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Bürgergeld zwischen Namen und Milliarden
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Nicht mehr Michael, sondern Mohammed: So heißen die meisten Bürgergeld-Empfänger

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Die Statistik ist nur ein Symptom, die Kosten sind die wahre Bombe. Mit Milliardenlöchern im Sozialstaat spielt die Regierung weiter Blindekuh.
Zusammengefasst

Die jüngste Auswertung der Bundesregierung zu den häufigsten Vornamen unter Bürgergeld-Empfängern sorgt für Aufruhr. Nach einer Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer steht nun fest: Nicht »Michael ist der führende Name«, sondern »Mohammed, in 19 verschiedenen Schreibweisen«, führt die Liste mit knapp 40.000 Nennungen tatsächlich an.

Michael fällt mit 24.660 Nennungen auf Rang 2,gefolgt von Ahmad mit 20.660 Einträgen in 13 Varianten. Namen wie Andreas (18.420) oder Thomas (17.929) rutschen durch die Zusammenfassung unterschiedlicher Schreibweisen deutlich zurück. Doch was sagt diese Statistik wirklich aus, und warum wird sie so heiß diskutiert?

KI-Generiert / Quelle: BILD / Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Verzerrte Zahlen, bewusste Blindstellen

Die ursprüngliche Erhebung der Bundesregierung hatte einen gravierenden Fehler: Schreibvarianten wie Mohammad, Mohamed oder Mahamadou wurden getrennt gezählt, wodurch Mohammed in Einzelwertungen wie „Mohammad“ (Platz 11) oder „Mohamad“ (Platz 21) weit unten landete. Die Schreibweise „Mohammed“ selbst tauchte mit 5010 Nennungen nicht einmal in den Top 50 auf. Erst die erneute Anfrage der AfD führte zur Zusammenfassung der Varianten und damit zu einer völlig neuen Rangliste.

Das offenbart die Nachlässigkeit, die bei der Erstellung solcher Statistiken üblich ist. War es Unfähigkeit oder Absicht, die tatsächliche Verteilung zu verschleiern? »Die Bundesregierung äußert«, dass Vornamen keine Rückschlüsse auf Herkunft oder Nationalität zulassen. Eine kulturelle Vielfalt bei Namen sei normal, auch deutsche Namen wie Michael oder Christian (14.180 Nennungen) seien stark vertreten. Doch diese Relativierung wirkt wie ein reflexhafter Schutzmechanismus, um unangenehme Debatten zu vermeiden.

Die Politik der Verschleierung

Die Betonung, dass Vornamen keine Nationalität verraten, ist ein Musterbeispiel für die reflexartige Vermeidung kritischer Diskussionen. Natürlich sind Namen wie Mohammed ein Indikator für Herkunft und auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der Anstieg nicht-deutscher Empfänger und die hohen Kostenanteile für bestimmte Gruppen sind unübersehbar. Statt die Daten offen zu analysieren, flüchtet sich die Politik in Allgemeinplätze. Die Einschränkung, dass die Statistik nur Jobcenter in gemeinsamer Einrichtung mit Kommunen abbildet und somit unvollständig ist, klingt wie eine weitere Ausrede, um die Brisanz der Zahlen herunterzuspielen.

„Ein Hinweis zur Statistik: Die Zahlen stammen nur aus Jobcentern in gemeinsamer Einrichtung (gE), also dort, wo die Bundesagentur für Arbeit mit den Kommunen zusammenarbeitet. Heißt: Sie liefern kein vollständiges Bild aller Jobcenter.“

»BILD«

Explodierende Kosten des Bürgergelds

Die Debatte um Vornamen lenkt fast vom eigentlichen Skandal ab: Die rasant steigenden Kosten des Bürgergeldsystems. 2023 und 2024 betrugen die »Ausgaben knapp 37 Milliarden« Euro. Für 2025 »plante der Bund 52 Milliarden Euro«, mehr als ein Zehntel des gesamten Bundeshaushalts.

