Am 2. April 2025 kündigte Donald Trump beispiellose Handelsschranken an und setzte damit einen bedeutenden Einschnitt in die Weltwirtschaft. Die USA als größte Wirtschaftsmacht der Welt führen Zölle in einer Höhe ein, die seit über einem Jahrhundert nicht mehr erreicht wurde: im Durchschnitt 25 Prozent auf Importe. Diese Maßnahme hat weitreichende Auswirkungen auf Verbraucher, Unternehmen und Staaten. Die globale Wirtschaft sieht sich einer Zerreißprobe gegenüber.
Welche Folgen hat dies für Europa? Wirtschaftliche Turbulenzen, politische Ohnmacht und die dringende Notwendigkeit, endlich aus der Schockstarre zu erwachen.
Handelsschranken wie aus einer anderen Zeit
Trumps Plan ist radikal: Ab dem 5. April 2025 soll ein Basiszoll von zehn Prozent auf alle Importe in die USA gelten. Nur vier Tage später folgen wechselseitige Zölle für Länder mit hohem Handelsdefizit gegenüber den USA. Das sind 20 Prozent für die EU, 24 Prozent für Japan, 31 Prozent für die Schweiz und satte »54 Prozent für China«. Kanada und Mexiko bleiben vorerst außen vor, behalten aber ihre bestehenden 25-Prozent-Zölle.

Experten wie »Carsten Brzeski von der ING« sprechen von einem Rückfall in die 1930er-Jahre, als der »Smoot-Hawley-Tariff-Act« die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise stürzte. Damals verschärften solche Maßnahmen eine beginnende Depression.
The 1930’s are back
— Carsten Brzeski (@carstenbrzeski) April 2, 2025
Die Zahlen sind erschreckend: Waren im Wert von Billionen Dollar werden betroffen sein. Der ohnehin fragile Welthandel droht, ins Stocken zu geraten. Doch die Höhe der Zölle ist nicht das einzige Problem. Trumps Politik bringt eine Unberechenbarkeit, die Investitionen lähmt und Unternehmen, die auf globale Lieferketten angewiesen sind, in Existenznot bringt. Die Frage ist: Wer trägt die Last und wer nutzt die Chance?
Deutschland
Deutschland, Exportnation par excellence, steht besonders unter Druck. Die USA sind der größte Abnehmer deutscher Waren.
„Wie seit 2015 gingen die meisten deutschen Exporte auch im Jahr 2024 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 161,4 Milliarden Euro exportiert. Das waren 2,2 % mehr als im Vorjahr. Demgegenüber standen Importe aus den USA im Wert von 91,4 Milliarden Euro, das waren 3,4 % weniger als im Jahr zuvor. Damit erzielte der deutsche Außenhandel mit den USA einen Exportüberschuss von 70,0 Milliarden Euro (2023: 63,3 Milliarden Euro).“
»Statistisches Bundesamt«
Doch mit Trumps Zöllen droht ein Einbruch. Studien schätzen, dass die Exporte in die USA um ein Fünftel schrumpfen könnten. Das Ifo-Institut warnt vor einem dauerhaften Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent, »das ZEW« sogar um bis zu 0,5 Prozent. Branchen wie Auto, Pharma und Maschinenbau werden besonders leiden.
„Wenn die USA bei den angekündigten Zöllen bleiben, ist das der größte Angriff auf den Freihandel seit dem 2. Weltkrieg“
»ifo-Präsident Clemens Fuest / ifo Pressemitteilung«
Doch es bleibt nicht beim direkten Schaden. China, durch die 54-Prozent-Zölle aus dem US-Markt gedrängt, »könnte seine Waren verstärkt nach Europa umleiten«. Dadurch könnte ein Wettbewerbsdruck entstehen, der Preise senkt und deutsche Firmen schwächt. Gleichzeitig verliert Deutschland Absatz in China, wenn dort die Kaufkraft durch eigene Exportprobleme sinkt. Ein dreifacher Schlag, der die Abhängigkeit vom Welthandel schmerzhaft offenlegt. Glück im Unglück ist dabei allerdings eines: Ein altes Schuldenpaket ermöglicht Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung, die den Absturz etwas abfedern könnten. Doch die neue Regierung steht unter Zugzwang, die Wettbewerbsfähigkeit schnell zu stärken.
„Das wird insgesamt eine Umlenkung der Waren bedeuten.“
»Bernd Lange / Ausschuss für Internationalen Handel EU / RND«
Europa
Europa insgesamt sieht sich vor einer Zerreißprobe. Trumps »Reziprok-Zoll« von 20 Prozent wird in Brüssel als ungerecht empfunden. Der US-Präsident kontert mit dem Vorwurf, die EU benachteilige amerikanische Produzenten durch Regulierung und Subventionen. »Seine Berechnungen«, die auf einer einfachen Handelsdefizit-Formel basieren, ergeben eine geschätzte Belastung von rund 39 Prozent durch die EU. Die Deutschen Medien des ÖRR bezeichnen dies als fragwürdig.

