordkurier veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Mutter eines der Mädchen mit etwa 15 Jugendlichen interagiert, einige davon in Kleidung, die der rechtsextremen Szene zugeordnet wird. Die Mutter wirkt verärgert, schimpft und schreit, während die genaue Ursache für diese Szene unklar bleibt. Einige rassistische Beleidigungen sowie andere Beschimpfungen sind zu hören, während andere Jugendliche wiederholt versuchen, die Situation zu beruhigen.

Diese Geschichte passt genau ins Bild derjenigen, die Rechtsextremismus und Rassismus als eines der dringlichsten Probleme in Deutschland anprangern. Ein Instrument, das zur Ausnutzung durch populistische Politiker bereitsteht.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

2 Antworten

  1. Interagiert ist ja eine geile Untertreibung. Die Frau rasetet völlig aus. Die reinste Furie. Das erinnert mich an eine persönliche eigene Geschichte wo ich bei einer Kasse am Band stand und sich ein schwarzer Junge vor mich drängelte um sich so einen Block für die Abtrennung der Waren zu nehmen. Ich hatte mich nicht mal bewegt aber er ist dabei über einen Fuß von mir gestolpert. Die schwarze Mutter direkt hinter mir wird sofort laut und sagt “Oh was war das! Hat der dir ein Bein gestellt?” Der Junge sagt wahrheitsgemäß nein hat er nicht ich bin nur gestoplert. Darauf giftet die ihren Jungen an das er nicht lügen soll!!! Ich denke bei manchen Ausländern ist das wie mit manchen Linksextremen schon psychotisch. Überall werden Rassismus und Nazis gesehen. Und das wird immer schlimmer. Die Politik, Kirchen, Verbände etc treiben dazu an und vergiften die Atmosphäre und das Zusammenleben eher als das es was nützt. Dieses ständige Wachsam gegen Nazis und Rassismus schadet eher und treibt einige scheinbar in paranoide Wahnvorstellungen.

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