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Die stille Korrektur der Klimapanik
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Politischer Kontrollverlust wird sichtbar
Das große Absaugsystem
Die verwaltete Wirklichkeit
Was jahrelang als wissenschaftlich unumstößlich verkauft wurde, verliert plötzlich seine Grundlage. Während Regierungen weiter an Verboten und Abgaben festhalten, kassieren IPCC-Autoren jene Szenarien, mit denen Angst und politische Eingriffe legitimiert wurden.
Zusammengefasst

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Jahrelang wurde der Bevölkerung eingetrichtert, die Erde stehe unmittelbar vor dem klimatischen Kollaps. Schulen verwandelten sich in Angstlabore für Kinder, Medien überschlugen sich mit apokalyptischen Schlagzeilen und Regierungen bauten eine Politik der permanenten Panik auf. Wer Zweifel anmeldete, wurde moralisch aussortiert, öffentlich diffamiert oder als wissenschaftsfeindlich abgestempelt. Auf dieser Grundlage wurden Energiesysteme zerstört, Industrien aus dem Land gedrängt, Wohlstand vernichtet und die Bürger mit CO2-Abgaben überzogen. Jetzt geschieht etwas Bemerkenswertes. Ausgerechnet jene Wissenschaftler des Weltklimarats, auf deren Modelle sich diese gesamte politische Radikalisierung stützte, erklären zentrale Katastrophenszenarien plötzlich selbst für „unplausibel“.

Am 7. April 2026 »veröffentlichten 44 Autoren« des Weltklimarats IPCC unter Leitung des niederländischen Klimaforschers »Detlef van Vuuren« eine »wissenschaftliche Arbeit«, die in ihrer politischen Sprengkraft kaum überschätzt werden kann. Die Autoren verabschieden sich faktisch von jenen Extremmodellen, die in den vergangenen Jahren »Temperaturanstiege von bis zu fünf Grad Celsius« bis zum Jahr 2100 prognostiziert hatten.

Das Horrorszenario, auf dem eine ganze Politik aufgebaut wurde

Im Zentrum der Debatte stand über Jahre das sogenannte »Szenario RCP 8.5«. Darin heißt es:

„Für das pessimistische Szenario RCP8.5 zeigt MPI-ESM zunächst einen starken Rückgang des Meereises, der im Verlauf des nächsten Jahrhunderts im vollständigen Verlust der arktischen Meereisbedeckung gipfelt.“

»Deutsches Klimarechenzentrum | DKRZ«

Dieses Modell spielte sowohl »im fünften« als auch »im sechsten« Sachstandsbericht des IPCC eine zentrale Rolle. Die Grundlage war eine Annahme, die schon damals fragwürdig wirkte, politisch aber höchst nützlich war. Demnach sollten sich »die weltweiten CO2-Emissionen« bis zum Ende dieses Jahrhunderts mehr als verdreifachen.

Quelle: »Climatedata«

Da der Weltklimarat CO2 in seinen Modellen als dominierenden Klimafaktor behandelt, entstanden daraus die bekannten Weltuntergangsprognosen. Im Bericht AR6 wurde für das Jahr 2100 eine Erwärmung von 4,4 bis 5,7 Grad Celsius angenommen. Genau diese Zahlen wurden anschließend von Politikern, Aktivisten und Medien wie sakrale Wahrheiten behandelt. Das Extremmodell wurde sogar als „business as usual“ beschrieben, obwohl zahlreiche Wissenschaftler seit Jahren darauf hinwiesen, dass dieses Szenario schon deshalb grotesk war, weil nach den eigenen »Annahmen« des Modells Öl, Gas und Kohle gegen Ende des Jahrhunderts weitgehend erschöpft wären.

Die politische Wirkung dieser Angstkulisse war enorm. Mit Verweis auf genau diese Prognosen wurden CO2-Steuern eingeführt, Verbrennerverbote vorbereitet, milliardenschwere Klimaprogramme beschlossen und der Umbau der Energieversorgung als angeblich alternativlos verkauft. Die mediale Dauerbeschallung erledigte den Rest. Kaum ein Tag verging ohne neue Untergangsmeldungen, ohne den moralischen Druck, ohne das ritualisierte Framing vom bevorstehenden Ende des Planeten.