Ausgaben des Bundes für das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) / Bürgergeld in Deutschland von 2014 bis 2025 (in Milliarden Euro)

»Screenshot / Statista«

Verglichen mit den Hartz-IV-Zeiten 2015 ist dies ein massiver Anstieg, der die Belastungsgrenze von Bund, Ländern und Kommunen immer näher bringt. »Mit 5,5 Millionen Empfängern« Ende 2024, davon 52 Prozent Deutsche und 48 Prozent Ausländer, ist die Zahl der Berechtigten enorm. Besonders brisant: Der Anteil nicht-deutscher Empfänger stieg von 19,6 Prozent im Jahr 2010 auf 47,3 Prozent im Jahr 2023.

Ein System unter Druck

Die Bürgergeld-Statistik ist natürlich mehr als eine Namensliste. Sie zeigt ein System, das finanziell und organisatorisch an seine Grenzen stößt. Mit einem geplanten Kostenanstieg von 20 Milliarden Euro von 2022 bis 2025 steht Deutschland vor einer Herausforderung, die nicht mit schönfärberischen Erklärungen zu lösen ist. Die Politik muss sich fragen, wie nachhaltig ein Sozialstaat ist, der ein Zehntel seines Haushalts für eine Leistung ausgibt, deren Empfängerzahlen und Kosten unaufhörlich wachsen. Die Debatte um Mohammed, Michael oder Ahmad ist dabei nur die Spitze des Eisbergs und ein Symptom für tiefere Fragen, die niemand offen stellen will.

In einer Pressemitteilung verweist René Springer auf aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit. Demnach seien fast die Hälfte der 5,42 Millionen Bürgergeldbezieher Ausländer. Springer fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel:

„Die Einwanderung in unsere Sozialsysteme muss sofort gestoppt werden. Bürgergeld darf es grundsätzlich nur noch für Deutsche geben. Ausländer sollten erst dann einen Anspruch haben, wenn sie mindestens zehn Jahre lang einer existenzsichernden Tätigkeit in Deutschland nachgegangen sind. Und auch dann gibt’s Bürgergeld nur befristet für ein Jahr. Unsere Staatsbürgerschaft darf nicht länger verramscht werden. Damit werden allenfalls die Statistiken geschönt. Die AfD-Fraktion hat bereits in mehreren Anträgen gefordert, den Sozialstaatsmagnet sofort abzustellen […] und den Bürgergeldbezug für Ausländer massiv einzuschränken. Ziel ist es, die Sozialsysteme wieder auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren: die Absicherung unserer Bürger in Notlagen.“

»René Springer / AfD«

Daten statt Dogmen

Die neue Namensstatistik ist ein Weckruf. Sie zeigt nicht nur, wie verzerrt Daten präsentiert werden können, sondern auch, wie dringend eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Bürgergeldsystem nötig ist. Anstatt sich hinter kultureller Vielfalt zu verstecken, sollte die Politik die Zahlen ernst nehmen: steigende Kosten, wachsende Empfängerzahlen und eine ungleiche Verteilung der Mittel. Die Bürger verdienen Antworten, keine Ausflüchte. Mohammed mag an erster Stelle stehen, doch die eigentliche Frage ist, wie lange dieses System noch tragfähig bleibt, wenn die Politik weiter die Augen vor der Realität ihrer eigenen Ideologie verschließt.

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Janine Beicht

Janine Beicht ist gelernte Kommunikationsdesignerin, arbeitet aber seit 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen. Als Aktivistin engagiert sie sich besonders auf dem Gebiet der Psychologie unter dem Aspekt der jeweiligen politischen Machtinteressen.

Eine Antwort

  1. „… die Politik …“,
    Hä?
    Klartext: Die Politdarsteller, die per Negativauslese [1] dafür geschmiert werden, seit Jahrzehnten die Augen zu verschließen …

    Der Kollega Julian Marius P. scheint Ihre Hifle zu benötigen:
    https://haintz.media/artikel/deutschland/kollegen-werden-gegrillt-die-maechtigen-nicht-der-ruf-nach-echtem-journalismus/#comment-2293

    [1] Youtube.com/watch?v=BQfCndCCQpo
    diepresse.com/662821/haselsteiner-negativ-auslese-in-der-politik

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