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Bahnhöfe im Ausnahmezustand
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Deutschlands bitterer Rekord: Fünf Angriffe auf Bahnpersonal pro Tag

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Innovation stagniert, Wachstum lahmt, doch in einer Disziplin führt Deutschland plötzlich die Ranglisten an: Die Gewalt gegen jene, die den Betrieb des Landes aufrechterhalten, explodiert.
Zusammengefasst

Deutschland sticht in internationalen Vergleichen selten positiv hervor, wenn es um Innovationen oder wirtschaftliches Wachstum geht. Stattdessen dominiert das Land nun in einer düsteren Disziplin: Die Eskalation von Gewalt gegen Bedienstete im öffentlichen Dienst. Neue Statistiken enthüllen eine alarmierende Zunahme von Angriffen auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn und Beamte der Bundespolizei, die weit über frühere Werte hinausgeht und auf ein neues Hoch zusteuert.

Die harten Fakten der Gewaltstatistik

»Daten des Bundesinnenministeriums«, die durch eine parlamentarische Anfrage des Linken-Politikers Dietmar Bartsch ans Licht kamen, zeichnen ein bedrückendes Bild für die ersten zehn Monate des Jahres 2025. Bei der Deutschen Bahn wurden insgesamt 2987 Mitarbeiter Opfer von Straftaten. Davon entfielen 1148 Fälle auf Bedrohungen, 1231 auf Körperverletzungen und 324 auf gefährliche Körperverletzungen. Im Durchschnitt ergibt das fünf körperliche Angriffe und vier Bedrohungen pro Tag.

Bei der Bundespolizei, die nur einen Teil der gesamten Polizeikräfte in Deutschland stellt, fielen 9329 Beschäftigte Straftaten zum Opfer. Die Aufschlüsselung umfasst 7529 Fälle von Widerstand, 2981 tätliche Angriffe und 1796 Bedrohungen, was täglich 30 Betroffene bedeutet.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2024 registrierte die Deutsche Bahn 3151 Anzeigen wegen Körperverletzung oder Bedrohung, während bei der Bundespolizei 10726 Beschäftigte betroffen waren. Die Zahlen für 2025 übertreffen bereits in zehn Monaten diese Vorjahreswerte deutlich, und unter Berücksichtigung der fehlenden Monate November und Dezember prognostiziert Bartsch ein trauriges Rekordjahr. Dietmar Bartsch kommentierte diese Entwicklung scharf:

„Mehr als 10.000 angepöbelte, angespuckte und körperlich angegriffene Bundespolizisten und Bahnmitarbeiter – diese inakzeptablen Zahlen stellen unserem Land ein verheerendes Zeugnis aus. Diese Verrohung darf nicht hingenommen werden.“

»Dietmar Bartsch | WeLT«

Das Schweigen der etablierten Medien und Politik

Diese Statistiken müssten eigentlich die Schlagzeilen dominieren, sie gehören auf die Titelseiten, in Leitartikel und Hauptnachrichten, doch stattdessen verschwinden sie zuverlässig in Fußnoten, Randspalten oder werden vollständig ignoriert. Währenddessen blasen Mainstreammedien selbst marginale Vorfälle aus dem rechten Spektrum zu vermeintlichen Staatskrisen auf und inszenieren moralische Notstände und Daueralarme, die tagelang den Diskurs blockieren.

Gleichzeitig werden strukturelle Missstände von weit größerer Tragweite, insbesondere jene, die dem offiziell gepflegten Narrativ widersprechen, konsequent relativiert, verharmlost oder schlicht totgeschwiegen. Diese selektive Berichterstattung ist kein journalistisches Versagen aus Unfähigkeit, sondern ein politisches Kalkül: Sie dient nicht der Aufklärung, sondern der Abschirmung eines ideologisch verkrusteten Establishments, das weder Verantwortung übernehmen noch sein eigenes Scheitern eingestehen will. Die Folgen sind längst sichtbar.

Eine zunehmend apathische Öffentlichkeit nimmt die wachsende Unsicherheit im Alltag deutlich wahr, steigende Gewalt, soziale Erosion, institutionelles Misstrauen, sie zieht sich jedoch zurück, schweigt oder arrangiert sich. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst vor sozialer Ächtung, medialer Stigmatisierung oder schlicht aus Bequemlichkeit, weil permanenter Widerspruch in einem moralisch verminten Diskursraum als aussichtslos erscheint.

Die offiziellen Reaktionen: Symptomkosmetik statt Ursachenbekämpfung

»Der frühere Bahnchef Richard Lutz« machte im vergangenen Jahr deutlich, dass etwa jede zweite Gewalttat Beschäftigte im Regionalverkehr trifft. Betroffen seien dabei nicht nur Zugbegleiter, sondern ebenso Reinigungspersonal, Servicekräfte an Bahnhöfen, Kundenberater sowie Busfahrer. Als Reaktion darauf begann die Bahn im Jahr 2024 damit, Mitarbeitende mit direktem Fahrgastkontakt im Nahverkehr schrittweise und auf freiwilliger Basis mit Bodycams auszustatten. Auf die aktuellen Zahlen reagierte die Deutsche Bahn mit einer Erklärung, die Prioritäten klarlegt.

„Jeder Übergriff auf einen DB-Beschäftigten ist einer zu viel. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden – wie die aller Fahrgäste – hat oberste Priorität. Deshalb setzen wir im Rahmen unserer drei Sofortprogramme 2026 auch genau hier einen besonderen Schwerpunkt: bei der Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen.“

»Sprecher DB | SPIEGEL«

Solche Programme klingen motoviert, doch sie bleiben bei oberflächlichen Maßnahmen stecken: Mehr Kameras, Plakate oder Durchsagen. Sie ignorieren die tieferliegenden Ursachen und sollen die Öffentlichkeit mit leeren Gesten beruhigen, anstatt echte Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Die tabuisierten Ursachen der Verrohung

Gewalt existiert in jeder Gesellschaft, und auch einheimische Täter tragen dazu bei. Der explosive Anstieg jedoch korreliert mit einem importierten Gewaltpotenzial aus bestimmten kulturellen und sozialen Milieus, das durch unkontrollierte Zuwanderung verstärkt wurde. Diese Verbindung bleibt politisch unantastbar, weil sie ideologische Grundpfeiler erschüttern würde. Stattdessen priorisiert man Themen wie inklusive Sprache oder Diversitätskampagnen, während Bahnhöfe zu No-Go-Areas verkommen und Uniformträger zu Zielscheiben werden.

Dieser systemische Wandel zerfrisst das staatliche Gewaltmonopol. Harte Konsequenzen wie konsequente Strafen und Abschiebungen fehlen, weil ein dogmatisches Weltbild Klarheit und Kontrolle blockiert. Die Politik bekämpft Symptome mit sanften Worten und wundert sich über die wachsende Enthemmung. Deutschland erntet nun die Früchte einer jahrelangen Realitätsverleugnung: Rekorde in Gewalt, Schweigen in den Medien und Lähmung in der Politik. Solange Ursachen tabu bleiben, werden weitere Bedienstete leiden, und die Gesellschaft spaltet sich in sichere Enklaven und gefährdete Zonen. Die Fakten schreien laut genug – es wird Zeit, dass jemand zuhört.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

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