Das Bundesverfassungsgericht übernahm die IPCC-Modelle praktisch ungeprüft

Besonders brisant wird die Entwicklung beim Blick auf das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 21. März 2021. Das Gericht erklärte die IPCC-Berichte ausdrücklich zur „zuverlässige[n] Zusammenfassung des aktuellen Kenntnistands zum Klimawandels“ und stützte seine Entscheidung auf genau jene Prognosen, die nun von IPCC-Autoren selbst kassiert werden. »In dem Beschluss« heißt es:


  1. Die aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG folgende Schutzpflicht des Staates umfasst auch die Verpflichtung, Leben und Gesundheit vor den Gefahren des Klimawandels zu schützen. Sie kann eine objektivrechtliche Schutzverpflichtung auch in Bezug auf künftige Generationen begründen.
  1. Art. 20a GG verpflichtet den Staat zum Klimaschutz. Dies zielt auch auf die Herstellung von Klimaneutralität.
  2. Ohne zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels gilt derzeit ein globaler Temperaturanstieg um mehr als 3 °C bis zum Jahr 2100 als wahrscheinlich.


Das Gericht verwies dabei ausdrücklich auf den IPCC-Bericht von 2012/13 und die dort dargestellte Entwicklung des Szenarios RCP 8.5. Genau dieses Modell wird heute von den eigenen Autoren als „unplausibel“ bezeichnet. Damit steht nicht irgendein Randaspekt der Klimadebatte zur Diskussion, sondern die argumentative Grundlage eines Urteils, das die deutsche Klima- und Energiepolitik massiv geprägt hat.

»Der Vorgang wird noch heikler« durch einen Umstand, der Kritiker seit Jahren beschäftigt. Die federführende Richterin Britz übernahm laut Fritz Vahrenholt Formulierungen in den Beschluss, die bereits Monate zuvor nahezu wortgleich auf der privaten Webseite ihres Ehemannes Bastian Bergerhoff erschienen waren, damals Vorsitzender der Grünen in Frankfurt.

Die neuen IPCC-Szenarien klingen plötzlich erstaunlich unspektakulär

Der amerikanische Klimawissenschaftler »Roger Pielke Jr.« analysierte die Veröffentlichung der 44 IPCC-Autoren und kam zu einem bemerkenswerten Ergebnis. Die neuen Modellrechnungen zeichnen ein deutlich weniger dramatisches Bild der zukünftigen Klimaentwicklung. Die Wissenschaftler arbeiten nun nur noch mit sieben Szenarien unterschiedlicher Emissionshöhen. Selbst das neue Hochemissionsszenario wird von den Autoren als unwahrscheinlich eingestuft. Der Grund wirkt beinahe absurd. Das Modell setzt voraus, dass die Weltbevölkerung von heute 8,2 Milliarden auf 14,5 Milliarden Menschen anwächst und die Emissionen dauerhaft weiter steigen, ohne später zurückzugehen. »Aktuelle demografische Prognosen« gehen dagegen von maximal neun bis zehn Milliarden Menschen aus.

Quelle: »IPCC«

Als wahrscheinlichste Entwicklung gilt laut der Veröffentlichung inzwischen ein mittleres Szenario, das sich an den aktuellen Prognosen der Internationalen Energieagentur orientiert. Dieses Modell geht davon aus, dass die weltweiten Emissionen bis etwa 2050 ungefähr auf heutigem Niveau bleiben und danach stagnieren. Nach Berechnungen der 44 Wissenschaftler würde dies bis zum Jahr 2100 zu einer »Erwärmung von 2,56 Grad« Celsius gegenüber dem Jahr 1860 führen. Da bereits bis 2025 eine Erwärmung von 1,45 Grad Celsius gegenüber dem Basisjahr festgestellt wurde, bedeutet das für die restlichen 75 Jahre dieses Jahrhunderts nur noch etwa 1,1 Grad zusätzliche Erwärmung.

