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Ende 2015 wurde »ein 16-jähriges Mädchen Opfer« einer Gruppenvergewaltigung in einem Berliner Jugendclub. Sowohl die Mitarbeiter des Clubs als auch das Jugendamt unterließen es offenbar, den schwerwiegenden Verdacht umgehend an Polizei oder Staatsanwaltschaft zu melden, da die Täter Moslems waren und man keine islamischen Vorurteile bestätigen wollte. Bereits im Vorfeld belästigten die zum Teil wegen ähnlicher Delikte vorbestraften Jungen das Mädchen, wovon der Jugendclub ebenfalls Bescheid wusste. Die Tat, eine Vergewaltigung, hätte verhindert werden können, hätten es die Behörden denn gewollt.
Vor diesem Hintergrund erscheint die aktuelle politische Aufregung um sogenannte „digitale Gewalt“ in einem eigentümlichen Licht. Am vergangenen Mittwoch wurde in einer in Teilen hysterisch-peinlichen Bundestagsdebatte ein Fall verhandelt, der zwar maximale mediale Aufmerksamkeit erzeugt, bei näherem Hinsehen jedoch auf einem deutlich »unsicheren Fundament steht«.
Im Zentrum steht der Konflikt zwischen Collien Ulmen-Fernandes und ihrem Ex-Partner Christian Ulmen. Fernandes wirft ihm vor, gefälschte pornografische Inhalte verbreitet zu haben – ein schwerwiegender Vorwurf, der derzeit sogar Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens ist. Allerdings befindet sich dieses Verfahren noch in einem frühen Stadium, und für Ulmen gilt – das muss man manchen dieser empörungskranken Aasgeier-Medien immer wieder sagen – die Unschuldsvermutung. Seine Anwälte sprechen bereits von „unwahren Tatsachen“ und einer unzulässigen, einseitigen Darstellung.
„Digitale“ Gewalt wird mit körperlicher Gewalt gleichgesetzt
Gerade diese Einseitigkeit ist es, die den Fall zunehmend problematisch erscheinen lässt. Denn noch bevor zentrale Fragen geklärt sind, wurde der Vorgang politisch und medial maximal aufgeladen. Innerhalb kürzester Zeit entstand eine breite Kampagne, die den Einzelfall als Beleg für eine strukturelle Bedrohung deutet. Organisationen wie HateAid, mit der Frau Fernández in der Vergangenheit bereits zusammenarbeitete, griffen den Fall unmittelbar auf und forderten unter Verweis auf Fernandes’ Darstellung schärfere Gesetze und neue Straftatbestände. Und das Schlimmste: Frankens umtriebigster Jurist Jun, der ebenfalls wie Fernández bei HateAid aktiv ist, feiert sein wiederholtes Comeback auf 𝕏 und präsentiert lupenreines Quatschjura.
Auffällig ist dabei die Geschwindigkeit, mit der Politik und Aktivismus ineinandergreifen. Bereits einen Tag nach Bekanntwerden der Vorwürfe »kündigte Justizministerin Stefanie Hubig« ein Gesetz gegen pornografische Deepfakes an – ein Entwurf, der offenbar schon in der Schublade lag. Kritiker sprechen nicht ohne Grund von einer Art „Lex Ulmen“ und warnen vor übereilten Eingriffen in bestehende Rechtsstrukturen. Hinzu kommt: Die rechtliche Lage ist keineswegs so lückenhaft, wie suggeriert wird. Schon heute können Deepfakes unter bestimmten Voraussetzungen strafbar sein – etwa als Beleidigung, Verleumdung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Die Behauptung eines quasi rechtsfreien Raums dient daher vor allem als politisches Argument, weniger als juristische Realität. Oder, wie Würzburgs Rechtsanwalt Jun sagen würde: Quatschjura.