Trump hat jedoch nicht ganz unrecht, denn Europa neigt dazu, sein Modell anderen aufzuzwingen. Es wäre also an dieser Stelle strategisch sinnvoller, auf Innovation und Liberalisierung zu setzen, anstatt mit den angekündigten »Vergeltungszöllen« zu reagieren. Andernfalls droht ein Handelskrieg, der alle in den Abgrund reißt.
„Ein schwerer Schlag für die Weltwirtschaft“
»Ursula von der Leyen / Pressemitteilung / Europäische Kommission«
Während Washington Fakten schafft, hatte Brüssel die Gefahr jahrelang unterschätzt. Man setzte auf Diplomatie und auf den Glauben an „vernünftige“ Handelsbeziehungen. Doch dieser naive Optimismus eines abhängigen Kontinents erweist sich nun als fatal. Die EU, oft gelähmt durch interne Streitigkeiten, hat es versäumt, sich auf einen wohlmöglich »protektionistischen Kurs« der USA vorzubereiten. Jetzt herrscht hektische Betriebsamkeit, aber ein strategischer Plan fehlt – wie so oft.
Finanzmärkte in Aufruhr
Die Reaktion der Finanzmärkte war prompt. Wie »die Tagesschau berichtet«, verlor der Dax 3,0 Prozent und der S&P 500 gab mehr als 4,0 Prozent auf 5.438 Punkte nach.

Exportabhängige Firmen wie Siemens, Adidas oder Schweizer Unternehmen wurden besonders hart getroffen. Adidas, stark von Zulieferern aus China abhängig, brach um über zehn Prozent ein. Auch alternative Produktionsländer wie Vietnam oder Indonesien stehen unter Zolldruck, was die Lage verschärft. Tech-Titel in den USA zittern vor europäischen Gegenzöllen, weil fast die Hälfte ihres Umsatzes von außerhalb kommt.

Am »Devisenmarkt« sprang der Euro auf knapp 1,10 Dollar, da weniger Exportüberschüsse in US-Anlagen fließen dürften. Gold, die klassische Krisenwährung, erreichte kurzzeitig mit 3.168 Dollar ein Allzeithoch, bevor es mit 3.103 Dollar um 0,98 Prozent verlor. Bitcoin hingegen schwankt: Als „digitales Gold“ profitiert es von Unsicherheit, doch teurere Grafikkarten durch Zölle und ein Rückzug aus Risikoanlagen bremsen den Kurs. Die Unsicherheit lässt Raum für Spekulation und für Verluste.

Eine Rezession ist nicht ausgeschlossen. Historisch gesehen verloren Aktien in Krisen wie 2008 bis zu 50 Prozent. Experten wie Jeremy Gaudelier von »BNP Paribas« sehen das Wachstum in den USA und der EU unter einem Prozent. Ein globaler Abschwung lauert.
„Sowohl in den USA als auch in der EU könnte das Wachstum unter 1 % sinken, und das Risiko einer Rezession wird erheblich.“
»Jeremy Gaudelier / WeLT«
Lehren aus der Geschichte: Handelskriege schaden allen
Die Geschichte zeigt, dass Handelskriege selten Gewinner hervorbringen. Als 1930 massive US-Zölle eingeführt wurden, verschärfte sich die Weltwirtschaftskrise drastisch. Eine ähnliche Eskalation droht auch heute.
Was Europa jetzt laut Grok-KI tun muss:

Fazit: Europa am Scheideweg
Trumps neuer Handelskrieg ist nicht nur eine wirtschaftliche Herausforderung, sondern auch ein politischer Weckruf. Deutschland und Europa stehen vor harten Jahren, doch in der Krise liegt auch eine Chance. Wer jetzt handelt, kann gestärkt hervorgehen. Lässt man die Gelegenheit verstreichen, droht China das Ruder zu übernehmen. Der 2. April 2025 war kein Tag der Fragen. Dies war ein Tag der Warnungen. Wie die Welt darauf reagiert, entscheidet über Wohlstand oder Niedergang.
2 Antworten
solange NICHT darüber gesprochen wird, WIR das BANKEN-SYSTEM, als auch das INDUSTRIELLE system menschengerecht umzuwandeln, wird es steil BERGAB gehen. leider leben die menschen im KOPF immer noch nach wirtschaftlichen -industriellen vorgaben des 18. jhr., NICHT nach MÖGLICHKEITEN technologischen fortschrittes des 20 jhr..
aufgrund extremen technologischen fortschrittes ist das gegenwärtige wirtschafts und handelssystem ÜBERHOLT. es ermöglicht NEUARTIGE ansätze, die JEDEM MENSCHEN auf diesem planeten wohlstand ermöglichen, zeitgleich das bisherige BLUTSAUGER SYSTEM abzuschaffen, also in rente zu schicken inkl. der bisherigen PHARAONEN und kontrolleure, die NATÜRLICH die zepter der MACHT nicht hergeben möchten.
@ Trumps Zölle und Europas Schockstarre
WAS nicht erwähnung findet, es den GLOBALEN umbau WEF konform in die hände spielt. die sog.gespielte Schockstarre IN WAHRHEIT, transfer hin in die VERARMUNG des bürgers und zeitgleich UMBAU in die TECHNOKRATIE. das äquivalent gleichsam der militarisierung, die angeblich zum KRIEG gegen RUSSLAND dient, der garnicht zu gewinnen ist – NICHT mal im TRAUM!
ES ist festzustellen, zu WENIG alternative berichten im zusammenhang der verwerfungen, welche THEMEN priorisiert oder richtig interpretiert werden müssen, um den UMBAU gesellschaftlich, gewinn bringend anzuleiten…der DRUCK der GLOBALISTEN macht sich bemerkbar, überall stress, überarbeitung, leistung am limit usw….was ja gewollt ist!