Jahrzehnte wirtschaftlicher Selbstbeschädigung für 0,016 Grad

Besonders explosiv wird die Debatte bei der Frage nach Deutschlands tatsächlichem Einfluss. Wenn man der IPCC-Logik folgt und CO2 tatsächlich als dominierenden Faktor der Erwärmung behandelt, ergibt sich daraus eine Rechnung, die das gesamte politische Narrativ in ein grelles Licht rückt. »Deutschland verursacht« nach den genannten Berechnungen rund 1,46 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. 1,46 Prozent von 1,1 Grad entsprechen bis zum Jahr 2100 etwa 0,016 Grad Celsius.

Quelle: »AMNESTY INTERNATIONAL«

Für eine Veränderung in dieser Größenordnung wurde in Deutschland eine gigantische Umverteilungs- und Verzichtspolitik aufgebaut, »Kernkraftwerke wurden abgeschaltet«, industrielle Wettbewerbsfähigkeit zerstört, »Energiepreise explodierten«, Unternehmen wanderten ab und der Mittelstand wurde unter einer Mischung aus moralischem Druck und finanzieller Belastung zerrieben. Gleichzeitig predigten Politik und große Teile der Medien ununterbrochen Verzicht, Einschränkung und staatliche Steuerung des Alltags bis in die Wohnzimmer der Menschen.

Die bemerkenswerte Stille

Der vielleicht aufschlussreichste Teil dieser Entwicklung liegt nicht einmal in den neuen Zahlen selbst, sondern in der Reaktion darauf. Oder präziser gesagt, in der fast vollständigen Abwesenheit jeder Reaktion. Eine Nachricht, die über Jahre hinweg jede Titelseite beherrscht hätte, wenn sie das Gegenteil ausgesagt hätte, verschwindet plötzlich beinahe geräuschlos aus dem öffentlichen Raum. Keine Sondersendungen, keine Regierungserklärungen, keine hektischen Brennpunkte im öffentlich rechtlichen Fernsehen, keine parlamentarische Aufarbeitung der politischen Grundlagen milliardenschwerer Eingriffe.

Dabei wären die Konsequenzen enorm. Wenn zentrale Katastrophenszenarien des IPCC selbst als unplausibel gelten, geraten zwangsläufig jene Gesetze, Subventionen und Programme unter Druck, die mit eben diesen Prognosen legitimiert wurden. Genau diese Diskussion scheint jedoch unerwünscht zu sein. »Fritz Vahrenholt formuliert« die politische Brisanz unmissverständlich:

„Die schlimmste Erfahrung der letzten Wochen ist aber, dass die doch so gute Nachricht, dass die Klimakatastrophe abgesagt werden kann, in Deutschland nicht diskutiert wurde. Wenn man das ernsthaft täte, müssten alle Gesetze, Programme, Subventionen, die den angeblich zu erwartenden Klimanotstand bekämpfen sollen, rigoros abgeschafft werden. Das wäre zwar mehr als peinlich für unsere Klimakämpfer in Regierungen und Medien. Aber es wäre der Beginn eines neuen deutschen Wirtschaftswunders.“

Der eigentliche Skandal

Der eigentliche politische Skandal liegt nicht nur in den fragwürdigen Modellen der Vergangenheit. Er liegt in der Tatsache, dass eine Gesellschaft über Jahre auf Grundlage maximaler Angstprognosen umgebaut wurde, während Kritik systematisch delegitimiert wurde. Nun korrigieren ausgerechnet die Architekten dieser Modelle ihre eigenen Annahmen, doch der politische Apparat verhält sich, als dürfe darüber nicht gesprochen werden.

Dabei steht inzwischen weit mehr auf dem Spiel als nur eine wissenschaftliche Debatte über Temperaturpfade. Es geht um Vertrauen in Institutionen, um die Rolle der Medien, um politische Verantwortung und um die Frage, wie weit Regierungen bereit sind, gesellschaftliche und wirtschaftliche Umwälzungen auf Basis hochspekulativer Modelle voranzutreiben. Die große Klimapanik war nie nur Wissenschaft. Sie war Machtinstrument, Geschäftsmodell und moralischer Hebel zugleich. Genau deshalb herrscht jetzt diese nervöse Stille. Denn wenn das zentrale Untergangsszenario des vergangenen Jahrzehnts plötzlich als „unplausibel“ gilt, geraten nicht nur einzelne Prognosen ins Wanken, sondern ein gesamtes politisches Zeitalter.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

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