Besonders kritisch wird die rhetorische Eskalation, mit der der Fall begleitet wird. In der politischen Debatte wird „digitale Gewalt“ zunehmend mit realer körperlicher Gewalt gleichgesetzt. Teilweise werden sogar Vergleiche zu schwersten Sexualverbrechen gezogen. Diese Gleichsetzung ist nicht nur analytisch fragwürdig, sondern relativiert auch reale Gewaltverbrechen – wie jenes des 16-jährigen Mädchens.
Der Fall eignet sich allenfalls für die Yellow Press
Der Fall Fernandes wirkt damit wie ein politisch gewollter Katalysator: für politische Agenden, für NGO-getriebene Kampagnen und für eine Öffentlichkeit, die moralische Empörung schneller produziert als belastbare Fakten. Je mehr Details bekannt werden, desto deutlicher zeigt sich, dass hier nicht ein eindeutiger Tatbestand im Zentrum steht, sondern eine moralisierende Deutung – und diese Deutung ist hochgradig interessengeleitet. Am Ende bleibt ein verlogenes Missverhältnis: Während bei realer Gewalt mitunter weggesehen wird, genügt im digitalen Raum bereits ein umstrittener Vorwurf, um Gesetzesinitiativen, Kampagnen und parlamentarische Debatten auszulösen.
Medien wie der Spiegel und Politiker wie der Linken-Abgeordnete Gebel, der vor dem Fall ähnlich unbekannt war wie Collien Fernandes, sind das eine. Doch eine hysterische und im Kern unpolitische Gesellschaft, die einen vergleichsweise unspektakulären „Skandal“ zum Anlass nimmt, sich über Wochen zu empören, ist das andere. Dass das Geschrei jetzt schon ein Ende haben wird, damit ist nicht zu rechnen. Doch eines ist klar: Das Ereignis eignet sich für das Boulevardeske – und das meine ich gar nicht wertend –, taugt aber nicht wirklich für eine gesamtgesellschaftliche Debatte. Denn die Zeiten, in denen eine Bevölkerung Menschen aufgrund eines ausgefallenen Fetischs verurteilt, sollten längst vorbei sein. Denn mehr ist Ulmen derzeit nicht zu beweisen.
Währenddessen geht die Islamisierung weiter
Wir akzeptieren Homosexualität, Cross-Dressing, Trans, Drag – ab und zu auch über den guten Geschmack hinaus. Wieso sollte es also, solange es privat und bei der Fiktion bleibt, bei Vergewaltigungsfantasien anders sein? Übrigens ist die einzige bewiesene digitale Gewalt bei Christian Ulmen sein über weite Strecken unterirdisches Œuvre. So mimte er in dem Reality-Format „Dein bester Freund“ den unausstehlichen, pietätlosen, übelsten, auch frauenfeindlichen und vor allem unfassbar unlustigen Knut, den Frauen für ihr echtes Leben „buchen“ konnten – und wenn sie es überstanden, bekamen sie eine Prämie. Heute wissen wir: Er hat sich schlicht selbst gespielt, also gar nicht gespielt. Doch auch das ist legal.
Der behördlich betreuten Vergewaltigung einer 16-Jährigen in einem Berliner Jugendzentrum fehlte es am „Prominentheit“, ebenso waren die Täter die falschen. Wäre das Mädchen von einem Prominenten „digital“ vergewaltigt worden, wäre sie wohl Thema im Bundestag gewesen. Doch für eine “schnöde“ Gruppenvergewaltigung gibt es keine Debatte und auch keine Spiegel-Titelstory. Es scheint, dass Muslime mit ihrer finsteren Ideologie im Land der späten Dekadenz leichtes Spiel haben und eine gmahde Wiesn vorfinden, wie der gemeine Bayer zu sagen pflegt. Während die Gesellschaft den Fall zwischen Herrn Unterirdisch und Frau Unbekannt auf dem geistig-moralischen Niveau der Scheidung von Dieter Bohlen und Verona, damals noch Feldbusch, diskutiert, ist die muslimische Landnahme hierzulande im vollen Gange. Das geschieht zwar ohne Spiegel-Cover und weitestgehend ohne Bundestagsdebatten, betrifft aber am Ende des Tages uns alle.